SV Werder Bremen - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 18. Spieltag

3:3 (1:1)

Termin: Fr 16.01.2026, 20:30 Uhr
Zuschauer: 41.800
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Schwebheim)
Tore: 0:1 Kalimuendo (1.), 1:1 Njinmah (29.), 1:2 Collins (56.), 2:2 Stage (78.), 3:2 Milosevic (80.), 3:3 Knauff (90.+4)

 

 

>> Spielbericht <<

SV Werder Bremen
Eintracht Frankfurt

  • Backhaus
  • Pieper
  • Friedl
  • Coulibaly
  • Sugawara
  • Lynen
  • Schmidt
  • Schmid
  • Stage
  • Njinmah
  • Grüll

 


  • Kaua Santos
  • Kristensen
  • Collins
  • R. Koch
  • Theate
  • Skhiri
  • Doan
  • Dahoud
  • Chaibi
  • Brown
  • Kalimuendo

 

Wechsel
  • Milosevic für Schmidt (64.)
  • Mbangula für Grüll (75.)
  • Topp für Njinmah (89.)
Wechsel
  • Knauff für Kristensen (52.)
  • Uzun für Dahoud (65.)
  • O. Höjlund für Chaibi (83.)
  • Amaimouni-Echghouyab für Doan (83.)
Trainer
  • Horst Steffen
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Knauff rettet Punkt in Bremen

In der letzten Minute der Nachspielzeit gleicht Frankfurt zum 3:3 (1:1)-Endstand aus. Werder hatte nach zweimaliger SGE-Führung durch Kalimuendo (1.) und Collins (56.) die Partie gedreht.

Am Freitagabend eröffnete die Eintracht mit einem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen den Spieltag und zugleich die Rückrunde der Saison. Dino Toppmöller veränderte dabei sein Team auf vier Positionen im Vergleich zur knappen 2:3-Niederlage in Stuttgart. So durften in diesen eng getakteten Wochen diesmal Farès Chaibi, Mo Dahoud, Nathaniel Brown und Nnamdi Collins starten, wofür Aurèle Amenda, Oscar Højlund und Ansgar Knauff auf die Bank rotierten. Der verletzte Younes Ebnoutalib fehlte dabei ebenso wie die angeschlagenen Mario Götze und Hugo Larsson.

Nach den klaren Worten ihres Cheftrainers auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen und erwischte im Weserstadion einen Traumstart. Nur 51 Sekunden nach dem Anpfiff zappelte der Ball bereits hinter Mio Backhaus im Netz. Ausgangspunkt für die Frankfurter Führung war ein hoher Diagonalball von Ritsu Doan an den langen Pfosten, wo Nathaniel Brown per Kopf direkt in die Mitte auf Arnaud Kalimuendo ablegte, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und sein erstes Tor für die SGE erzielt.

Bis Bremen erstmals zaghaft vor dem Kasten von Kaua Santos auftauchte, vergingen zehn Minuten. Dann gelang es den Werderanern mal über rechts durchzubrechen, doch die flache Hereingabe konnte von Robin Koch zur Ecke geklärt werden. Es sollten abermals zehn Minuten verstreichen, bevor die Zuschauer die nächste gute Torgelegenheit zu sehen bekamen. Wieder war es der SVW, der diesmal nach einem Frankfurter Fehlpass schnell umschalten konnte. Jens Stage, mit fünf Treffern bis dato gefährlichster Torschütze der Bremer, schickte Justin Njinmah in Richtung Santos, doch der Abschluss ging knapp am linken Pfosten vorbei (20.). Die zweite Torannäherung der Eintracht folgte vier Minuten später, doch der Kopfball-Aufsetzer von Ellyes Skhiri nach einer Ecke ging über das Gehäuse.

Was in der 20. Minute noch nicht von Erfolg gekrönt war, machten die Bremer neun Minuten später besser. Ähnlich wie beim vorherigen Versuch war es auch diesmal Justin Njinmah, der nach einem Ballgewinn steil von Suguwara geschickt wurde. Diesmal behielt der Stürmer die Nerven, ließ Kaua Santos keine Chance und schob die Kugel zum Ausgleich ins linke Eck. Es war Werders erstes Tor nach zuletzt drei Spielen ohne eigenen Treffer. In der Folge waren die Bremer etwas besser und mit mehr Selbstvertrauen im Spiel, aber ohne weitere wirklich gefährliche Angriffe. Auch der Eintracht gelang nach vorne nicht mehr allzu viel, sodass diese Partie mit 1:1 in die Halbzeitpause ging.

Nachdem beide Mannschaften zunächst unverändert aus den Katakomben kamen, musste Dino Toppmöller in der 52. Minute dann notgedrungen den ersten Wechsel vornehmen. Für Rasmus Kristensen, der sich bereits im ersten Durchgang eine Verletzung im Nasenbereich zugezogen hatte, ging es nicht weiter, sodass Ansgar Knauff für ihn in die Partie kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte Werder bereits durch Senne Lynen einen ersten Torschuss aus der zweiten Reihe abgegeben (47.), den Kaua Santos aber sicher festhalten konnte. In der 55. Minute dann erstmals auch die Eintracht vor dem gegnerischen Tor, doch nachdem Backhaus nach einem Block von Koch an einem Ball vorbeisegelte, konnte Skhiri den Ball aus dem Getümmel nicht auf das Tor bringen.

