Eintracht Frankfurt - Tottenham Hotspur

UEFA Champions League 2025/2026 - Ligaphase, 8. Spieltag

0:2 (0:0)

Termin: Mi 28.01.2026, 21:00 Uhr
Zuschauer: 58.000
Schiedsrichter: Jesus Gil Manzano (Spanien)
Tore: 0:1 Kolo Muani (47.), 0:2 Solanke (77.)

 

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt
Tottenham Hotspur

  • Kaua Santos
  • Amenda
  • R. Koch
  • Theate
  • Skhiri
  • Buta
  • O. Höjlund
  • Larsson
  • Brown
  • M. Götze
  • Knauff

 


  • Vicario
  • Spence
  • Romero
  • Danso
  • Udogie
  • Joao Palhinha
  • A. Gray
  • Odobert
  • P. Sarr
  • Xavi
  • Kolo Muani

 

Wechsel
  • Doan für Brown (72.)
  • Chaibi für Skhiri (72.)
  • Dahoud für O. Höjlund (72.)
  • Dills für M. Götze (83.)
  • Bahoya für Larsson (83.)
Wechsel
  • Solanke für Odobert (73.)
  • Scarlett für Kolo Muani (84.)
  • Byfield für Udogie (89.)
Trainer
  • Dennis Schmitt
Trainer
  • Thomas Frank

 

 

Das war's

Eintracht Frankfurt unterliegt in der UEFA Champions League Tottenham Hotspur mit 0:2 (0:0). Dills gibt sein Profidebüt.

Noch einmal Königsklasse im Deutsche Bank Park in dieser Saison, gegen die Tottenham Hotspur beschlossen die Adlerträger am Mittwochabend die Ligaphase der UEFA Champions League. Für den achten und damit letzten Spieltag nahm Eintracht-Interimstrainer Dennis Schmitt sechs Veränderungen in seiner Startelf gegenüber dem jüngsten Bundesligamatch gegen Hoffenheim vor: Von Beginn an standen Arthur Theate, Oscar Højlund, Hugo Larsson, Aurélio Buta, Mario Götze und Ansgar Knauff auf dem Rasen. Dafür nahmen Farès Chaibi, Rasmus Kristensen, Ritsu Doan und Nnamdi Collins zunächst auf Bank Platz.

Arnaud Kalimuendo war indes nicht spielberechtigt, Can Uzun fehlte verletzungsbedingt. Für Højlund war es die erste Startelfnominierung im Europapokal, für Buta die erste in der laufenden Champions-League-Runde.

Bis zur ersten Schrecksekunde dauerte es nicht einmal zwei Minuten, als der Ball hinter Kaua Santos im Netz zappelte – der ehemalige Leipziger Xavi Simons stand goldrichtig und staubte ab. Doch Schiedsrichter Jesús Gil Manzano unterbrach die Jubeltraube der weiß gekleideten Spurs postwendend, in der Entstehung des Treffers bewegte sich Destiny Udogie im Abseits. Weiterhin 0:0 (2.). Nach einem Kopfball von João Palhinha, einst für den FC Bayern am Ball, den Santos zur Ecke klärte (11.), ließ auch Frankfurt erstmals offensiv aufhorchen. Nach einer Balleroberung durch Götze kam der Ball über Larsson und Højlund zu Buta, doch der Portugiese blieb auf Höhe der Strafraumgrenze in Tottenhams Hintermannschaft hängen (13.). Sechs Minuten später schickte Ellyes Skhiri einen Chip-Ball mit dem Adressat Götze auf Reisen, doch dieser kam im Strafraum nicht an den Ball – ein Stück zu weit.

Mit weiteren Strafraumszenen hielten sich in den folgenden Minuten beide Mannschaften zurück, ehe die Gäste aus dem Norden Londons doppelt für Gefahr sorgten: Zunächst setzte Wilson Odobert einen Flachschuss an den Pfosten (29.), ehe kurz darauf Simons beinahe einen fehlgeleiteten Pass von Santos ausnutzte, kurz vor knapp aber dann doch am sich breit machenden brasilianischen Schlussmann scheiterte (30.).

Im letzten Drittel der ersten Halbzeit erspielte sich Tottenham zwar eine optische Überlegenheit auf dem Feld, hatte teils über 60 Prozent Ballbesitz und führte zudem die Torschussstatistik an, doch die dickste Chance der Schlussphase gehörte den Hausherren: Skhiri bediente Larsson mustergültig mit einem langen Ball, der Schwede zog in den Sechzehner und haute den Ball an die Latte (44.). Keine Tore zur Pause, der Expected-Goals-Wert von 0,27 zu 0,33 bewegte sich in diesem Fall nah am tatsächlichen Spielverlauf und -stand.

