Paris Saint-Germain - Eintracht Frankfurt

UEFA Women’s Champions League 2026/2027 - Qualifikation, Playoff Rückspiel

5:1 n.V. (1:1, 1:0)

Termin: Mi., 02.09.2026, 18:30 Uhr, Campus PSG
Zuschauer: 1.032
Schiedsrichterin: Emanuela Rusta (Albanien)
Tore: 1:0 Kanjinga (36.), 1:1 Blomqvist (76.), 2:1 Kanjinga (95.), 3:1 Karchaoui (105.), 4:1 Karchaoui (113., Elfmeter), 5:1 Ajibade ( 120. +1)

 

 

>> Spielbericht <<

Paris Saint-Germain
Eintracht Frankfurt

 

  • Kiedrzynek
  • Isabela
  • de Almeida
  • Dudek
  • Elimbi Gilbert
  • Ebayilin
  • Echegini
  • Kanjinga
  • Karchaoui
  • Feller
  • Leuchter

 

 

  • Altenburg
  • Krumbiegel
  • Ilestedt
  • Östenstad
  • Lührßen
  • Memeti
  • Bennison
  • D. Acikgöz
  • Freigang
  • Blomqvist
  • Raso (66.)

 

Wechsel
  • J. Le Guilly für Elimbi Gilbert (79.)
  • Ajibade für Leuchter (79.)
  • Yaya für Ebayilin (90.)
  • Jourde für Feller (90.)
  • Samoura für Dudek (98.)
  • Lafontaine für Kanjinga (114.)
Wechsel
  • Ivelj für Bennison (70.)
  • Lundgaard für D. Acikgöz (90.)
  • Rankin für Lührßen (105.)
  • Wolter für Krumbiegel (105.)
  • Lia für Memeti (117.)
  • Alguacil für Blomqvist (117.)
Trainer
  • Paulo Cesar
Trainer
  • Niko Arnautis

 

 

Aus nach Verlängerung

Die Eintracht Frauen unterliegen mit 1:5 (1:1, 0:1) nach 120 Minuten bei Paris Saint-Germain und spielen international nun im UEFA Women’s Europa Cup.

Nach dem 1:1 im Hinspiel der Play-offs in der Qualifikation zur UEFA Champions League endeten auch die 90 Minuten auswärts bei Paris Saint-Germain mit 1:1, ehe die Gastgeberinnen die Partie in der Verlängerung für sich entschieden und damit in die Ligaphase einziehen. Die Eintracht fällt in den Europa Cup zurück, in dem man in der vergangenen Saison das Halbfinale erreichte.

Niko Arnautis musste einmal wechseln im Vergleich zum Remis im Stadion am Brentanobad vor einer Woche. Torschützin Larissa Mühlhaus fehlte aufgrund von muskuläre Beschwerden, dafür rückte Hayley Raso in die Startformation und damit in die Doppelspitze neben Blomqvist. Freigang agierte hinter den Spitzen.

Am Campus PSG vor wenigen, dafür aber stimmungsvollen Fans begann die Eintracht, erstmals in den weißen Auswärtstrikots, mutig und setzte die Gastgeberinnen immer wieder unter Druck. Nach acht Minuten war Østenstad am langen Pfosten etwas überrascht, als ihr ein Freistoß vor die Füße fiel und sie nicht platziert genug abschloss.

In der Folge war die Partie ausgeglichen und hatte wenig Höhepunkte zu bieten. Beide Mannschaften konnten sich lediglich Halbchancen erarbeiten, die Torhüterinnen wurden nicht geprüft. Nach 36 Minuten ging Paris etwas überraschend in Führung, weil die Gastgeberinnen ihr Tempo ausspielten. Einen langen Ball konnte Krumbiegel nicht entscheidend verteidigen, Merveille Kanjinga packte den Turbo aus und lief alleine auf Lina Altenburg zu, die sie umkurvte und dann das leere Tor vor sich hatte. Zunächst traf Kanjinga den Pfosten, der Rebound landete vor ihren Füßen, dieses Mal schob sie aus fünf Metern ein (36.).

