Eintracht Frankfurt - Carl Zeiss Jena

Bundesliga 2025/2026 - 5. Spieltag

3:1 (0:0)

Termin: Fr 03.10.2025, 18:30 Uhr
Zuschauer: 3.068
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim)
Tore: 1:0 Senß (55., Elfmeter), 1:1 Jaron (68.), 2:1 Ilestedt (75.), 3:1 Senß (81., Elfmeter)

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt
Carl Zeiss Jena

  • Altenburg
  • Riesen
  • Ilestedt
  • Veit
  • Lührßen
  • Memeti
  • Gräwe
  • Senß
  • Reuteler
  • Anyomi
  • Blomqvist

 


  • Etzold
  • Juckel
  • Sträßer
  • Ihlenburg
  • Schmid
  • Bonsu
  • Reske
  • Gentile
  • Gora
  • Jaron
  • Tietz

 

Wechsel
  • Freigang für Blomqvist (60.)
  • Chiba für Anyomi (86.)
  • Teulings für Memeti (86.)
  • Ivelj für Senß (90.)
  • Raso für Reuteler (90.)
Wechsel
  • Mühlemann für Gora (56.)
  • Andersson für Reske (66.)
  • Margraf für Gentile (67.)
  • Haering für Bonsu (86.)
  • Reuter für Tietz (86.)
Trainer
  • Niko Arnautis
Trainer
  • Florian Kästner

 

 

Ein Arbeitssieg

Mit einem 3:1-Erfolg über den FC Carl Zeiss Jena stellt die Eintracht erneut Heimstärke unter Beweis. Senß mit Elfmeter-Doppelpack.

Nach dem 3:1-Pflichtsieg gegen Viktoria Berlin in der zweiten Runde des DFB-Pokals ging für die Eintracht das Programm in der Frauen-Bundesliga weiter. Am 5. Spieltag rotierten sieben Stammspielerinnen für das Aufeinandertreffen mit Carl-Zeiss Jena zurück in die erste Elf - drei Veränderungen im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Laura Freigang, welche die Partie am Sonntag krankheitsbedingt verpasst hatte, kehrte in den Kader zurück, nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Darüber hinaus musste die Eintracht neben der Langzeitverletzten Sophia Winkler und der sich im Aufbautraining befindenden Marthine Østenstad auf Ilayda Açikgöz verzichten, die nach einem Kopfzusammenstoß gegen Viktoria noch nicht wieder genesen war.

Nach anfänglichen Ungenauigkeiten ließ die erste Großchance für die Eintracht nicht lange auf sich warten. Nicole Anyomi störte in der 6. Spielminute gekonnt das Aufbauspiel der Gegnerinnen gegen Felicia Sträßer und nahm sofort Tempo Richtung Strafraum auf. Nach punktgenauer Vorlage scheiterte jedoch erst Ereleta Memeti, dann Géraldine Reuteler an Jena-Schlussfrau Hannah Etzold.

Die Mannschaft von Niko Arnautis setzte sich darauf immer mehr in der gegnerischen Hälfte fest. Die nächste hochkarätige Chance folgte sogleich. Erneut war Reuteler maßgeblich beteiligt, die mit ihrem Abschluss an den Pfosten das Jenaer Tor zum ersten Mal zum Wackeln brachte (11.). Zuvor hatte sich Nadine Riesen, ihre Kollegin in der Schweizer Nationalmannschaft, über den rechten Flügel durchgesetzt und mit ihrer Flanke Rebecka Blomqvist gefunden, die das Auge für Reuteler hatte.

Doch auch wenn der FCC offensiv nur wenige Akzente setzen konnte, bewies das Team von Florian Kästner seine Leidenschaft fürs Verteidigen und machte der Eintracht das Leben schwer. Erneut war es Etzold, die einen Kopfballversuch von Nicole Anyomi nach Ecke von Memeti abfing (19.). Der erste Angriffsversuch von Jena erfolgte in Form von Isabella Jaron. Allerdings war Verteidigerin Amanda Ilestedt rechtzeitig zur Stelle, um den Ball kurz vor dem Eindringen in den Sechzehner von Lina Altenburg gekonnt zu klären (20.). Der darauf folgende Schuss flog deutlich über das Tor hinweg.

Auch wenn sich gelegentlich Flüchtigkeitsfehler in das Spiel der SGE einschlichen, blieb der Druck in der Offensive weiter hoch. Der nächste Abschlussversuch erfolgte über einen Freistoß aus rechter Position durch Nina Lührßen, der jedoch knapp am linken Torpfosten vorbei zischte (24.). Auch die schöne Direktabnahme von Reuteler, der eine Flanke von Elisa Senß vorausgegangen war, blieb ohne Erfolg.

