|
Eintracht Frankfurt -
TSG Hoffenheim |
![]() |
Bundesliga 2025/2026 - 19. Spieltag
1:3 (1:0)
Termin: Sa 24.01.2026, 15:30 Uhr
Zuschauer: 58.500
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Tore: 1:0 Kalimuendo (18.), 1:1 Moerstedt (52.), 1:2 Kabak (60.), 1:3 Amenda (65., Eigentor)
| Eintracht Frankfurt |
TSG Hoffenheim |
|
|
Wechsel
|
Wechsel
|
Trainer
|
Trainer
|
| Niederlage gegen Hoffenheim Die Eintracht muss sich im Deutsche Bank Park dem Klub aus dem Kraichgau 1:3 (1:0) geschlagen geben. Für die Hessen trifft Arnaud Kalimuendo (18.). Mit drei Änderungen in der ersten Elf im Vergleich zum Champions-League-Spiel unter der Woche in Baku startete die Eintracht ins erste Heimspiel der Bundesligarückrunde gegen die TSG Hoffenheim. Aurèle Amanda, Farès Chaibi und Arnaud Kalimuendo durften von Beginn an ran, dafür nahmen Ansgar Knauff, Hugo Larsson und Artur Theate zunächst auf der Auswechselbank Platz. Ritsu Doan absolvierte am Samstag sein 150. Spiel im Oberhaus. Die Eintracht startete engagiert in das Aufeinandertreffen mit der TSG. Während die Gäste zunächst abwertend agierten, übernahm die SGE vor eigenem Publikum die Initiative. Und hatte in der fünften Minute durch Arnaud Kalimuendo den ersten Abschluss der Partie, der aus spitzem Winkel jedoch seinen Meister in Oliver Baumann fand. Es dauert bis zur 18. Minute, bevor dieses direkte Duell in die nächste Runde ging – diesmal zu Gunsten des Frankfurter Stürmers. Can Uzun hatte den Franzosen per Heber im Strafraum bedient, der den Ball einen Wimpernschlag später wuchtig in die Maschen schoss und dem Keeper keine Chance ließ. Nach diesem Weckruf legten auch die Hoffenheimer ihre Passivität ab und kamen nur zwei Minuten nach dem Rückstand beinahe zum Ausgleich, doch ein Kopfball von Ozan Kabak nach einer Ecke landete am Pfosten. In der 39. Minute zeichnete sich Kaua Santos mit einer starke Parade aus, als er einen Schlenzer von Fisnik Asllani zur Ecke abwehrte. Zwar boten sich der Mannschaft von Interimstrainer Dennis Schmitt noch die eine oder andere Kontergelegenheit, allerdings fehlte es den Adlerträgern dabei zu häufig an Genauigkeit. Dafür war Santos noch ein weiteres Mal zur Stelle, in der Nachspielzeit wischte der Brasilianer aus kürzester Distanz einen Kopfball von der Linie und hielt die Kugel anschließend noch fest. Spektakulär. Damit blieb es bei der Frankfurter Führung zur Pause. Nach dem Seitenwechsel war es zunächst die Eintracht, die früh zu einer Torchance kam. Nach einem Eckball landete der zweite Ball bei Chaibi, dessen Schuss von der Strafraumkante Oliver Baumann jedoch nicht in Verlegenheit bringen konnte (48.). Vier Minuten später hatte dann auch die TSG Hoffenheim ihre erste Torchance nach der Pause und traf zum 1:1-Ausgleich. Auf der linken Seite hatte Wouter Burger zu viel Platz und fand mit einer Flanke den Kopf von Max Moerstedt. Die Kraichgauer blieben nun am Drücker und setzten die Eintracht weiter unter Druck. In der 60. Minute ergab sich die nächste Abschlusschance für Hoffenheim und wieder zappelte der Ball im Netz. Diesmal war es Ozan Kabak, der ebenfalls per Kopf das Spiel zu Gunsten der Gäste dreht. Der Eintracht, bei der inzwischen Ansgar Knauff und Hugo Larsson auf dem Feld standen, gelang es nicht, die Spielkontrolle zurückzugewinnen. Stattdessen kam auch noch Pech dazu für die Frankfurter, denn in der 65. Minute erhöhten die Gäste auf 3:1. Diesmal war es Vladimir Coufal, der seinen Namen auf den Videowürfel brachte. Seine als Flanke gedachte Hereingabe wurde für Santos unhaltbar abgefälscht und fiel ins lange Eck. Mit dem zweiten Doppelwechsel der zweiten Hälfte brachte Schmitt Jean-Mattéo Bahoya und Ayoube Amaimouni-Echghouyab ins Spiel (72.). Die Partie verflachte nun zusehends. Hoffenheim konzentrierte sich auf eine kompakt stehende Defensive, während die Adlerträger bemüht, aber ohne die nötige Durchschlagskraft und Präzision blieben. Somit endete die Partie mit einem 1:3 aus hessischer Sicht und dem ersten Hoffenheimer Sieg in Frankfurt seit April 2016. Stimmen zum Spiel Sportvorstand Markus Krösche: Ich kann die Enttäuschung der Fans verstehen, wir haben in den vergangenen Wochen wenig dazu beigetragen, um Freude zu entfachen – das muss man ehrlicherweise sagen. Erstens die Ergebnisse, ein Stück weit aber auch die Art und Weise. