Qarabag Agdam - Eintracht Frankfurt

UEFA Champions League 2025/2026 - Ligaphase, 7. Spieltag

3:2 (1:1)

Termin: Mi 21.01.2026, 18:45 Uhr
Zuschauer: 27.820
Schiedsrichter: Sandro Schärer (Schweiz)
Tore: 1:0 Duran (4.), 1:1 Uzun (10.), 1:2 Chaibi (78., Elfmeter), 2:2 Duran (80.), 3:2 Mustafazada (90.+4)

 

 

>> Spielbericht <<

Qarabag Agdam
Eintracht Frankfurt

  • Kochalski
  • Matheus Silva
  • Mustafazada
  • Medina
  • Jafarguliyev
  • Pedro Bicalho
  • M. Jankovic
  • Andrade
  • Joni Montiel
  • Zoubir
  • Duran

 


  • Kaua Santos
  • Collins
  • R. Koch
  • Theate
  • Kristensen
  • Skhiri
  • Larsson
  • Brown
  • Doan
  • Knauff
  • Uzun

 

Wechsel
  • Kashchuk für Andrade (84.)
  • Addai für Joni Montiel (84.)
  • Gurbanli für Duran (90.+1)
Wechsel
  • Chaibi für Doan (71.)
  • M. Götze für Uzun (71.)
  • Bahoya für Knauff (79.)
  • O. Höjlund für Larsson (85.)
  • Staff für Collins (85.)
Trainer
  • Gurban Gurbanov
Trainer
  • Dennis Schmitt

 

 

Last-Minute-Niederlage gegen Qarabag

Das 2:3 fällt in der Nachspielzeit. Can Uzun (10.) und Farès Chaibi (78.) treffen für Frankfurt. Die Eintracht kann sich nicht mehr für die Play-offs qualifizieren.

Im letzten Auswärtsspiel der Champions-League-Ligaphase ging es für Eintracht Frankfurt ans Kaspische Meer. Gegen Qarabag FK ging es für die Adlerträger darum, die Chance auf die K.o.-Runde zu wahren. Dabei schickte Interimstrainer Dennis Schmitt sein Team mit einer Dreier- respektive Fünferkette ins Rennen. Auf die international nicht registrierten Winterneuzugänge musste der Coach verzichten, dafür rotierten Can Uzun nominell als Mittel- und Ansgar Knauff wie Ritsu Doan als Halbstürmer ins Team. Neben Knauff und Uzun begann im Vergleich zum vergangenen Bundesligaspiel in Bremen außerdem Hugo Larsson.

Den ersten offensiven Impuls setzten allerdings die Hausherren und gingen in der vierten Minute mit der ersten Chance direkt in Führung. Kapitän Abdellah Zoubir dribbelte von links in den Strafraum und brachte die Kugel scharf vor das Frankfurter Gehäuse. Den ersten Versuch blockte dabei noch Kaua Santos, den Abpraller staubte aber Camilo Durán zum 1:0 ab. Die Eintracht sammelte sich kurz und zückte relativ zügig den Ausgleich aus dem Köcher. In der zehnten Minute nahm Uzun den versprungenen Ball eines Verteidigers auf und bugsierte die Kugel nach kurzem Schlenker flach zum 1:1 über die Linie.

Nach den beiden frühen Treffern entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften zu weiteren Gelegenheitn kamen. Zunächst waren es die in Weiß gekleideten Adlerträger, die durch Uzun aus der zweiten Reihe (15.) und nach einem über Nathaniel Brown, Hugo Larsson und Ritsu Doan sicher vorgetragenen Angriff (25.) an der Führung schnupperten. Die letzten zehn Minuten vor der Pause gehörten wiederum den Aserbaidschanern, wobei zunächst Santos in höchster Not (37.) und dann der hartnäckige Brown (39.) den erneuten Rückstand zu verhindern wussten. Weil Santos auch einen Distanzschuss von Joni Montiel festhielt, blieb es zur Halbzeitpause beim 1:1 im Tofiq Bahramov Republican Stadium.

Bis zur ersten echten gefährlichen Möglichkeit nach dem Seitenwechsel dauerte es eine ganze Weile. Was auch daran lag, dass beide Teams ihr letztes Drittel sehr gut im Griff hatten und sich die Partie vor allem zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Auf tiefem, schwer zu bespielendem Platz häuften sich nun die Fehler, während sich beide Mannschaften schwertaten, ihre spielerische Klasse zur Geltung zu bringen. In der 66. Minute traf Doan den Ball nicht voll, sodass Mateusz Kochalski im Kasten des Gastgebers keine allzu großen Probleme hatte. Zwei Minuten darauf war der Keeper außerdem gegen Ellyes Skhiri zur Stelle.

