Eintracht Frankfurt - Real Madrid

UEFA Women’s Champions League 2025/2026 - Qualifikation, Hinspiel

1:2 (1:2)

Termin: Do 11.09.2025, 19:00 Uhr
Zuschauer: 5.569
Schiedsrichterin: Kirsty Dowle (England)
Tore: 0:1 Angeldahl (13.), 0:2 Bruun (35.), 1:2 Anyomi (45.)

 

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Eintracht Frankfurt
Real Madrid

  • Altenburg
  • Riesen
  • Ilestedt
  • Veit
  • Lührßen
  • Gräwe
  • Memeti
  • Senß
  • Freigang
  • Reuteler
  • Anyomi

 


  • Frohms
  • Shei
  • Maria Mendez
  • Lakrar
  • Yasmim
  • Toletti
  • Däbritz
  • Athenea
  • Angeldahl
  • Caicedo
  • Bruun

 

Wechsel
  • Blomqvist für Freigang (75.)
  • Chiba für Memeti (84.)
  • Teulings für Gräwe (84.)
  • Raso für Anyomi (90.+5)
Wechsel
  • Feller für Athenea (57.)
  • Eva Navarro für Caicedo (75.)
  • Weir für Däbritz (75.)
  • Bennison für Angeldahl (85.)
  • S. Holmgaard für Yasmim (85.)
Trainer
  • Niko Arnautis
Trainer
  • Pau Quesada

 

 

Knappe Niederlage gegen Madrid

Die Eintracht unterliegt im Hinspiel der Qualifikation zur Champions League-Ligaphase Real Madrid mit 1:2 (1:2). Nicole Anyomi verkürzt kurz vor der Pause (45.).

Niko Arnautis nahm nach dem 5:0-Auftaktsieg in der Liga keine Veränderung in der Startelf vor und nahm die wiedergenese Rebecka Blomqvist erstmals in den Kader. In den grauen Ausweichtrikots kamen die Adlerträgerinnen vor 5569 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Brentanobad nach wenigen Minuten immer besser in die Partie gegen die technisch versierten Gäste, die zunächst optisch überlegen waren und durch Yasmim den ersten Warnschuss (2./drüber) abgesetzt hatten. Real blieb aber im Spiel und ging durchaus verdient nach 13 Minuten in Führung. Caicedos Versuch lenkte Altenburg in ihrem ersten Champions-League-Spiel noch an die Latte, den Abpraller Filippa Angeldahl von der Strafraumgrenze ins linke Eck.

Die Eintracht war bemüht gegen kompakte Spanierinnen, konnte sich aber zunächst keine zwingenden Gelegenheiten erarbeiten. Auf der anderen Seite hatte Real Übergewicht im Mittelfeld und kam so immer wieder zu Halbchancen, weil die Eintracht die Gäste zumindest nicht im Strafraum zu Abschlüssen kommen ließ.

Die Torhüterinnen Altenburg und die ehemalige Frankfurterin Merle Frohms blieben somit in der Folge lange beschäftigungslos. Die aktuelle Frankfurter Nummer eins war wiederum zur Stelle, als Caicedo über die rechte Seite nach einem Doppelpass durchgebrochen war (33.). Die anschließende Ecke von der deutschen Nationalspielerin Sara Däbritz bekam die Eintracht nicht verteidigt, Signe Bruun gelang aus dem Gewühl mit dem linken Fuß das 2:0 (35.).

Es dauerte bis zur 43. Minute, ehe die Gastgeberinnen zu einem gefährlichen Abschluss kamen. Letztlich war Géraldine Reutelers Schuss aus 22 Metern aber kein Problem für Frohms. Nachdem Freigang eine Reuteler-Ablage aus kurzer Distanz über das Tor geschossen hatte, belohnte sich die Eintracht für diese kleine Druckphase. Jella Veit schickte Lührßen auf die Reise, diese flankte von Linksaußen in die Mitte, Anyomi setzte sich mit dem Kopf durch – keine Chance für Frohms und nur noch 1:2 (45.). Die Adlerträgerinnen wären vor der Pause fast noch zum Ausgleich gekommen, als Däbritz an den eigenen Pfosten klärte.

Die zweite Halbzeit begann mit Spielkontrolle bei der Eintracht, die direkt versuchte, an die letzten Minuten vor der Pause anzuknüpfen. Das Team von Niko Arnautis störte die Spanierinnen früh und kam zu einigen vielversprechenden Ballgewinnen. Das Geschehen spielte sich dadurch mehr in der Hälfte der Gäste ab, Merle Frohms wurde aber nicht gefordert – bis zur 63. Minute, als Lisanne Gräwe die Torhüterin mit einem zu zentralen Weitschuss zumindest zu einer Parade zwang.

