FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 27. Spieltag

2:1 (1:1)

Termin: So 22.03.2026, 15:30 Uhr
Zuschauer: 33.305
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Sölden)
Tore: 1:0 Nebel (6.), 1:1 Brown (20.), 2:1 Nebel (89.)

 

 

>> Spielbericht <<

FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt

  • Batz
  • da Costa
  • Posch
  • Kohr
  • Widmer
  • Kai. Sano
  • Mwene
  • Nebel
  • J.-S. Lee
  • P. Tietz
  • Becker

 


  • Zetterer
  • Collins
  • Amenda
  • Theate
  • Brown
  • Larsson
  • Doan
  • Chaibi
  • Kalimuendo
  • Bahoya
  • Burkardt

 

Wechsel
  • Veratschnig für Mwene (69.)
  • Weiper für P. Tietz (69.)
  • Kawasaki für J.-S. Lee (81.)
  • Maloney für Becker (90.+1)
Wechsel
  • Skhiri für Brown (46.)
  • Amaimouni-Echghouyab für Bahoya (58.)
  • Baum für Collins (64.)
  • Knauff für Chaibi (79.)
  • Uzun für Doan (79.)
Trainer
  • Urs Fischer
Trainer
  • Albert Riera

 

 

Kalte Dusche kurz vor Schluss

Die Eintracht unterliegt in Mainz mit 1:2 (1:1). Nathaniel Brown gleicht zwischenzeitlich aus (20.), der Siegtreffer fällt in der 89. Minute.

Eintracht-Cheftrainer Albert Riera nahm im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen Heidenheim zwei Änderungen in der Startelf vor: Jonathan Burkardt rotierte an alter Wirkungsstätte in Mainz für Ayoube Amaimouni-Echghouyab ins Team, zudem feierte Arthur Theate nach ausgestandener Knieverletzung sein Comeback. Der Belgier spielte anstelle des Gelb-Rot-gesperrten Robin Koch und übernahm auch dessen Kapitänsbinde. Zudem standen Younes Ebnoutalib, Ansgar Knauff und Can Uzun nach teils mehrmonatiger Pause allesamt wieder im Kader.

Die Partie in der Mainzer MEWA Arena begann mit der schnellsten Gelben Karte der Saison: Bei einem Luftduell traf Tietz nach elf Sekunden Chaibi mit hartem Schultereinsatz im Gesicht und wurde von Schiedsrichter Tobias Stieler sofort verwarnt (1.).

Genauso wie das erste Foul den ersten gelben Karton brachte, sorgte auch der erste Mainzer Torschuss für die frühe Führung: Nach einer guten Stafette nach eigenem Einwurf und einem starken öffnenden Pass von Becker hatte Nebel Platz rechts im Strafraum und zog aus zwölf Metern ab; Theate fälschte mit dem langen Bein so unglücklich ab, dass der Ball unhaltbar über SGE-Keeper Zetterer hinweg im langen Eck einschlug (6.).

Es dauerte eine knappe Viertelstunde, ehe die Eintracht die passende Antwort parat hatte. Nach einem geblockten Seitfallzieher von Burkardt kam die Kugel über Chaibi zu Bahoya, der mit Tempo an da Costa vorbeizog und klug in den Rückraum passte, wo der eingelaufene Brown freistehend mit rechts ins lange Eck abschloss (20.).

In einem munteren Bundesligaspiel hatten die Gastgeber den nächsten Abschluss, doch Sanos Distanzschuss nach einer Mainzer Ecke strich links am Tor vorbei (23.). Mitte der ersten Halbzeit hatten die Adlerträger deutlich mehr Ballbesitz, aber die Nullfünfer die besseren Chancen. Nach einem Ballverlust von Collins kam wieder Nebel im Strafraum zum Schuss, aber diesmal konnte Theate mit leidenschaftlichem Einsatz retten (35.). Sekunden später parierte Zetterer stark im Eins gegen Eins gegen Becker (36.). Kurz vor der Pause traf der Ex-Frankfurter Kohr nach scharfer Hereingabe von Brown fast ins eigene Tor, klärte mit langem Bein aber gerade noch ins Toraus. Nach dem folgenden Eckball kam Theate zum Kopfball, Mainz-Schlussmann Batz packte aber sicher zu (43.). Und so ging es mit dem 1:1 in die Halbzeitpause.

Zur zweiten Halbzeit musste Eintracht-Coach Riera wechseln: Brown, der in der ersten Halbzeit einen Schlag auf den Fuß bekam, konnte nicht weitermachen, für ihn kam Skhiri. Den ersten Abschluss nach der Pause hatte Kalimuendo, doch sein Versuch aus 16 Metern wurde von Posch geblockt (51.). Deutlich gefährlicher wurde es zehn Minuten später, als Chabi nach feiner Doan-Flanke an die Latte köpfte – die bis dahin beste Chance für die SGE (61.). Kurz darauf musste auch Collins angeschlagen ausgewechselt werden, für ihn kam Elias Baum (65.).