Schmitt reagierte und brachte mit Farès Chaibi und Mario Götze für Can Uzun und Ritsu Doan zwei frische Akteure – mit Wirkung. Denn in der 76. Minute steckte Skhiri in den Strafraum auf Knauff durch, der von einem Verteidiger unsanft abgeräumt wurde. Die folgerichtige Entscheidung: Strafstoß für die Adlerträger, den der eingewechselte Chaibi sicher zum 2:1 für die Frankfurter verwandelte (78.). Die Freude währte allerdings nur kurz. Die rasche Antwort erfolgte in der 80. Minute, als erneut Durán nach einem Angriff über die linke Seite zur Stelle war und auf 2:2 stellte (80.).

Die Eintracht wechselte erneut. Neben Oscar Højlund kam auch Debütant Alexander Staff, um doch noch das Spiel auf die Mainseite zu ziehen. Es war der Auftakt einer heißen Schlussphase mit offenen Visieren. Mit dem besseren Ende für den Futbol Klubu, der in Minute 90 plus vier durch Bahlul Mustafazada den 3:2-Endstand erzielte und das Königsklassenaus der Hessen besiegelte.

Stimmen zum Spiel

Interimstrainer Dennis Schmitt: Wir sind natürlich enttäuscht, die Jungs haben sehr viel investiert und wir wollten unbedingt gewinnen. Wir sind nicht gut gestartet und mussten ein frühes Gegentor hinnehmen. Die Reaktion darauf war allerdings sehr gut, wir sind ruhig geblieben und haben den Ausgleich gemacht. Anschließend war es ein ausgeglichenes Spiel mit Ballbesitzphasen und Abschlüssen auf beiden Seiten. In der Pause haben wir zwei, drei Dinge angepasst. Qarabag hat uns etwas eingeschnürt, aber wir haben wenig zugelassen. Dann gehen wir in Führung, bekommen aber viel zu schnell das 2:2 – das tut sehr weh. Ich habe dennoch Schritte nach vorne gesehen. Die Jungs waren sehr diszipliniert und haben Intensität auf den Platz bekommen. Wir nehmen auch Positives mit. Wir werden alles analysieren, ehrlich die Fehler ansprechen und dann alles reinwerfen, um gegen Hoffenheim zu gewinnen. Es geht nicht um mich und nicht um Personen, es geht darum, erfolgreich Fußball zu spielen und den Verein in die richtige Richtung zu bringen. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die wollte. Wir haben Schritte nach vorne gemacht hat, aber auch einen Fehler zu viel.

Rasmus Kristensen: Ich bin enttäuscht. Es war nicht gut genug, auch von mir nicht – das muss ich besser machen. Ich habe vor den Toren Fehler gemacht, direkt nach dem Führungstreffer war das beim 2:2 einfach nicht gut genug von mir. Wir müssen dranbleiben, weiterkämpfen, noch härter arbeiten und alles geben. Darüber müssen wir uns das Selbstvertrauen zurückholen. Es gibt Phasen während einer Karriere, in der die Dinge nicht so laufen, wie man sich das vorstellt – das ist mit das Schwierigste im Fußball. Wir sind keine schlechteren Spieler als letztes Jahr oder letzten Sommer. Es ist im Kopf, wir müssen etwas ändern und einfach weitermachen. Es besser machen, alle gemeinsam als Gruppe. Wir spielen in drei Tagen schon wieder.

Gurban Gurbanov (Cheftrainer Qarabag FK): Die Jungs haben alles auf dem Platz gegeben. Sie waren sehr diszipliniert, besser als in den vorangegangen Spielen. Mit und gegen den Ball: Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Der Erfolg heute Abend ist eine große Errungenschaft für den Fußball in Aserbaidschan. Wir waren gut vorbereitet. Wir haben das, was wir können, auf den Platz gebracht und uns gut auf den Gegner eingestellt. Das, was ich den Spielern während der Vorbereitung gesagt habe, haben sie umgesetzt. Man muss einfach spielen, sicher spiele und zuversichtlich sein – der psychologische Faktor ist sehr wichtig. Wir haben die 2:4-Niederlage gegen Ajax analysiert und konnten einige Fehler abstellen.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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