Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 33. Spieltag

3:2 (2:1)

Termin: Fr 08.05.2026, 20:30 Uhr
Zuschauer: 81.365
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)
Tore: 0:1 Uzun (2.), 1:1 Guirassy (42.), 2:1 N. Schlotterbeck (45.+1), 3:1 Inacio (72.), 3:2 Burkardt (87.)

 

 

>> Spielbericht <<

Borussia Dortmund
Eintracht Frankfurt

  • Kobel
  • Reggiani
  • Anton
  • N. Schlotterbeck
  • Ryerson
  • Sabitzer
  • Bellingham
  • Beier
  • Brandt
  • Inacio
  • Guirassy

 


  • Zetterer
  • Amenda
  • R. Koch
  • Theate
  • Brown
  • Skhiri
  • Doan
  • Dahoud
  • Uzun
  • Chaibi
  • Kalimuendo

 

Wechsel
  • F. Nmecha für Bellingham (74.)
  • Adeyemi für Brandt (74.)
  • Fabio Silva für Guirassy (78.)
  • Özcan für Sabitzer (78.)
  • Süle für Reggiani (88.)
Wechsel
  • M. Götze für Dahoud (57.)
  • Bahoya für Chaibi (57.)
  • Amaimouni-Echghouyab für Uzun (77.)
  • Knauff für Kalimuendo (77.)
  • Burkardt für Doan (82.)
Trainer
  • Niko Kovac
Trainer
  • Albert Riera

 

 

Knappe Niederlage in Dortmund

Die Eintracht muss sich am Freitagabend auswärts mit 2:3 (1:2) geschlagen geben. Can Uzun (2.) und Jonathan Burkardt (87.) treffen.

Eintracht-Cheftrainer Albert Riera veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:2 gegen den Hamburger SV auf vier Positionen: Arthur Theate, Mo Dahoud, Farès Chaibi und Ritsu Doan nach abgesessener Gelbsperre rotierten ins Team, dafür nahmen Oscar Höjlund, Hugo Larsson, Ansgar Knauff und Jonathan Burkardt zunächst auf der Bank Platz.

Im mit 81.365 Zuschauern ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK erwischten die Adlerträger den perfekten Start: Dahoud dribbelte in Richtung Sechzehnereck, wo ihn vier Dortmunder nicht vom Ball trennen konnten. Stattdessen passte der ehemalige BVB-Spieler zu Can Uzun im Strafraum, der aus zwölf Metern mit rechts sofort abzog und unhaltbar für Keeper Kobel ins lange Eck traf – das frühe Führungstor für die Gäste nach 80 Sekunden (2.). Zum dritten Mal glückte dem 20-Jährigen in dieser Bundesligasaison das 1:0.

Es dauerte eine knappe Viertelstunde, ehe die Hausherren zum ersten Abschluss kamen, doch Sabitzer schlenzte die Kugel aus 18 Metern mit links am Kasten vorbei (14.). Wenig später war Eintracht-Schlussmann Michael Zetterer erstmals und dann gleich richtig gefordert, als er einen Kopfball aus kurzer Distanz von Inacio überragend abwehrte (17.).

Die Hausherren übernahmen in dieser Phase das Kommando und kamen durch Brandt und Bellingham in der 25. Minute aus der Distanz zu weiteren Chancen, bei beiden Versuchen war Zetterer aber zur Stelle. Die SGE ihrerseits stand kompakt im defensiven Block und verteidigte in den direkten Duellen mit viel Leidenschaft, eigene Umschalt- und Offensivaktionen spielten die Gäste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit aber nicht konsequent genug aus. Die Ausnahme war ein satter Linkschuss von Doan, der knapp am rechten Pfosten vorbeistrich (39.).

Kurz vor der Pause drehte Dortmund mit einem Doppelschlag die Partie: Brandt kontrollierte im Mittelfeld einen Befreiungsschlag, über Sabitzer kam die Kugel zu Ryerson auf der rechten Außenbahn, dessen scharfe flache Hereingabe Guirassy in der Mitte im Duell mit Koch ins lange Eck einnetzte (42.). In der Nachspielzeit schloss Schlotterbeck eine schnörkellose Kombination über Bellingham und Beier sieben Meter vor dem Tor ins lange Eck zum 2:1 ab (45.+1).

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kontrollierten die Gastgeber zunächst die Partie mit viel Ballbesitz, die Eintracht lauerte auf Konter. Einen solchen schloss Chaibi frei vor Kobel sehenswert ins lange Eck ab, stand beim Abspiel von Uzun zuvor aber strafbar im Abseits, der Treffer zählte nicht (54.). Die erste große Dortmunder Chance nach Wiederanpfiff hatte Ryerson nach unfreiwilliger Vorlage von Brown, doch wieder war der sehr gut aufgelegte Zetterer zur Stelle (60.). Wenig später zog Uzun nach schöner Ballstafette über mehrere Stationen aus 18 Metern ab, Kobel parierte (62.).