Die Eintracht ließ sich jedoch nicht beirren und probierte weiter. Aus ähnlicher Position wie wenige Minuten zuvor brachte Linksverteidiger Lührßen erneut eine gefährliche Hereingabe in den gegnerischen Sechzehner. Doch Anyomi verpasste es, das Leder entscheidend Richtung Tor zu lenken (36.). Die deutsche Nationalspielerin stand erneut im Mittelpunkt des Geschehens, als sie sich erfolgreich auf dem linken Flügel durchsetzte und Blomqvist in der Mitte bedienen wollte, die sich jedoch gegen gleich mehrere Verteidigerinnen nicht durchsetzen konnte (41.).

Kurz vor der Halbzeitpause erhöhten die Frankfurterinnen noch einmal den Druck über Eckbälle. Erst wehrte die Jena-Schlussfrau den Versuch von Memeti nach kurz ausgeführter Variante (44.) ab, ehe Anyomi den Ball alleine gelassen am langen Pfosten nicht richtig kontrollieren konnte. Trotz höherer Ballbesitzstatistik und einem deutlichen Chancenplus ging es für die Eintracht somit ohne geschossene Tore in die Pause.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Auch wenn es teils an Präzision fehlte, setzte die SGE vermehrt auf Flanken, um dem Tor näher zu kommen. So auch in der 49. Minute, als Blomqvists Kopfball von Toma Ihlenburg an das Außennetz abgewehrt wurde. Es blieb jedoch beim Phänomen, dass die Eintracht ihre Angriffe nicht bis zum Schluss ausgespielt bekam, auch wenn vielversprechende Ansätze vorhanden waren, wie etwa über Anyomi und Reuteler, wobei Letztere vor dem Strafraum den richtigen Abspielzeitpunkt verpasste (51.).

Nachdem Emily Reske die andribbelnde Anyomi im eigenen Sechzehner zu Fall gebracht hatte, entschied Schiedsrichterin Fabienne Michel auf Strafstoß (54.). Senß ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte unhaltbar in das linke Toreck zur überfälligen 1:0-Führung. Nach kurzem Aufatmen setzten die Adlerträgerinnen ihre Offensivbemühungen fort. Arnautis brachte zudem Laura Freigang als frische Kraft für Blomqvist (61.). Die größte Gefahr ging allerdings auch weiterhin von ruhenden Bällen aus. So wäre eine Ecke von Memeti wohl direkt ins Tor gegangen, wäre Etzold nicht zur Stelle gewesen (65.).

Unterdessen zeigte Jena wieder ein Lebenszeichen. Erst schickte Sträßer Mitspielerin Rieke Tietz steil, deren Mischung aus Flanke und Schuss vorerst nur ein Warnschuss war (67.). In der Anschlussaktion waren die Gäste schließlich präziser. Erst schirmte die eingewechselte Anna Margraf den Ball gegenüber Jella Veit ab und legte auf für Isabella Jaron, welche Altenburg per Flachschuss überwand (68.).

Erst sah es ganz danach aus, dass das Spiel wieder komplett offen war. Doch es gelang der Eintracht, sich schnell zu erholen und erneut die Führung zu übernehmen. Da war es nicht verwunderlich, dass erneut eine Standardsituation im Fokus stand - dieses Mal eine Ecke von Memeti. Nach ihrer Flanke kam es zum Gestocher im Strafraum, in dem sich Ilestedt am Ende durchsetzte und das Leder über die Linie drückte (75.).

Auf der anderen Seite kamen erneut die Gäste zum Zug, wieder über die schnelle Jaron. Die Angreiferin erkämpfte sich das Spielgerät von Ilestedt und lief alleine auf das Frankfurter Tor zu. Altenburg verhinderte mit ihrer Reaktionsschnelligkeit durch eine Glanztat den erneuten Gegentreffer (79.). Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Anyomi wurde erneut im gegnerischen Sechzehner zu Fall gebracht, dieses Mal durch Steffi Schmid. Erneut trat Senß vom Punkt an, erneut verwandelte sie - dieses Mal jedoch in das andere Eck zum 3:1 (81.).

Fast legte Anyomi selbst noch in der Schlussphase nach. Doch ihr Abschluss wurde von der gut aufgelegten Etzold noch an den Pfosten gelenkt (83.). Auch in der sechsminütigen Nachspielzeit fiel kein weiterer Treffer, wodurch die Eintracht sich nach einer reifen mentalen Leistung über drei Punkte freuen darf und vorerst auf den dritten Tabellenplatz springt.

Für die SGE stehen bereits die nächsten englischen Wochen an. Am Mittwoch, den 08. Oktober, empfangen die Adlerträgerinnen bei ihrem Debüt im neu eingeführten UEFA Women’s Europa Cup den 1. FC Slovácko aus Tschechien (19 Uhr). Nur wenige Tage später geht es auch wieder in der Frauen-Bundesliga weiter, wenn die Eintracht Frauen auswärts beim SC Freiburg antreten (12. Oktober, 14 Uhr).

 

>> Spieldaten <<

 

Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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