Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2008/2009 - 13. Spieltag

4:0 (3:0)

Termin: Sa 15.11.2008, 15:30 Uhr
Zuschauer: 75.000
Schiedsrichter: Dr Felix Brych (München)
Tore: 1:0 Neven Subotic (5.), 2:0 Tamas Hajnal (19.), 3:0 Neven Subotic (26.), 4:0 Felipe Santana (69.)

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Borussia Dortmund Eintracht Frankfurt

  • Roman Weidenfeller
  • Patrick Owomoyela
  • Felipe Santana
  • Neven Subotic
  • Young-Pyo Lee
  • Sebastian Kehl
  • Tinga
  • Florian Kringe
  • Tamas Hajnal
  • Jakub Blaszczykowski
  • Nelson Valdez

 


 

Wechsel
  • Nuri Sahin für Sebastian Kehl (32.)
  • Mohamed Zidan für Nelson Valdez (40.)
  • Alexander Frei für Jakub Blaszczykowski (73.)
Wechsel
Trainer
  • Jürgen Klopp
Trainer

 

Ein rabenschwarzer Tag

Gerade erst wurde er für das Spiel der österreichischen Nationalmannschaft nominiert, da ist es erneut vorbei für Ümit Korkmaz: Bei einem Trainingszweikampf bricht er sich den gerade erst ausgeheilten rechten 5. Mittelfußknochen wieder und wird drei bis vier Monate pausieren müssen. "Ich habe den Jungs gesagt, für Ümit ist die Situation am schlimmsten. Ihr seid gesund und könnt euch ins Rampenlicht stellen“, sagt Trainer Funkel und meint damit die 14 ihm verbliebenen Profis vor dem Spiel gegen Dortmund.

Da auch Ochs aufgrund seiner fünften Gelben Karte nicht spielen darf, spielt heute Mahdavikia auf der rechten Außenverteidigerposition, Inamoto rückt für Korkmaz ins defensive Mittelfeld. Auf der Bank sitzt hingegen Caio, denn, so Friedhelm Funkel: "Jetzt geht es ans Eingemachte, es geht um Kampf, das ist wahrlich nicht seine Stärke. Es bleibt nichts anderes übrig als Augen zu und durch und sich bis zur Winterpause durchzuwursteln."

Neben den Verletzten Dede, Hummels und Klimowicz muss BVB-Trainer Klopp auch auf Kovac verzichten, der bei der 1:2-Niederlage in Hamburg die Rote Karte sah. Für ihn rückt Santana in die Innenverteidigung, Valdez spielt anstelle von Zidan als zweiter Stürmer neben “Kuba“ Blaszczykowski.

Es ist ein stürmischer Beginn, Dortmund drückt die Eintracht von Beginn an in die eigene Hälfte. Die 5. Spielminute, nach einem Schussversuch von Owomoyela gibt es Eckball. Hajnal schlägt das Leder hoch in den Strafraum, Nikolov will an den Ball, kommt aber im Strafraumgewühl nicht heran. Galindo träumt, während sein Gegenspieler Subotic hochsteigt und das Leder mit dem Kopf im Netz versenkt. Das 1:0 für Dortmund.

Keine Zeit, sich von dem Schock zu erholen, Dortmund bleibt am Drücker mit schnellen Kombinationen. Hajnal schießt nach 10 Minuten knapp am Tor vorbei und verpasst fünf Minuten später eine Hereingabe von Blaszczykowski nur um eine Fußbreite. Acht Minuten später prüft Kringe mit einem Fernschuss Nikolov, die Adler können sich einfach nicht befreien.