Die Schlussphase läuteten die Gastgeber ein – mit dem Tor zum 3:1. Bellingham schaltete nach einem Zweikampf von Doan und Inacio im Strafraum am schnellsten, bediente Beier, der sofort in die Mitte flankte, wo Inacio zur Stelle war und aus kurzer Distanz zur Vorentscheidung traf (72.).

Die Dortmunder schienen in den letzten 20 Minuten alles im Griff zu haben, doch dann machten es die Adlerträger in der 87. Minute nach einer Kombination dreier eingewechselter Akteure noch mal spannend: Bahoya zog auf der linken Bahn mit Tempo an Ryerson vorbei und bediente Knauff im Sechzehner, der aus spitzem Winkel Kobel zur Parade zwang; den Abpraller brachte Burkardt aus kurzer Distanz im Tor unter. Kurz danach zog Bahoya selbst aus 16 Metern ab, der Ball strich knapp am rechten Pfosten vorbei (88.).

In den verbleibenden vier Minuten Nachspielzeit passierte dann jedoch nichts mehr und es blieb bei der am Ende knappen 2:3-Niederlage der SGE beim BVB. Das letzte Saisonspiel steigt am Samstag, 16. Mai, 15.30 Uhr, im Deutsche Bank Park gegen den VfB Stuttgart.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Eine unnötige Niederlage, weil wir es in der ersten Halbzeit wirklich gut gemacht haben und einen guten Start hatten mit dem Tor. Dann kriegst du wieder den Doppelschlag, was sich durch die ganze Saison zieht. Dem Pausenrückstand folgt das 1:3. Zu dem Zeitpunkt war Dortmund dominanter. Hintenraus hätten wir dennoch einen Punkt mitnehmen können. Die Moral hat gestimmt. Wir konnten die Muster in den vergangenen Monaten nicht abstellen. Nichtsdestotrotz gilt es, den Fokus jetzt auf Stuttgart zu lenken, um die Saison mit einem Heimsieg abzuschließen und dann zu schauen, wofür es am Ende reicht.

Cheftrainer Albert Riera: Es war in vielen Aspekten das Beste, seit wir zusammenarbeiten. Klar: Wir kamen für Punkte hierher und haben unser Ziel nicht erreicht. Wir haben in dieser Woche viel gesprochen und drei Lösungen entwickelt. Erstens: Die Erfahrenen sollten hervortreten und die Jungen stärken. Zweitens ein Team zu sein. Wir waren eines, haben füreinander gekämpft. Drittens: Kompaktheit, gemeinsam anzugreifen und zu verteidigen. All das haben wir umgesetzt und das ist die Basis. Zeit ist der Schlüssel für alles im Leben. Ich empfinde Dankbarkeit. Dortmund war effektiver. Ein Beispiel: Wir haben gewusst, dass Dortmund 40 Prozent aller Tore über rechts einleitet. Das hatten wir im Griff. Ryerson hatte vor der Pause eine Flanke – das Gegentor zum 1:1. Vielleicht hätten wir bei den Gegentoren vor der Pause aggressiver verteidigen können. Das ist Teil des Spiels.

Mario Götze: Am Ende war es auch die Qualität von Borussia Dortmund, in den entscheidenden Momenten waren sie da. Das tut uns weh, gerade nach der 1:0-Führung. Am Ende muss man in Dortmund 90 Minuten lang gut verteidigen, die Räume schließen und bis zur letzten Minute aufpassen. Nach unserem Tor musste Dortmund kommen, war aggressiver und hatte Möglichkeiten. Das Timing mit den beiden Gegentreffern vor der Pause ist für uns natürlich ungünstig, dann wird es hier sehr schwer. Wir warten nun erst einmal ab, was am Wochenende passiert, dann konzentrieren wir uns auf Stuttgart – für uns ein superwichtiges Spiel, ein Heimspiel. Wir müssen alles in die Waagschale werfen und wissen, dass wir drei Punkte holen müssen. Nur das zählt.

Niko Kovac (Cheftrainer Borussia Dortmund): Wir haben einen sehr guten Heimabschluss erlebt, wurden kalt erwischt, haben uns aber rechtzeitig Chancen erspielt und vor der Pause die Führung erzielt. Die zweite Halbzeit war ein offenes Spiel von beiden Mannschaften mit dem besseren Ende für uns. Die Art und Weise, wie die Mannschaft agiert hat, hat mir bis auf die ersten 15 Minuten gefallen. Deshalb bin ich froh, dass wir die Saison als Zweiter beenden werden. Mit 70 Punkten kann man zufrieden sein.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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