Eine neue Heimat am Riederwald

1920
1921


Eingangsbereich des neuen
Sportplatzes am Riederwald

Eine grundlegende Veränderung steht zu Beginn der Spielzeit 20/21 für die Kicker der Eintracht an: Am 1. September 1920 verabschiedet man sich mit einem 2:1-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Malmö FF vom Sportplatz an der Roseggerstraße. Am 5. September wird dann der neue Sport- und Spielplatz 'Am Riederwald' feierlich eröffnet. Den sportlichen Rahmen bildet eine Partie gegen den Freiburger FC (1:1). Dabei tritt die Eintracht mit zwei Gastspielern des amtierenden Deutschen Meisters, dem Club aus Nürnberg, an: Hans Kalb und Peter Szabo. Letzterer, ein 12-maliger ungarischer Nationalspieler, wechselt noch vor Beginn der Ligaspiele zur Eintracht. Neu im Kader der Adlerträger sind zudem FSV-Torwart Robert Steiger, der zunächst Gmelin aus dem Tor verdrängt, aber am Ende der Saison wieder zum FSV zurückkehrt, sowie J. Köster von Hannover 96.

In der Kreisliga Nordmain erweist sich bald Germania 94 aus Sachsenhausen als härtester Konkurrent um die Meisterschaft. Das Wettrennen um den Titel kann die Eintracht dabei meist von der Spitze her bestreiten, da sie nach fünf Siegen und drei Unentschieden in den ersten acht Spielen die Tabellenführung übernimmt. Zwar kommt nach einer deutlichen 1:5-Niederlage bei Germania 94 noch einmal Spannung auf, im letzten Heimspiel - einem Nachholspiel gegen den Bockenheimer Verein Helvetia Frankfurt - reicht aber letztlich ein 1:1, um sich die Nordmainmeisterschaft mit 29:11 Punkten und damit einem Punkt vor der Germania zu sichern.


Eintracht - Germania 94

Damit hat sich die Eintracht für die Spiele um die Süddeutsche Meisterschaft qualifiziert, in denen sie auf 'alte Bekannte' trifft. Denn für die Nordgruppe haben sich neben den Adlerträgern mit dem 1. FC Nürnberg, dem TuSV 1877 Waldhof und Kickers Offenbach dieselben Mannschaften qualifiziert wie letzte Saison. Doch damit nicht genug, auch die Platzierungen der Vereine nach Absolvierung der Punktrunde bleiben identisch: Der deutlich überlegene Club aus Nürnberg sichert sich Platz 1, die Waldhöfer landen auf dem zweiten Platz, die Eintracht wird mit zwei Siegen gegen Waldhof (2:0) und den OFC (4:0) wie im letzten Jahr Gruppendritter.

Abgeschlossen wird die Fußballspielzeit dann feierlich: Die Frankfurter Turn- und Sportgemeinde von 1861, die im Mai 1920 mit dem FFV zu Eintracht verschmolzen war, begeht ihr 60-jähriges Jubiläum mit einem Fußballturnier am Riederwald. Dabei kann der Saarmeister Borussia Neunkirchen mit 1:0 besiegt werden, gegen Wacker München gibt es allerdings eine deutliche 1:6-Niederlage.

 

 

 

 
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© text by fg