Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Bundesliga 2025/2026 - 32. Spieltag

1:2 (0:0)

Termin: Sa 02.05.2026, 15:30 Uhr
Zuschauer: 59.400
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore: 1:0 Uzun (48.), 1:1 Grönbaek (51.), 1:2 Fabio Vieira (59.)

 

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt
Hamburger SV

  • Zetterer
  • Amenda
  • Skhiri
  • R. Koch
  • Brown
  • Larsson
  • Knauff
  • Uzun
  • O. Höjlund
  • Kalimuendo
  • Burkardt

 


  • Heuer Fernandes
  • Capaldo
  • Torunarigha
  • Omari
  • Jatta
  • Remberg
  • Lokonga
  • Grönbaek
  • Fabio Vieira
  • Glatzel
  • Königsdörffer

 

Wechsel
  • Chaibi für O. Höjlund (61.)
  • Bahoya für Burkardt (61.)
  • Kristensen (90. +12) für Skhiri (61.)
  • Ebnoutalib für Larsson (82.)
  • Amaimouni-Echghouyab für Knauff (82.)
Wechsel
  • Gocholeishvili für Jatta (68.)
  • Downs für Glatzel (68.)
  • L. Vuskovic für Grönbaek (78.)
  • Elfadli für Lokonga (79.)
  • Poulsen für Torunarigha (83.)
Trainer
  • Albert Riera
Trainer
  • Merlin Polzin

 

 

Bittere Heimniederlage

Eintracht Frankfurt unterliegt dem HSV zu Hause 1:2 (0:0). Can Uzun erzielt die zwischenzeitliche Führung (48.).

59.400 Zuschauerinnen und Zuschauer im Deutsche Bank Park, sommerliche 26 Grad Celsius im Stadtwald und zum 100. Mal Fußballbundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV. Drei Spieltage vor Saisonende waren die Rahmenbedingungen gesteckt und für beide Traditionsvereine sowieso tabellarische Anreize geboten, drei Punkte einzuheimsen. Allerdings hielt sich der Ertrag auf dem Rasen erstmal in Grenzen.

Die Norddeutschen kamen mit einer Änderung in der Startelf daher, Albert Sambi Lokonga ersetzte William Mikelbrencis. Eintracht-Cheftrainer Albert Riera schickte im Angriff Ansgar Knauff und Jonathan Burkardt anstelle von Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Love Arrhov ins Rennen. Wechsel mit Wirkung, sowohl bei den Hausherren als auch bei den Hanseaten liefen knapp die Hälfte aller Angriff über die rechte Schiene.

Erwartungsgemäß hatte der Gastgeber etwas mehr vom Spiel, wobei sich der Aufsteiger ebenso wenig versteckte und die Hessen bei deren Spielaufbau zeitweise mit drei Mann zuzustellen versuchten. 60 zu 40 Prozent lautete das Ballbesitzverhältnis nach den ersten 45 Minuten, während denen beide Teams auf Ballsicherheit bedacht waren und jeweils auf rund 87 Prozent Passquote kamen – jedoch selten in den torgefährlichen Räumen.

Auffällig bei der Verteidigungsstrategie: Sowohl Can Uzun als auch Fábio Vieira sahen sich in Albert Grønbaek und Robin Koch zwei engen Bewachern ausgesetzt, Koch verfolgte den Portugiesen bisweilen wie ein Kettenhund bis an den Mittelkreis. Auffällig auch: Beide Spielgestalter verzeichneten trotzdem die gefährlichsten Aktionen, kamen bis zum Pausenpfiff beiderseits auf drei überwiegend verheißungsvolle Abschlüsse.

Den ersten verbuchte die Leihgabe des Arsenal FC. Bakery Jatta und Nicolás Capaldo kombinierten sich über die rechte Außenbahn, die folgende Hereingabe fischte erst Michael Zetterer weg, den Nachschuss von Vieira blockten Ellyes Skhiri und Koch gemeinsam zur Ecke (5.).

Zehn Zeigerumdrehungen darauf beschleunigte zum ersten Mal Uzun eine Frankfurter Passstafette, HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes war beim Distanzversuch zur Stelle (15.). Etwa im Zehnminutentakt ging es weiter. Nach kurzer Trinkpause erwischten die Rothosen, die am Samstag Weiß trugen, den frischeren Restart. Sambi Lokonga zwang Zetterer zur nächsten Parade, Vieira traf anschließend aus weiter Entfernung die Latte (26.).

Dann wieder die Adler. Arnaud Kalimuendo fing die Kugel ab, leitete weiter auf Hugo Larsson, der in der Mitte Uzun bediente, der wieder in Heuer Fernandes seinen Meister fand (38.). Die daraufhin kurz ausgeführte Ecke fand erneut Abnehmer Uzun, der zum dritten Mal gegen Heuer Fernandes, diesmal per Beinabwehr, zweiter Sieg blieb (39.). Nachdem Burkardt eine Flanke von Knauff in Rücklage aufs Gehäuse gebracht, aber Jordan Torunarigha vor der Linie entschärft hatte (43.), war Pause.