Wie im ersten Durchgang dauerte es auch nach dem Wiederanpfiff keine zwei Minuten, bis der Ball im Frankfurter Tor lag – nur diesmal zählte der Treffer. Eine Flanke von Simons legte Cristian Romero per Kopf in die Mitte, wo Randal Kolo Muani aus kurzer Distanz einschob (47.). Kalte Dusche bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt im Stadtwald.

Beinahe gelang den Hessen die schnelle Antwort, als Buta nach Zuspiel von Skhiri frei vor Guglielmo Vicario auftauchte, aber nicht genügend Druck hinter den Abschluss bekam (53.). Die Eintracht versuchte, den Rückstand schnellstmöglich aus den Kleidern zu schütteln und tauchte bei über 78 Prozent Ballbesitz in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit mehrmals rund um Tottenhams Strafraum auf, konnte aber keinen entscheidenden Nadelstich setzen. Derweil bot sich auf der Gegenseite Pape Sarr die Gelegenheit, Santos war allerdings zur Stelle (63.).

In der 72. Minute schickte Dennis Schmitt drei frische Kräfte auf den Platz, für Højlund, Skhiri und Brown wirkten fortan Farès Chaibi, Mo Dahoud und Ritsu Doan mit. Was folgte, war allerdings der zweite Gegentreffer: Dahoud verlängerte einen Ball unglücklich in den Lauf des ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Dominic Solanke, der wenige Augenblicke später flach ins lange Eck abschloss (77.).

War es in der Woche zuvor in Baku Alexander Staff, der in der Königsklasse sein Profidebüt mit dem Adler auf der Brust gab, so wurde am Mittwochabend Marvin Dills erstmals in einem Profipflichtspiel eingesetzt – in der 83. Minute kam außer Dills auch Jean-Mattéo Bahoya ins Spiel. Selbiges erlebte in den Schlussminuten keine weiteren Höhepunkte mehr, es blieb beim 0:2 aus heimischer Sicht zum Abschied aus Europa in dieser Saison.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Wir müssen in gewissen Situationen nach vorne zielstrebiger sein. Zudem müssen wir robuster werden, die intensiven Zweikämpfe sind in der Champions League noch einmal etwas anderes als in der Bundesliga. In der Champions League führen kleine Fehler sofort zu Torchancen und größere häufig zu Gegentoren, wir müssen da eine andere defensive Konsequenz entwickeln – das müssen wir lernen. Wir haben eine junge Mannschaft und eine junge Mannschaft hat auch immer Raum zu wachsen. Wir werden daraus lernen, aus negativen Erlebnissen lernt man am meisten. Die Jungs werden gestärkt daraus hervorgehen, die Champions League war eine gute Erfahrung. Wir sind enttäuscht, weil wir uns das in der Champions League anders vorgestellt hatten, auch wenn wir bei der Auslosung die schwersten Paarungen bekommen haben. Wir müssen als Mannschaft unsere Erfahrungen daraus ziehen, so entwickeln wir uns weiter. Heute haben wir es defensiv ordentlich gemacht und es war ein Schritt in die Richtung, was eine gewisse Kompaktheit und Stabilität angeht. Vorne fehlt uns der ein oder andere Offensivspieler, das muss man auch sagen – das sieht man gegen Gegner wie Tottenham. Am Samstag gegen Leverkusen wird das aktuelle Trainergespann auf der Bank sitzen.

Mario Götze: Die acht Spiele in Summe bewertet verlief die Champions-League-Saison für uns enttäuschend. Wir wussten nach der Auslosung natürlich, dass es schwer wird. Wir haben nach den Misserfolgen der vergangenen Wochen zum Abschluss nochmal alles versucht und trotz allem einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, die Fans teilweise zurückgewonnen. Gerade nach Samstag ist die Reaktion der Fans super wichtig für uns gewesen. Wichtig bleibt weiter, dass wir zusammenrücken, Zusammenhalt zeigen und leben, nach vorne schauen und den vollen Fokus auf die Bundesliga haben.

Thomas Frank (Cheftrainer Tottenham Hotspur): Wir sind sehr happy mit der Performance. Die Spieler haben Charakter gezeigt. Wir hatten das Spiel fast vollständig unter Kontrolle, eine große Sache. Wir haben 17 Punkte, sechs Spiele ohne Gegentor, Tabellenvierter – das ist beeindruckend. Wir haben viel kreiert, waren defensiv stabil und haben offensiv überzeugt. Ich bin sehr zufrieden. Die Fans waren fantastisch und haben uns super unterstützt.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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