Die Adlerträger blieben in dieser Spielphase am Drücker. Über Umwege kam ein Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Amaimouni-Echghouyab zu Doan, der aus 17 Metern sofort mit links abzog und Batz im Mainzer Tor zu einer Glanzparade zwang (70.). Spannend wurde es wenige Minuten später, als sich Schiedsrichter Stieler nach VAR-Eingriff einen möglichen Fußtreffer von Amenda an Becker anschaute und tatsächlich ein Foulspiel des Frankfurters erkannte. Doch da in der Entstehung zuvor da Costa ein Foul an Burkardt begangen hatte, gab es keinen Strafstoß für die Gastgeber (78.).

Die Schlussphase eröffneten die Mainzer mit ihrer ersten Chance im zweiten Durchgang. Sano schickte Becker, der frei vor Zetterer abschloss und den rechten Pfosten traf; von dort sprang der Ball an den linken Pfosten und dann zurück ins Feld (84.). In der 89. Minute hatten die Mainzer dann den Lucky Punch auf ihrer Seite: Nach einem Solo von Sano durchs Mittelfeld flankte Widmer aus dem Halbfeld vors Tor, wo Weiper aufs Tor köpfte; Zetterer parierte zunächst noch stark, war beim Nachschuss von Nebel aus kurzer Distanz aber machtlos (89.).

In der achtminütigen Spielzeit warfen die Adlerträger alles nach vorne, kamen aber nicht mehr gefährlich vors Tor der Hausherren, die am Ende der glückliche Sieger in einer ausgeglichenen Bundesligabegegnung waren.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Die Niederlage tut extrem weh und ist ärgerlich. Wir haben nicht gut gespielt und haben uns zu wenige Möglichkeiten erspielt. Die eine richtig gute Chance, die wir hatten, hält der Torwart super. Wir hatten viel Ballbesitz, aber keine Durchschlagskraft. Dann ist es zu wenig. Das Spiel gegen tiefstehende Gegner ist schwierig, dafür haben wir nicht schnell genug gespielt. Wir müssen schneller, vertikaler spielen, um mehr Torchancen zu erwirken. Mainz war giftiger, hat gut umgeschaltet, hatte eine gute Kompaktheit, hat gut verteidigt und die Räume eng gemacht. Jetzt heißt es, den Kopf freizukriegen.

Cheftrainer Albert Riera: Die Spieler wissen, woran es gelegen hat, weshalb wir nicht das Resultat eingefahren haben, das wir uns gewünscht hatten. Wir wissen, wo die Fehler lagen und weshalb wir die Gegentore und gegnerische Chancen zugelassen haben. Das ist wichtig, denn nur wenn man weiß, warum man verloren hat, kann man es verbessern und abstellen. Wenn man das nicht sieht, hat man ein Problem. Wir müssen es defensiv und ohne Ball besser machen. In den vergangenen Spielen, bis auf das Match gegen den FC Bayern, haben wir mehr Chancen kreiert als der Gegner. Natürlich wünsche ich mir, dass wir 25 statt elf Chancen herausspielen. Es liegt in meiner Verantwortlichkeit, den Spielern Optionen und Lösungen an die Hand zu geben, daran arbeiten wir im Training – ich muss ihnen noch mehr Werkzeuge geben.

Jonathan Burkardt: Das Spiel war nicht so, wie wir es uns erhofft haben. Wir waren heute in den entscheidenden Situationen zu nachlässig. Wir haben zu viel zugelassen und zu wenig kreiert. Dazu viel Ballbesitz in Räumen, wo es nicht so wichtig ist. Wir hatten mehr Chancen als gegen Heidenheim, auch paar gute, aber es war trotzdem nicht genug. Das ist schade. Der Abstand ist jetzt wichtig für die Jungs, egal ob sie zur Nationalmannschaft gehen oder hierbleiben. Danach versuchen wir, den letzten Block erfolgreicher zu gestalten. Losgelöst vom Spiel war es schön für mich: Ich habe viele Freunde getroffen, dazu schöne Worte von Christian Heidel und viele bekannte Gesichter.

Urs Fischer (Cheftrainer 1. FSV Mainz 05): Die erste Halbzeit war gut von uns, wir waren präsent und hatten Möglichkeiten, ein zweites Tor zu erzielen. Frankfurt kam besser aus der Pause und hat das System leicht angepasst. Sie hatten viel Ballbesitz, aber nicht immer in den gefährlichen Zonen. Frankfurt kam mit der Zeit aber zu Möglichkeiten, da brauchte es unseren Keeper und das nötige Spielglück. Auch wir hatten aber unsere Chancen hinten heraus und machen dann kurz vor Schluss den Siegtreffer. Dann haben wir es gut wegverteidigt. Wenn man sich den Spielverlauf anschaut, wären beide Teams in der zweiten Halbzeit wohl mit dem Unentschieden zufrieden gewesen. Wir wussten, dass wir heute leiden müssen. Geschafft ist mit dem Blick auf den Klassenerhalt aber noch nichts.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de



 

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