Eintracht Frankfurt - SC Freiburg

Bundesliga 2025/2026 - 24. Spieltag

2:0 (0:0)

Termin: So 01.03.2026, 17:30 Uhr
Zuschauer: 59.000
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Tore: 1:0 Chaibi (64.), 2:0 Bahoya (81.)

 

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt
SC Freiburg

  • Kaua Santos
  • Brown
  • Amenda
  • R. Koch
  • Collins
  • Larsson
  • Kalimuendo
  • M. Götze
  • O. Höjlund
  • Bahoya
  • Burkardt

 


  • Atubolu
  • Treu
  • Ginter
  • Ogbus
  • Günter
  • M. Eggestein
  • Osterhage
  • Y. Suzuki
  • Grifo
  • Matanovic
  • Höler

 

Wechsel
  • Zetterer für Kaua Santos (5.)
  • Doan für M. Götze (63.)
  • Chaibi für O. Höjlund (64.)
  • Amaimouni-Echghouyab für Burkardt (77.)
  • Skhiri für Larsson (77.)
Wechsel
  • Scherhant für Grifo (72.)
  • Irié für Höler (72.)
  • Höfler für Osterhage (80.)
Trainer
  • Albert Riera
Trainer
  • Julian Schuster

 

 

Chaibi und Bahoya treffen zum Heimsieg

Die Eintracht besiegt den SC Freiburg mit 2:0 (0:0). Chaibi netzt 44 Sekunden nach seiner Einwechslung (64.), Bahoya erhöht (81.).

Im Vergleich zum 2:3 gegen die Bayern in der Allianz Arena in der Vorwoche nahm Cheftrainer Albert Riera vier Änderungen vor. Zum einen kehrte der wiedergenesene Robin Koch in die Anfangsformation zurück, darüber hinaus spielten Jonathan Burkardt (startete erstmals seit Ende November), Mario Götze und Arnaud Kalimuendo von Beginn an. Damit startete die Eintracht im Grunde genommen sehr ähnlich zur Aufstellung nach dem Dreifachwechsel in der 60. Minute von München, als die Adlerträger fast noch die Aufholjagd nach dem 0:3 gekrönt hätten.

Nach wenigen Sekunden war bereits Feierabend für Kaua Santos, der 17 Meter vor seinem Tor klärte und ihm Igor Matanovic unglücklich auf den Knöchel stieg. Eine Behandlungspause half nicht, Michael Zetterer kam für den Brasilianer (5.). Es war der früheste Torwartwechsel in der Bundesliga seit fast 35 Jahren. Beide Mannschaften gingen in der Anfangsphase vorne drauf und versuchten zugleich, Spielkontrolle zu erlangen. Im Spiel mit Ball rückte Nathaniel Brown von der ungewohnten rechten Seite in die Mitte und bildete gerne eine Doppelacht mit Götze, über die linke Schiene kam dafür Nnamdi Collins. In der Anfangsphase liefen viele Angriffe über die rechte Seite, wo Kalimuendo die Freiburger Defensive beschäftigte.

Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe es richtig gefährlich wurde. Brown zog aus 18 Metern halbrechter Position ab, zwang Noah Atubolu zu einer Glanzparade – und der Freiburger Keeper reagierte auch beim Nachschuss von Burkardt reaktionsschnell. Der Nationaltorhüter war auch gegen Kalimuendo zur Stelle, als dieser Bruno Ogbus hatte aussteigen lassen und dann aufs lange Eck zog (29.).

Nach einer halben Stunde verbuchten die Gastgeber vor 59.000 Zuschauern 4:0 Torschüsse, Freiburg hatte überhaupt erst zwei Strafraumaktionen. Bis zur Pause waren die Gastgeber Herr im Haus, wollten sich die defensiv kompakten Freiburger zurechtlegen, fanden aber noch nicht die Lücke trotz rund 60 Prozent Ballbesitz. Die beste Gelegenheit vergaben dann tatsächlich die Gäste, als Günter über links flankte und Matanovic am Fünfer zum Kopfball kam. Das Leder trudelte an den Pfosten (45. + 2).

Die Eintracht kam zwar druckvoll aus der Kabine, der SCF konterte aber gefällig und kam durch Grifo zum Abschluss – Zetterer war im kurzen Eck auf dem Posten (50.). In der Folge entwickelte sich in Phasen wieder das Spiel aus der ersten Hälfte, als die Adlerträger mit viel Disziplin die Möglichkeit suchten, hinter die Kette der Freiburger zu kommen. Immer wieder war jedoch im entscheidenden Moment ein Bein oder ein anderes Körperteil der Breisgauer im Weg.

Nicht so in der 64. Minute. Collins schickte Farès Chaibi mit dem Außenrist in den freien Raum, der Algerier schloss aus halblinker Position mit links ins lange rechte Eck ab. 1:0 für die Eintracht, Chaibi war exakt 44 Sekunden auf dem Platz. Gemeinsam mit dem Ex-Freiburger Ritsu Doan war er kurz zuvor eingewechselt worden.

