FC Bayern München - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 23. Spieltag

3:2 (2:0)

Termin: Sa 21.02.2026, 15:30 Uhr
Zuschauer: 75.000
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Sindelfingen)
Tore: 1:0 Pavlovic (16.), 2:0 Kane (20.), 3:0 Kane (68.), 3:1 Burkardt (77., Elfmeter), 3:2 Kalimuendo (86.)

 

 

>> Spielbericht <<

FC Bayern München
Eintracht Frankfurt

  • Urbig
  • Stanisic
  • Upamecano
  • M.-J. Kim
  • Davies
  • Kimmich
  • Pavlovic
  • Olise
  • Musiala
  • Luis Diaz
  • Kane

 


  • Kaua Santos
  • Collins
  • Skhiri
  • Amenda
  • Brown
  • Larsson
  • Amaimouni-Echghouyab
  • Doan
  • O. Höjlund
  • Bahoya
  • Dahoud

 

Wechsel
  • H. Ito für Davies (50.)
  • Bischof für Pavlovic (77.)
  • Gnabry für Musiala (78.)
  • Tah für Kimmich (90.+4)
  • Goretzka für Olise (90.+4)
Wechsel
  • Burkardt für Dahoud (60.)
  • Kalimuendo für Amaimouni-Echghouyab (60.)
  • M. Götze für Doan (60.)
  • Chaibi für Skhiri (77.)
  • Baum für O. Höjlund (77.)
Trainer
  • Vincent Kompany
Trainer
  • Albert Riera

 

 

Harter Kampf in der Schlussphase

Die Eintracht unterliegt in München mit 2:3 (0:2). Nach 0:3-Rückstand verkürzen Burkardt per Elfmeter (77.) und Kalimuendo (86.), die Aufholjagd wird am Ende nicht belohnt.

Wie am vergangenen Samstag nach ihren Einwechslungen ersetzten Collins und Dahoud die verletzten Kristensen und Kalimuendo. Den erkrankten Robin Koch vertrat Skhiri. Außerdem begannen Højlund anstelle von Götze. Burkardt kehrte erwartungsgemäß in den Kader zurück und Nathaniel Brown trug erstmals die Kapitänsbinde. Bei den Bayern stand Jamal Musiala erstmals seit 4. April 2025 in der Startelf.

Erwartet dominant begann der Rekordmeister vor heimischer Kulisse, die ersten Angriffe sorgten aber noch nicht für die große Gefahr. Die Eintracht, vor allem defensiv sehr gefordert, wagte in der 13. Minute erstmals mit Ritsu Doan und Ayoube Amaimouni-Echghouyab über die rechte Seite einen Ausflug tief in die Hälfte der Münchener, ohne dabei jedoch gefährlich in den Strafraum vordringen zu können. Stattdessen legten die Bayern eine weitere Schippe drauf und nachdem Ellyes Skhiri kurz vorher noch einen Ball auf der Linie klären konnte (15.), gingen die Bayern nur eine Minute später mit 1:0 in Führung. Einen zu kurz geklärten Ball nahm Aleksandar Pavlovic humorlos direkt und ließ Kaua Santos, der den Ball spät sah, keine Chance.

Nur vier Minuten später erhöhte Harry Kane mit seinem 501. Profitor auf 2:0. Nach einer Ecke ließ Josip Stanisic den Ball am kurzen Pfosten über den Scheitel rutschen, sodass der Engländer im Zentrum nur noch den Kopf reinhalten musste, um die Führung auszubauen. Beide Tore erzielten die Bayern damit nach Ecken.

Während die Hausherren im weiteren Spielverlauf durch Kane und Musiala zu weiteren Abschlusschancen kamen, brauchten die Frankfurter, zur Pause immerhin mit 48 Prozent Ballbesitz, bis zur 39. Minute, um erstmals einen Schuss auf das Tor von Jonas Urbig abgeben zu können. Der Versuch von Jean-Mattéo Bahoya war allerdings sichere Beute für den Keeper – und die einzige Aktion im gegnerischen Strafraum der Eintracht in der ersten Halbzeit.

Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Adlerträger die erste offensive Aktion auf der Habenseite, bevor erstmal vor allem Kaua Santos im Fokus stand. Der brasilianische Schlussmann hielt sein Team gleich mit mehreren sehenswerten Parade in der Partie. Zunächst mit einer Rettungstat aus kurzer Distanz (48.), dann zwei Mal mit einer sehenswerten Fußabwehr (54., 59.).