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht und hatten eine gute Struktur, wir haben bis auf die eine Situation, in der Kaua super hält, so gut wie nichts zugelassen. Dann bekommen wir aus einem Umschaltmoment das Gegentor, wir bekommen diese Dinge nicht verteidigt. Dann zeigt sich das Thema Selbstvertrauen, die Jungs werden passiver. So wird es in der Bundesliga schwierig, wieder nach vorne spielen zu können und Balleroberungen zu haben. Es folgen eine Standardsituation und ein abgefälschtes Tor. Wir müssen da jetzt gemeinsam durch. Es ist eine schwierige Phase, in den vergangenen vier, fünf Jahren vielleicht die schwierigste Phase. Wir werden gemeinsam da rauskommen. Fußball findet zu großen Teilen im Kopf statt. In der Defensive stehen die Spieler, mit denen wir in der vergangenen Saison die Champions League erreicht haben. Es hat mit Automatismen und Sicherheit zu tun, auf der anderen Seite auch mit Selbstvertrauen – mit dem Gegentor läuft sofort ein Film ab und wir fallen zurück in diese Passivität, die uns in den vergangenen Wochen ereilt hat. Wir können es nur gemeinsam schaffen. Wir haben noch viele Spiele und noch immer eine vernünftige Ausgangsposition. Trotzdem ist es gerade eine schwierige Phase: Da müssen die Jungs durch, da müssen wir als Klub durch, da müssen wir Verantwortliche durch. Das Wichtigste in solchen Situationen ist, klar zu sein, Dinge anzusprechen, gewisse Dinge zu sanktionieren und eine Gemeinschaft und Einheit zu sein. Interimstrainer Dennis Schmitt: Hinten raus war es ein verdienter Sieg für Hoffenheim. Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen, hatten eine ordentliche Stabilität und haben viele Dinge, dir wir uns vorgenommen hatten, umgesetzt – so sind wir in Führung gegangen. Wir hatten anschließend etwas Glück, als Hoffenheim den Pfosten trifft, und bei einer Chance, die Kaua hält. Aber auch wir hatten noch Umschaltmomente, waren aber zu ungenau oder haben falsche Entscheidungen getroffen. Das Stadion war in der ersten Halbzeit sehr laut und hat uns unterstützt, auch weil wir in Vorleistung gegangen sind und viel investiert haben. Nach dem ersten Gegentor konnten wir nicht mehr dagegenhalten, da müssen wir ehrlich sein. Nach dem Gegentor sind wir in alte Muster verfallen, da müssen wir stabil bleiben, mit Rückschlägen umgehen, wieder Kontrolle erlangen und uns durch gute Aktionen ins Spiel zurück arbeiten. Das haben wir nicht geschafft. Wir werden die Dinge klar analysieren: die, die wir gut gemacht haben, und die, die wir besser machen müssen. Robin Koch: Wir haben in der ersten Halbzeit viel richtig gemacht und von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Man muss sagen, wir machen dann immer wieder die gleichen Fehler. In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner zurück ins Spiel geholt, dann kommt die Unsicherheit und auch Pech, wie beim dritten Gegentor. Schwierig zu erklären. Wir sind alle unzufrieden, haben immer Support bekommen und müssen dann auch selbst mal liefern. Die Möglichkeit wäre da gewesen, mal dreckig 1:0 gewinnen und das Ding über die Zeit zu bringen. Wir müssen schnellstmöglich zusehen, die Fans wieder hinter uns zu bringen. Wir haben die Qualität und Mentalität, das Ding umzustoßen. Das geht nur gemeinsam, als ganzer Verein. Wenn jemand da zusammen rauskommt, dann wir. Christian Ilzer (Cheftrainer TSG Hoffenheim): Von Beginn an haben wir gemerkt, dass wir nicht unser bestes Spiel auf den Platz gebracht haben. Wir waren am Anfang nicht auf dem Level, das in Frankfurt notwendig ist. Nach dem Rückstand haben wir mehr und mehr zu unserem Spiel gefunden, eine klare Steigerung war es nach der Halbzeitpause. Die Mannschaft hat die Dinge, die wir besprochen haben, exakt umgesetzt – Positionierung und Energiegewinnung. Nach der Führung hatten wir viel Kontrolle, es war ein verdienter Sieg. Die Eintracht war sehr gut eingestellt, wir haben über das Spiel Lösungen gefunden. Wir haben die Kraft gefunden, um ein Spiel in diesem Stadion zu kippen.
|
Bericht und Fotos von www.eintracht.de
|