Die 19. Spielminute, Fink verliert im Mittelfeld das Leder an Kehl, der sofort auf Blaszczykowski passt. “Kuba“ sprintet in den Strafraum, trickst Galindo aus und legt quer für Hajnal auf, der den Ball an Nikolov vorbei ins Tor schiebt. Das 2:0 für Dortmund und Fink ärgert sich: “Es war mein Fehler, ich habe gehört, dass jemand ’Zeit’ gerufen hat“, bevor Kehl ihm den Ball abluchste. Funkel hierzu: “Das war von einem Dortmunder ganz clever gemacht.“

Weiter spielt nur der BVB. Owomoyela ist im Mittelfeld am Ball, wird nicht angegriffen und schießt aus ca. 20 Metern auf das Tor, trifft aber nur den Pfosten (22.). Vier Minuten später gibt es Freistoß für Dortmund aus dem rechten Halbfeld. Hajnal schlenzt das Leder in den Strafraum, Russ schaut zu, wie Subotic einen gefühlten Meter höher als Galindo springt und mit dem Kopf zum 3:0 erhöht (26.).

“Über diese Gegentore habe ich mich maßlos geärgert. Es kann nicht sein, dass einer so emotionslos und überhaupt nicht aggressiv zum Ball geht. Auch wenn ich kleiner bin, kann ich mich gegen Größere wehren. Aber einer von uns hat da nicht mitgemacht", sagt Funkel nach dem Spiel und Russ ergänzt: "Das darf nicht passieren. Wir haben dreimal richtig geschlafen."

In der 28. Minute dann die erste Chance für die Adler, als Fenin abzieht und Weidenfelder parieren muss. Doch mehr ist es nicht, im Gegenteil, bei einem Abwehrversuch köpft Russ das Leder fast ins eigene Tor (30.). Danach muss BVB-Trainer Klopp zweimal auswechseln. Zunächst verletzt sich Kehl bei einem Zweikampf mit Inamoto (32.) und in der 40. Minute scheidet Valdez aus. Für die beiden kommen Sahin und Zidan.

In der zweiten Halbzeit spielen die Dortmunder etwas verhaltener und lauern auf Fehler der Adler. Ein geordneter Spielaufbau will der Eintracht einfach nicht gelingen, Angriffe schon gar nicht. So ist es Kringe, der nach 54 Minuten mit einem Distanzschuss knapp über das Tor die Zuschauer weckt. Zwei Minuten später erneut eine Gelegenheit für Dortmund, Blaszczykowski setzt sich vor dem Strafraum durch und läuft auf Nikolov zu, scheitert aber mit einem Beinschuss an Oka (56.).

Die 66. Spielminute, endlich kann sich Steinhöfer bei einem Gegenstoß einmal auf der rechten Außenbahn durchsetzen und flankt hoch in den Strafraum auf Liberopoulos. Doch heute will nichts klappen, aus knapp fünf Metern Torentfernung köpft der Grieche das Leder freistehend an die Latte.

Drei Minuten später gibt es Freistoß auf der anderen Seite. Hajnal flankt, Santana steigt hoch, Galindo träumt. Das 4:0 für Dortmund (69.). Und so geht es weiter. Ein Tor von Hajnal wird wegen Abseits nicht anerkannt (78.), Fenin (81.) und Caio (85.) verfehlen das Tor und Nikolov muss sich noch zweimal gegen Frei (82.) und Sahin (87.) auszeichnen.

Danach ist endlich Schluss, mit 4:0 lassen sich die Adler emotionslos und ohne ernsthafte Gegenwehr abfertigen. (tr)


Stimmen zum Spiel

Michael Fink: “Das war unser schlechtestes Spiel der Saison. In der 2. Halbzeit ging es doch nur noch um Schadensbegrenzung.“

Oka Nikolov: “Das war eine schwache Mannschaftsleistung. So schlecht habe ich uns schon lange nicht mehr gesehen.“ Die Verletzten sind keine Ausrede: “Wir haben einen großen Kader. Jeder hat den Anspruch zu spielen. Das ist keine Entschuldigung.“

Heribert Bruchhagen: “Das war eine schwere Niederlage. Wir hatten das ganze Spiel über keine Chance. Im Mittelfeld waren wir haushoch unterlegen.“

 

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