VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 17. Spieltag

3:2 (2:1)

Termin: Di 13.01.2026, 18:30 Uhr
Zuschauer: 59.500
Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)
Tore: 0:1 Kristensen (5.), 1:1 Demirovic (27.), 2:1 Undav (35.), 2:2 Amaimouni-Echghouyab (80.), 3:2 Nartey (87.)

 

 

>> Spielbericht <<

VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt

  • Nübel
  • Vagnoman
  • Hendriks
  • Chabot
  • Mittelstädt
  • Karazor
  • Stiller
  • Leweling
  • Undav
  • Führich
  • Demirovic

 


  • Kaua Santos
  • Kristensen
  • R. Koch
  • Amenda
  • Theate
  • Skhiri
  • O. Höjlund
  • Doan
  • Knauff
  • Kalimuendo
  • Ebnoutalib

 

Wechsel
  • Nartey für Demirovic (59.)
  • Jeltsch für Chabot (74.)
  • Bouanani für Führich (75.)
  • Assignon für Leweling (90.+3)
  • Stergiou für Mittelstädt (90.+3)
Wechsel
  • Bahoya für Ebnoutalib (20.)
  • M. Götze für Knauff (66.)
  • Dahoud für O. Höjlund (66.)
  • Amaimouni-Echghouyab für Doan (77.)
  • Collins für Skhiri (77.)
Trainer
  • Sebastian Hoeneß
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Wilder Ritt im Ländle

Eintracht Frankfurt unterliegt dem VfB Stuttgart auswärts 2:3 (1:2). Kristensen gelingt die frühe Führung (5.), Debütant Amaimouni trifft zum zwischenzeitlichen 2:2 (80.).

Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller nahm im Vergleich zum 3:3 gegen den BVB am vergangenen Freitag drei Änderungen in der Startformation vor: Nathaniel Brown und Hugo Larsson mussten krankheitsbedingt passen, dafür rückten Aurèle Amenda und der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Ellyes Skhiri neu ins Team. Zudem fehlte Can Uzun mit Fußbeschwerden, für ihn kam Neuzugang Arnaud Kalimuendo im Angriff zu seinem Startelfdebüt.

Die Adlerträger erwischten im Ländle einen Start nach Maß: Ritsu Doan trat eine erste Ecke von rechts auf den ersten Pfosten, wo Rasmus Kristensen seinem Gegenspieler entwischte und über die Stuttgarter Verteidigung hinweg ins lange Eck einköpfte. Die frühe Führung für die Eintracht (5.).

Wenige Minuten später hatte der Gastgeber beinahe die Antwort parat, doch den Kopfball von Ermedin Demirovic nach Ecke von Angelo Stiller konnte Arthur Theate auf der Linie klären (11.). Bitter wurde es für die SGE nach einer Viertelstunde, als sich Younes Ebnoutalib nach einem Zweikampf mit Jeff Chabot sitzen blieb und kurz darauf für Jean-Mattéo Bahoya das Feld räumte (20.).

Auch danach hatten die Hessen nicht gerade eine Glückssträhne. Eine Flanke von Maximilian Mittelstädt konnte der aus seinem Tor gelaufene Kaua Santos nicht festhalten, Demirovic war der Nutznießer und schoss zum 1:1 ins leere Tor ein (27.). Wenige Minuten später war der Frankfurter Keeper nach einem VfB-Konter gegen Jamie Leweling dann sicher zur Stelle (31.).

Die Hausherren waren jetzt am Drücker und drehten die Partie: Josha Vagnoman spielte Deniz Undav im Sechzehner mit einem Steilpass frei, der Nationalspieler umkurvte Oscar Højlund und schloss mit links ab, der abgefälschte Schuss schlug im langen Eck ein (35.).

Fortan hatte der VfB Oberwasser und kam zu weiteren Chancen. Einen Distanzschuss von Stiller parierte Santos (37.), kurz darauf war der Schlussmann auch gegen Vagnoman im Strafraum zur Stelle (39.). Nach inklusive Nachspielzeit 50 Minuten ging es mit dem 1:2 aus Frankfurter Sicht in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückten zunächst die Schwaben wieder aufs Gaspedal: Undav kam in aussichtsreicher Position im Sechzehner an den Ball, doch Theate blockte entscheidend (50.). Im Gegenzug gab Doan einen Abschluss aus spitzem Winkel ab, aber Alexander Nübel parierte sicher (51.).

Dann wurden die Chancen deutlich gefährlicher – auf beiden Seiten. Erst schlenzte Chris Führich aufseiten der Stuttgarter aus etwa 14 Metern knapp rechts vorbei (57.), im Gegenzug traf Ansgar Knauff mit einer satten Volleyabnahme aus knapp 20 Metern das Lattenkreuz (58.). Wieder auf der anderen Seite erlief Undav einen langen Ball, schoss aber knapp rechts vorbei (60.). Wenig später rettete Santos im Eins-gegen-eins gegen den von Führich freigespielten Undav (64.).