Ein bitterer Rückstand für die Eintracht, die weiterhin im Spiel blieb. Krumbiegel bediente Memeti, die aus 15 Metern über das Tor schoss (42.). So ging es in die Halbzeit, und Expertin Lise Munk analysierte im EintrachtTV-Studio: „Es fehlt der letzte Pass und etwas Mut, weil wir sehen, wie einfach wir nach vorne kommen können.“

Auch nach der Pause tat sich die Mannschaft von Niko Arnautis schwer, in die gefährlichen Räume zu kommen. Die Feldüberlegenheit war da, aber es gelang noch nicht, PSG mehr unter Druck zu setzen. Als Memeti sich durchgesetzt hatte und vielleicht die besser postierte Acikgöz hätte bedienen können, machte sie es aus zehn Metern mit der Pike; Kiedrzynek klärte zur Ecke (57.).

Auf der Gegenseite konterten die Französinnen, Echegini schloss aber zu unplatziert ab (63.). Wenig später wurden die Bemühungen der Eintracht eingebremst, denn Raso sah die Gelb-Rote Karte, nachdem sie Karchaoui gefoult hatte (66.). Arnautis hatte gerade einen Doppelwechsel vorbereitet, den er zunächst zurückzog, wenig später dann erstmal positionsgetreu wechselte mit Ivelj für Bennison (70.).

Die Schlussphase der regulären Spielzeit gehörte trotz Unterzahl der Eintracht, Paris wurde wie schon im Hinspiel sehr passiv in der zweiten Halbzeit. Die Belohnung folgte in der 76. Minute. Rebecka Blomqvist legte auf die Seite zur Memeti, die den Doppelpass suchte. Blomqvist lief in den Strafraum und nahm das Leder direkt ab – 1:1, keine Abwehrchance für Kiedrzynek.

Auch in der Folge war nicht zu sehen, dass Paris eine Spielerin mehr auf dem Feld hatte. Eine große Chance hatten die Gastgeberinnen dennoch. Kanjinga wurde in die Gasse freigespielt, doch Altenburg fuhr reaktionsschnell das linke Bein aus und klärte zur Ecke (82.); in der Nachspielzeit war wieder die Frankfurter Torhüterin gegen Kanjinga aus spitzem Winkel zur Stelle (90.+3). Die Eintracht erreichte verdient die Verlängerung.

Die begann dann äußerst unglücklich für die Eintracht. Nach einem Freistoß kam Kanjinga, zu wenig gestört, an den Ball und drückte das Leder aus kurzer Entfernung über die Linie (95.). Die Entscheidung fiel in der 105. Minute kurz vor der Pause, als sich Sakina Karchaoui nach eine langen Ball, den sie mit der Brust mitnahm, gegen Ilestedt durchsetzte und vor Altenburg cool blieb – 3:1.

Karchaoui prüfte dann nochmal Altenburg (105.), ehe nochmal die Seiten gewehselt wurden. In Unterzahl konnte die Eintracht nicht mehr zusetzen gegen zweikampfstarke Gastgeberinnen. Paris erhöhte noch durch Karchaouis Elfmeter nach Ilestedts Foul an Rasheedat Ajibade (113.), die noch das 5:1 ins leere Tor markierte (120.). Paris zieht damit in die Ligaphase der UEFA Women's Champions League ein, für die Eintracht geht''s im Europa Cup weiter.

Niko Arnautis bilanzierte: „Das Team hat alles reingelegt, aber die Geschichte des Spiels ist sehr hart. Wir kommen eigentlich gut in die Partie, bloß ohne in die Abschlusssituationen zu kommen. Dennoch waren wir das ganze Spiel über voll da, haben dann zum Gegentor einen Fehler gemacht, aber weiter an uns geglaubt – auch nach der Gelb-Roten Karte. Wir kommen mit einem schönen Tor zurück und erreichen die Verlängerung. Hintenraus ist es nach den Gegentoren schwer, am Ende so einer Energieleistung noch die Körner zu haben. Wenn man beide Spiele über 90 Minuten sieht, kann man schon sagen, dass wir das Weiterkommen auch verdient gehabt hätten. Gratulation an Paris.“

 

>> Spieldaten <<

 

Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

© text, artwork & code by fg