Nur eine Minute später fiel dann die erneute Führung für die Hessen. Diesmal eroberten die Adlerträger früh einen Ball in der Hälfte der Bremer, Farès Chaibi löffelte die Kugel einfach mal in den Strafraum, wo der heranstürmende Nnamdi Collins per Dropkick den Keeper überwand. Werder war allerdings keinesfalls geschockt vom abermaligen Rückstand, sondern erstmal merklich bemüht den erneuten Ausgleich zu erzielen. Während ein Ballverlust von Skhiri im eigenen Strafraum noch glimpflich ausging (63.), hatte einmal mehr Njinmah die große Chance tatsächlich auf 2:2 zu stellen, zielte aber wie schon in der ersten Halbzeit knapp neben den Torpfosten (68.). In der 76. Minute dann eine fast identische Szene auf der anderen Seite, wo es diesmal Fares Chaibi etwas zu genau machen wollte.

Zielsicherer präsentierte sich nur kurze Zeit später der SV Werder, denn der kam erst in der 78. Minute durch Jens Stage per Kopfball zum 2:2 und setzte nur 130 Sekunden später tatsächlich sogar noch einen drauf und ging mit 3:2 in Führung. Wie schon mehrfach an diesem Abend spielte Werder schnell in die Tiefe, wo es diesmal Jovan Milosevic war, der den Ball am erneut machtlosen Santos vorbei ins Tor schob.

Die Eintracht reagierte sofort und brachte mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Oscar Højlund direkt zwei neue Spieler in die Partie. In einer hektischen Schlussphase ging es noch einmal hin und her, es wollte aber lange kein weiterer Treffer mehr fallen. Doch als die Nachspielzeit so gut wie abgelaufen war, schaffte die SGE doch noch den 3:3-Ausgleich durch Ansgar Knauff – allerdings mit Verzögerung. Denn der VAR musste nochmal genau hinschauen, ob der Ball von Amaimouni-Echghouyab nicht schon im Toraus war. Es war die finale Pointe eines wilden Fußballspiels, an dessen Ende beide Teams mit einem Zähler leben müssen.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: So dürfen wir hier in Bremen nicht auftreten, das war ein schlechtes Spiel von uns. Wir sind Eintracht Frankfurt und haben einen Anspruch an uns selbst, wie wir Fußball spielen wollen, mit und gegen den Ball. Das war nicht das, wie wir Eintracht Frankfurt präsentieren und wie wir auftreten wollen. Wir haben immer wieder die gleichen Themen, die uns begleiten, und machen immer die gleichen Fehler. Wir kriegen unfassbar einfache Gegentore, sind im Ballbesitz zu hektisch und haben keine Struktur. Das 3:3 ist glücklich zustande gekommen, nicht mehr.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Wir sind nicht zufrieden trotz des Ausgleichs in letzter Minute. Es war ein richtig guter Start mit guter Aktivität im Anlaufen und dem schönen Tor zum 1:0. Vor dem 1:1 treffen wir eine taktisch falsche Entscheidung. Danach läuft der Spieler allein auf unseren Torwart vor, das ist im Defensivverhalten so nicht ausreichend und ein leidiges Thema, weil sich solche Fehler wiederholen. In der zweiten Halbzeit wollten wir unsere Aktivität hochhalten und erzielen aus einer Pressingaktion heraus das 2:1. Nach der 100-prozentigen Chance auf das 3:1 steht es plötzlich 3:2 für den Gegner – ein Standard und ein Copy-Paste-Gegentor des 1:1. Am Ende kommt die Mannschaft trotzdem mit einer brutalen Moral zurück. Trotzdem ist das so nicht zufriedenstellend. Wir schießen auswärts wieder drei Tore, das muss reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Deshalb fahren wir mit dem Gefühl von zwei verlorenen Punkten nach Hause. Die Entstehung der Gegentore geht in dieser Form nicht.

Horst Steffen, Cheftrainer SV Werder Bremen: Für uns fühlt es sich nach zwei verlorenen Punkten an. Nach dem frühen Rückstand hatte die Mannschaft eine Phase, in der es nicht so glücklich lief. Doch wir haben uns steigern können, kamen zu ersten Möglichkeiten und zum 1:1. Auch in der zweiten Halbzeit habe ich eine gute Energie gespürt, aber der 1:2-Rückstand war in der Entstehung ärgerlich. Dann braucht es auch mal ein Standardtor zum 2:2. Das Stadion wurde noch lauter, wir hatten das Gefühl, gewinnen zu können. Das dritte Tor fällt und kurz vor Schluss denke ich, der Ball ist im Aus, bevor Frankfurt das 3:3 erzielt. Es war für alle irritierend, weil die Fahne oben war, aber ich denke, das Gegentor wäre trotzdem nicht zu vermeiden gewesen und die Entscheidung ist regeltechnisch korrekt.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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