Auf der Gegenseite war Altenburg zur Stelle, als Caicedo an Ilestedt vorbeigezogen war und den Abschluss suchte (72.). Danach drückten wieder die Hessinnen auf den Ausgleich. Memeti fasste sich ein Herz aus 20 Metern, Frohms parierte (79.); wenig später traf Ilestedt per Kopf die Latte (81.) und Blomqvist setzte die Kugel übers Tor (84.). Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt hochverdient gewesen, die Fans pushten die Mannschaft weiter nach vorne. Real, für die Bruun noch an den Pfosten köpfte (88.), kam insgesamt kaum noch zur Entlastung. Die Eintracht versuchte alles, kämpfte mit viel Leidenschaft für das zweite Tor, die letzte Gelegenheit vergab Remina Chiba kurz vor Feierabend (90.+5/vorbei). Letztlich blieb es beim 1:2.

Stimmen zum Spiel

Niko Arnautis: Ich habe der Mannschaft im Kreis gesagt, dass noch alles drin ist. Wir waren die ersten 30 Minuten nicht richtig drin, haben zu lange mit und gegen den Ball gebraucht, weil wir nicht agiert, sondern reagiert haben. Wir waren bisschen nervös und nicht gallig genug. Real hat zwar kein Feuerwerk abgebrannt, war aber klarer und konsequenter in der Box. Was wir danach gespielt haben, kann sich sehen lassen. Wir machen den Anschluss, dann hat in der zweiten Halbzeit nur noch die Eintracht gespielt. Natürlich haben sich für Real Kontersituationen ergeben, aber gerade nach dem 0:2 war die Energie top. Das brauchen wir und das muss für das Rückspiel unser Selbstverständnis sein. Kompliment an die Mannschaft, wie sie zurückgekommen ist nach dem 0:2. Wir hatten viele Torabschlüsse. Das zeigt, dass wir mindestens ein 2:2 verdient hatten und in die Köpfe von Real gekommen sind. Es ist nicht vorbei. Es wird schwer, aber das wussten wir. Mit so einem Auftritt können wir Real über 90 Minuten mit einem Tor dort schlagen und mindestens die Verlängerung erreichen. Auch wenn Real Madrid ein richtig guter Gegner ist, mit viel Qualität, teilweise mit Weltklasse. Kompliment an die Energie und Leidenschaft meiner Mannschaft, alle Statistiken sprechen für uns – bis auf das Ergebnis, und das ist ärgerlich. Vielen Dank an die Fans, die uns insbesondere in der zweiten Halbzeit enorm nach vorne gepusht haben.

Laura Freigang: Wir waren am Anfang etwas nervös, das hat man gesehen. Aber über weite Teile haben wir ein gutes Spiel gemacht. Gerade hinten raus hatten wir viele Druckphasen. Wir haben gesehen, dass wir mutig und selbstbewusst sein können für das Rückspiel, weil wir viele Spielanteile hatten. Real hat oft tief gestanden, die Gegentore waren bitter. Das Tor vor der Halbzeit war extrem wichtig. Unsere Motivation bleibt extrem hoch. Schade, dass wir verloren haben, aber wir wollen natürlich weiterkommen. Die neuen Spielerinnen haben sich gut eingefügt, wir spielen guten Fußball. Wir können gegen Real bestehen, im Rückspiel müssen wir vielleicht bisschen aggressiver sein. Ich habe nicht damit gerechnet, dass sie so tief stehen 20 Meter vorm eigenen Sechzehner. Wir hatten Möglichkeiten, über außen öfter zu kommen. So wie Nici das Tor gemacht hat, war es gut.

Nicole Anyomi: Wir haben alles gegeben, es hat leider nicht zum Ausgleich gereicht. Aber wir haben noch Chancen. Beim Tor ist es so, dass ich dort als Stürmerin stehen muss. Der Anschlusstreffer hat uns gut getan. Die Kulisse hat das gemerkt und ab da waren wir Frankfurt. Wir haben tolle Fans; ich bin froh, dass sie hier waren, das gibt uns viel Kraft. Wir hatten Phasen, in denen wir den Ball einfach in die Box spielen und mehr den Abschluss suchen müssen. Das nehmen wir mit, dann können wir Real in Madrid schlagen. Jetzt gilt der Fokus erstmal Hoffenheim, dann schauen wir wieder auf Madrid.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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