Die Elf von Albert Riera ging danach auf das 2:0, hatte einige Halbchancen, spielte diese aber meistens nicht genau genug zu Ende. Gleichzeitig hielten die Adlerträger den Gegner weit weg vom eigenen Tor, Freiburg kam kaum zu Aktionen im Frankfurter Drittel. Die Gäste versuchten zwar, zum Schlussspurt anzusetzen, die Eintracht stand aber defensiv stabil und ließ nichts mehr anbrennen.

Stattdessen erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Chaibi überlupfte butterweich den Gegenspieler und schickte damit Jean-Mattéo Bahoya wieder über die linke Seite, der das Leder ebenso feinfüßig über Atubolu ins lange Eck hob (81.). Chaibi war damit auch am zweiten Tor beteiligt.

Kalimuendo hatte noch die Möglichkeit zum 3:0, scheiterte aber an Atubolu (88.). Es blieb beim 2:0 und damit ein verdienter Sieg im Deutsche Bank Park, der zweite in Folge nach dem 3:0 gegen Mönchengladbach.

Stimmen zum Spiel

Vorstandssprecher Axel Hellmann: Wir haben einen anderen Zug auf dem Platz. Wir haben eine andere Fokussierung, sind kompakter, aggressiver. Deswegen gewinnen wir wieder Spiele. Es geht darum, dass auch mal die Mannschaft ein Zeichen setzen kann und nicht immer nur die Ränge. Das haben wir geschafft. Entscheidend ist, dass wir da am Drücker bleiben und die Mannschaft diese Kompaktheit hat. Hier in diesem Stadion sind alle zufrieden, wenn du Zweikämpfe führst, wenn du Zweikämpfe gewinnst, wenn du schnellen Fußball spielst. Es muss auch nicht immer alles gelingen, aber es ist nicht schwer, dieses Stadion zu erwecken. Ich kann mich an kein Spiel gegen Freiburg in den vergangenen Jahren erinnern, in dem es nicht um irgendetwas ging. Das ist für uns schon gelebte Realität. Wie ich auf der Mitgliederversammlung gesagt habe: Ich habe diese Saison nicht abgehakt. Es soll bitte keiner glauben, Eintracht Frankfurt würde eine Saison um den 20. Spieltag herum abhaken. Wir können auf der Zielgeraden noch große Dinge schaffen. So wollen wir von Spiel zu Spiel die Themen angehen und gucken, wohin die Füße uns tragen.

Cheftrainer Albert Riera: Gratulation an meine Mannschaft. Die Spieler haben angeknüpft an die zweite Halbzeit in München, in der sie trotz eines 0:3-Rückstands an unserem Plan festgehalten haben – das war für mich ein wichtiges Signal. Mit diesem Wissen sind wir in eine gute Trainingswoche gegangen, an deren Ende ein sehr wichtiges Spiel gewartet hat. Damit sollen sich die Spieler vorab aber nicht beschäftigen. Wir haben gewonnen, es war aber nicht alles gut. Wir können uns noch verbessern. Die Punkte, die ich meine, sage ich den Spielern aber hinter verschlossenen Türen. Ich will die Spieler besser machen, sie sollen das Spiel genießen und sich mit den Ideen, die wir ihnen mitgeben, wohlfühlen. Genau das habe ich gegen Freiburg in der zweiten Halbzeit gesehen. Die Positionierung der Spieler mache ich immer vom Gegner und deren System abhängig. Zum Beispiel der Seitentausch von Nnamdi Collins und Nene Brown. Nach dem Spiel habe ich Nene gefragt: „Hast du im Spiel gemerkt, was ich dir vor dem Spiel gezeigt habe?“ – ja, das hat er, er hat den Plan hinter der Idee verstanden. Bei Kaua Santos müssen wir Daumen drücken, am Montag sind wir schlauer. Michael Zetterer war sofort bereit, wie jeder andere Spieler will er nur dem Team helfen – jeder Spieler muss wissen, dass er wichtig für die Mannschaft ist, der Zeitpunkt kommt.

Julian Schuster (Cheftrainer SC Freiburg): Gute Besserung an Kaua Santos. Diese Situation ist symptomatisch, hier hätten wir schon in Führung gehen können. Es war ein Spiel der verpassten Möglichkeiten. Wir haben zu viel liegen gelassen. Sinnbildlich war auch wieder Igors Kopfball kurz vor der Pause, ich habe den Ball schon drin gesehen. Wir wollten auswärts ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt, das haben wir geschafft. Wir haben dafür gesorgt, dass Frankfurt nicht in seine Pressingmomente kommt. Umso ärgerlicher, dass aus so einer Situation das 0:1 entsteht. Da waren wir nach Ballverlust uns nicht schnell genug einig, das hat Frankfurt ausgenutzt. Wenn Frankfurt zu Hause in Führung geht, gibt das Sicherheit und Vertrauen. Das hätte ich mir für uns gewünscht. Vor dem 0:2 verteidigen wir die Tiefe nicht gut. Das kann bestraft werden, und das ist passiert. Es ist ärgerlich, dass wir hier verloren haben. Es war eine Leistung, die uns in den nächsten Wochen helfen kann.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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