In der Schlussphase brachte Toppmöller neben Nnamdi Collins auch Neuzugang Ayoube Amaimouni-Echghouyab. Der sorgte mit seinen ersten Ballkontakten für den Ausgleich: Nach feinem Zuspiel von Mo Dahoud kam der Flügelstürmer im Strafraum an den Ball, zog von rechts nach innen und schloss aus 13 Metern überlegt ins linke Eck ab – das 2:2 (80.).

Unmittelbar danach war wieder die SGE dran: Kristensen bekam den Ball von Theate am Strafraum und zirkelte die Kugel aus 16 Metern ganz knapp neben den rechten Pfosten (82.). In einem von beiden Seiten offensiv geführten Spiel war dann auf einmal Undav nach einem langen Pass aus der eigenen Hälfte wieder durch – doch erneut parierte Santos gegen den Stuttgarter Stürmer (83.).
Nartey hat das letzte Wort

In der 87. Minute kam der VfB dann erneut zur Führung: Undav steckte im Sechzehner durch zu Leweling, der von der Grundlinie scharf in die Mitte passte, wo der eingewechselte Nartey aus kurzer Distanz zum 3:2 traf. Die Eintracht wollte prompt antworten, doch Nübel rettete zwei Mal hintereinander stark gegen die kaum weniger verheißungsvollen Gelegenheiten von Kalimuendo (89.). In der sechsminütigen Nachspielzeit probierten die Adler noch einmal alles, kamen aber nicht mehr zum erneuten Ausgleich.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Die Jungs müssen damit umgehen können. Wir müssen es im Defensivverbund besser machen. Nach dem Ausgleich dürfen wir nicht aus der Struktur fallen, da waren wir zu wild. Die gute Struktur, die wir hatten, haben wir verlassen – das funktioniert nicht. In der Phase wollten wir zu viel und standen zu weit auseinander. Die gegnerischen Chancen lassen wir zu einfach zu. Auch wenn wir mal nicht den Zugriff haben, müssen wir dennoch in einer gewissen Kompaktheit sein. Wenn wir den Ball verlieren, müssen wir zuallererst Druck auf den Ball bekommen und direkt im Kopf haben, das eigene Tor zu verteidigen und nicht zu schnell zu offensiv zu denken. Man kann sagen, dass das Spiel ein Spiegelbild unserer Hinrunde war: Wir haben offensiv Qualität und strahlen Gefahr aus; defensiv müssen wir eine gewisse Kompaktheit hinbekommen, als Mannschaft gegen den Ball besser agieren, gewisse Prinzipien einhalten und ein Bewusstsein dafür haben, was in bestimmten Situationen passieren kann – wir dürfen nicht zu viel Risiko gehen.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Es ist ein verdienter Sieg für Stuttgart. Es war ein packendes und spannendes Fußballspiel. In den ersten 25 Minuten haben wir richtig gut verteidigt und haben kaum etwas zugelassen. Durch einen individuellen Fehler holen wir den Gegner zurück ins Spiel, anschließend war der VfB die bessere Mannschaft. Wir haben zu lange Lösungen gesucht und nicht versucht, uns spielerisch zu befreien. In der Halbzeitpause haben wir angesprochen, dass wir mutiger mit dem Ball sein müssen, eine andere Aktivität im Freilaufen und mehr Mut zeigen müssen, über die zwei Spitzen und die Sechser zu spielen. Nach der Pause waren wir besser, das Spiel war offener. Wir machen den Ausgleich, haben die Riesenchance von Rasmus Kristensen zum 3:2 – verdient oder unverdient, spielt in diesem Moment keine Rolle. Dann kassieren wir ein billiges Gegentor, das ärgert mich sehr. Wir geben aber eine Antwort nach diesem Nackenschlag mit zwei Chancen durch Kalimuendo und den Steckpass auf Theate. Die Moral stimmt. Aber es ist ärgerlich, dass wir gegen zwei Topteams nur einen Punkt geholt haben. Jetzt geht es darum, sich für den hohen Aufwand, den wir betreiben, mit Punkten zu belohnen.

Sebastian Hoeneß (Cheftrainer VfB Stuttgart): Wir starten denkbar ungünstig und liegen nach der ersten Standardsituation zurück. Das hat Wirkung gezeigt, wir waren fahrig und hatten zu viele einfache Ballverluste. Dann haben wir mehr in der Struktur gespielt, die wir spielen wollten, und hatten mehr Kontrolle. Letztlich hat das 1:1 den Knoten komplett gelöst. Wir gehen verdient in Führung, es war auch noch mehr möglich. Vor dem 2:2 müssen wir das Spiel bereits entscheiden, wir hatten gute Chancen zum 3:1. Der Ausgleich war ein Nackenschlag, dann hatten wir den Lucky Punch. Rückblickend war es verdient, auch wenn es knapp war.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de

 

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