Die Kabinen verließen die Mannschaften personell unverändert und mit mehr Zug Richtung Sechzehner. Knauff preschte über rechts durch, fand Burkardt, der freistehend über das Spielgerät schlug (48.). Nächster Angriff, Einzelaktion Uzun, der sich den vierten Schuss nahm und diesmal Heuer Fernandes keine Chance ließ – 1:0 für Eintracht Frankfurt keine drei Minuten nach Wiederbeginn.

Es dauerte nicht lange, bis die ersten Jubelschreie aus dem Hamburger Auswärtsblock drangen. Eine zunächst abgewehrte Ecke von rechts landete im zweiten Anlauf bei Warmed Omari, der von links auf Grønbaek flankte, der im Strafraum unbedrängt auf 1:1 stellte (51.). Dann war es der Däne, der chippte und das Spiel kippte; Vieira hatte im Rücken der Abwehr freies Geleit und versenkte seinerseits den vierten Versuch – 1:2 in der 59. Minute.

Die Reaktion war ein Dreifachwechsel. Farès Chaibi, Rasmus Kristensen und der wiedergenesene Jean-Mattéo Bahoya übernahmen für den gelbvorbelasteten Højlund, Burkardt und Skhiri (61.). Der erhoffte Energieschub blieb aus. Hoffnung brachte etwa ein ruhender Ball mit sich, als Chaibi mit einem direkten Freistoß in der Mauer hängen blieb. Die Überprüfung auf ein mögliches Handspiel fiel zugunsten des HSV aus (75.). In der Folge machte sich immer mehr Unruhe breit, der Aufsteiger nahm im Kampf um den Klassenerhalt jede mögliche Spielunterbrechung dankend an. Zugegeben: Frankfurt fiel gegen massive Nordlichter noch weniger ein, um zum Erfolg zu kommen. Deshalb zog Coach Riera die letzten zwei Pfeile aus dem Köcher und brachte Younes Ebnoutalib und Amaimouni-Echghouyab für Larsson und Knauff (83.).

Die Folge sich häufender Verwarnungen und anderer Nettigkeiten zwischen den Akteuren waren zehn Minuten Nachspielzeit. Das letzte Wort war also nicht gesprochen. Ebnoutalib behauptete den Ball und hämmerte diesen mit dem Rücken zum Tor an die Latte (90. + 3). Ein letzter Energieschub auf Rasen und Rängen in der Overtime, in der Kristensen noch Gelb-Rot sah (90. + 12), ehe Deniz Aytekin um 17.32 Uhr abpfiff. Am 1:2-Endstand änderte sich nichts mehr.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Ich bin sehr verärgert über die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu langsam gespielt und waren abgesehen von ein, zwei Möglichkeiten nicht zwingend. Nach der Pause gehen wir in Führung und bekommen dann relativ schnell das 1:1 und 1:2. Das war viel zu einfach. Ganz ehrlich, wenn uns solche Fehler unterlaufen und wir Leistungen wie diese abrufen, dann haben wir mit dem Kampf um Europa auch nichts zu tun. Keiner kommt an sein Leistungsmaximum, einzeln und als Gruppe; das zieht sich durch die gesamte Saison. Wir haben erneut keinen guten Fußball gespielt und die Leidenschaft und Energie, die wir gerade in Spielen wie diesem brauchen – und die auch das Stadion braucht – nicht auf den Platz gebracht. Die fehlende Energie in unserem Spiel ist einer der wichtigsten Gründe, weshalb wir es nicht schaffen, unsere Leistung abzurufen. Das muss eigentlich die Basis sein, wir bekommen es aber nicht hin. Das ist die Pflicht für die nächsten beiden Spiele. Wir werden die Saison sicherlich nicht abschenken.

Cheftrainer Albert Riera: Wir sind sehr enttäuscht. Die Energie hat gefehlt in der ersten Halbzeit, wir müssen schneller und mit Rhythmus spielen. Nach dem 1:0 kassieren wir die zwei Tore, alles kommt zusammen. Die Energie ging wieder runter, wir waren nicht effizient und die Performance war insgesamt nicht gut genug. Das müssen wir besser machen, wir müssen viel besser spielen. Das ist ein schwerer Abend für uns, für die Fans. Ab morgen müssen wir nach vorne schauen, ich muss der Mannschaft wieder Liebe, Optionen und Lösungen geben. Wir brauchen die Fans, ich bin völlig einverstanden mit ihrer Reaktion. Aber wir stehen zusammen. Zusammen sind wir stärker, um für die sechs Punkte zu kämpfen.

Merlin Polzin (Cheftrainer Hamburger SV): Ein ganz wichtiger Sieg, den sich die Jungs redlich verdient haben. Am meisten hat mir imponiert, wie wir reagiert haben. Nach den Toren; wie die Jungs aufspielen, die reinkommen. Diese Einigkeit in der Mannschaft und im gesamten Klub. Ich bin heute ein glücklicher Trainer.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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