Emil Müller

*13.01.1881 · †10.01.1947

Kam vom FFC Germania 94, 1899 Mitbegründer des FFC Victoria, beim ersten Spiel dabei, 1903/04 Vorsitzender, 1911 FFV

Emil Müller

In der rechten Spalte befindet sich an siebter und letzter Stelle der Name E. Müller, in der Gründungsversammlung wird er zum I. Zeugwart gewählt. Es handelt sich hier um Emil Müller, Sohn des Gaststättenwirts F.C. Müller. Emil steht auch beim ersten Spiel der Victoria als Verteidiger (Bak) auf dem Platz. Natürlich ziehen Abwehrspieler manchmal Kritik auf sich, so zum Beispiel im sechsten Spiel der Victoria, der ersten großen Klatsche des Vereins (0:8 gegen den Mannheimer FV im Mai 1899): „Die Glücksgöttin war "Victoria" wenig hold, daher kam es dann auch, daß vor halftime 6 Goal getreten wurden. Nachdem zwar besserte sich Victoria, mußte aber trotzdem noch 2 Bälle durch ihre Pfosten lassen und sich so mit 8:0 Goal geschlagen bekennen. Es wurde wie aus dem Resultat ersichtlich schlecht gespielt, grundsätzlich versagten die Backs "Victorias". Das Spiel fand hier statt. A. Pohlenk (Spiel-Berichte des F.F.C. "Victoria" 1899).“

Manchmal wird die Kritik sogar persönlich, wir zitieren aus dem Spielbericht vom 23. Juli 1899, ein 0:2 gegen den FC Frankfurt 1880: „Die Spielzeit war 2 mal 35 Min. Victoria leistete nicht was sie konnte, Der kleine fremde Platz beeinflusste das Spiel, hauptsächlich trugen die beiden Baks Müller und Birkner, welche nach halftime große Fehler machten und fast ganz versagten, viel Schuld, dass das Spiel mit 2:0 für Victoria verlorenging. A. Pohlenk, I. Capt. (Spiel-Berichte des F.F.C. "Victoria" 1899).“

Emil Müller spielt in den folgenden Jahren auch im Mittelfeld der Victoria, zeitweise ist er der Erste Vorsitzende des Vereins. 1906 wird er auch als Schiedsrichter für Frankfurt genannt. 1907 gehört er zu den „Old Boys“ des Vereins und ist gemeinsam mit Albert Pohlenk vertreter für den Frankfurter Associations-Bund und den Gauausschuss des DFB. Beruflich widmet er sich der Elektronik, im Adressbuch der Stadt Frankfurt taucht er als Elektrotechniker auf.

In den Adressbüchern der Jahre 1912, 1913 und 1914 tauchen mehrere Emil Müller auf, unter anderem auch Gaststättenwirte. Übereinstimmungen haben wir keine mehr gefunden. Auch in den Verlustlisten des 1. Weltkrieg findet sich der Eintrag „Emil Müller, Frankfurt“ mehrfach, ohne weitere Personaldaten ist eine Übereinstimmung aber nicht nachweisbar. (Eintracht Museum, Die Gründerväter der Eintracht)

 


 

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