Während die Eintracht nun hinten die Tore verhinderte, hätte vorne um ein Haar ein Joker gestochen. Nur wenige Augenblicke nachdem Riera bei der Eintracht mit Arnaud Kalimuendo, Mario Götze und Jonathan Burkardt gleich drei frische Offensivkräfte gebracht hatte, hätte eine Koproduktion eben dieser drei fast den 1:2-Anschluss bedeutet, doch der schwer zu verwertende Ball von Burkardt ging nur an den Pfosten (62.). Es war der erste Höhepunkt einer merklich stärkeren zweiten Halbzeit der Eintracht, die in der 68. Minute dann jedoch den nächsten Nackenschlag hinnehmen musste. Einen Fehlpass aus der eigenen Abwehr heraus bestrafte Kane eiskalt und versenkte die Kugel zum 3:0 (68.).

Auch nach dem dritten Gegentreffer versuchte die SGE weiter ins Spiel zurück bekommen und wurde für ihr Engagement dann tatsächlich belohnt. Ein in Realgeschwindigkeit kaum zu erkennendes Foulspiel von Harry Kane an Oscar Højlund rief den VAR auf den Plan, den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Burkardt sicher um 1:3. Die Eintracht in der Folge mit noch mehr Zutrauen und mittlerweile sogar mehr vom Spiel. In der 81. Minute lief Kalimuendo mit dem Ball am Fuß in Richtung Bayern-Tor, sein Abschluss von außerhalb des Strafraums ging jedoch über die Querlatte.

Die Eintracht ließ dennoch nicht locker und holt zuerst eine Ecke durch die eingewechselten Farés Chaibi und Elias Baum heraus, bevor Kalimuendo einen riskanten Querpass von Josua Kimmich vor das eigene Tor nutzte und auf 2:3 aus Sicht der Eintracht verkürzte (86.). Am Ende war es Min-Jae Kim, der in höchster Not nicht mehr vor dem Frankfurter Angreifer klären konnte, der aus kurzer Distanz das Leder über die Linie drückte. Damit waren die Hessen endgültig zurück in einer Partie, die wenig später in eine siebenminütige Nachspielzeit ging. Zwar waren die Adlerträger bis zum Schluss gewillt sogar noch den kaum für möglich gehaltenen Ausgleich zu erzielen – Mario Götze hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch das 3:3 auf dem Fuß. Letztlich blieb es aber bei der knappen Niederlage für die vor allem im zweiten Durchgang bravourös kämpfende Eintracht.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Man muss schon sagen, dass wir in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten hatten. Die Bayern waren sehr dominant und wir hatten zu viele einfache Fehler und Ballverluste. Trotzdem fallen die ersten beiden Gegentore nach einem zweiten und einem ruhenden Ball. Danach war es wichtig, erstmal mit einem 0:2 in die Pause zu gehen. In der zweiten Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht, haben besser Fußball gespielt und waren mutiger. Die Einwechslungen haben nochmal richtig Schwung gebracht. Da hat man vielleicht auch gesehen, was uns in den vergangenen Wochen und Monaten ein ums andere Mal gefehlt hat. Ehrlicherweise haben die Bayern auch ein bisschen zurückgeschaltet und trotzdem die eine oder andere Chance gehabt, die Kaua Santos super hält. Insgesamt war die zweite Halbzeit ein Schritt nach vorne.

Cheftrainer Albert Riera: Wir haben gesehen, dass es Dinge gibt, die wir verbessern und an denen wir arbeiten müssen. Gerade die erste Halbzeit war schwer für uns, wir mussten leiden und hatten viele Eins-gegen-eins-Situationen zu überstehen. Bayern ist Bayern, sie pressen einen überall. Sich daraus zu befreien, ist enorm schwer. In der zweiten Halbzeit haben wir ein paar Kleinigkeiten angepasst. Auch die Wechsel haben uns gutgetan. Wir haben häufiger die torgefährlichen Räume gefunden. Was ich immer erwarten kann von meinen Spielern, sind Attribute wie Charakter, Positivität und Persönlichkeit. Wenn technisch oder taktisch nicht immer alles klappt, kann ich das vergeben – und schauen, wie wir uns verbessern. Auch wenn wir verloren haben, kann uns das Auftreten nach der Pause einen Schub und weiteres Selbstvertrauen geben.

Vincent Kompany (Cheftrainer FC Bayern): Die ersten 60, 70 Minuten waren sehr überzeugend und wir haben uns sehr viele Möglichkeiten herausgespielt. Dann kommt der Fehler vor dem Elfmeter. Ich verstehe, wie ein Stürmer in solch eine Situation kommt. Ein bisschen schade für Harry. Beim Stand von 3:1 oder 2:0 ist immer alles möglich, egal ob gegen Frankfurt oder einen anderen Gegner. Bei zwei Toren Unterschied ist es nie vorbei. In diesem Moment haben wir vielleicht nicht die Intensität gebracht, die wir bis dahin hatten. Daraus kann man lernen. Aber den Sieg über die Linie gebracht zu haben, zeugt von Charakter.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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