|
Eintracht Frankfurt -
Borussia Dortmund |
![]() |
Bundesliga 2025/2026 - 16. Spieltag
3:3 (1:1)
Termin: Fr 09.01.2026, 20:30 Uhr
Zuschauer: 59.500
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Gernsbach)
Tore: 0:1 Beier (10.), 1:1 Uzun (22., Elfmeter), 1:2 Nmecha (68.), 2:2 Ebnoutalib (71.), 3:2 Dahoud (90.+2), 3:3 Chukwuemeka (90.+6)
| Eintracht Frankfurt |
Borussia Dortmund |
|
|
Wechsel
|
Wechsel
|
Trainer
|
Trainer
|
| Spektakel zum Auftakt Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund trennen sich 3:3 (1:1). Can Uzun, Younes Ebnoutalib und Mo Dahoud treffen für die Adlerträger. Die erste Aufstellung des neuen Jahres brachte aufseiten der Frankfurter Eintracht fünf Wechsel mit sich. Der vor der Winterpause gelbgesperrte Arthur Theate kehrte in die Anfangsformation zurück, zudem starteten Oscar Højlund, Winterzugang Younes Ebnoutalib, der vollends wiedergenesene Can Uzun und – wie von Cheftrainer Dino Toppmöller angekündigt – Keeper Kaua Santos. Ebnoutalib, Frankfurter Bub, kam zu seinem Pflichtspieldebüt mit dem Adler auf der Brust und nach einem Jahr bei der SV Elversberg im Unterhaus zu seiner Bundesligapremiere. Mit 496 Spielern setzten die Hessen historisch die meisten verschiedenen Bundesligaspieler ein, Nummer 497 folgte im Laufe der Partie mit Arnaud Kalimuendo. Dafür nahmen Michael Zetterer, Aurèle Amenda, Mo Dahoud und Nnamdi Collins auf der Bank Platz. Jean-Mattéo Bahoya fehlte krankheitsbedingt im Aufgebot. Die erste Partie 2026 war keine zwei Minuten alt, da erhoben sich die Eintracht-Fans bereits von ihren Sitzen im Deutsche Bank Park. Über Nathaniel Brown kam der Ball über die linke Seite ins Zentrum zu Can Uzun, der etwas freie Wiese vor sich hatte, letztlich mit dem Abschluss aber einen Moment zu lange zögerte – geblockt. Wenig später trat Ebnoutalib erstmals in Erscheinung, allerdings in der Arbeit gegen den Ball, als er Waldemar Anton im Spielaufbau störte. Nicht stören konnte die Eintracht in der zehnten Minute dann das Borussen-Duo Julian Ryerson und Maximilian Beier: Der Norweger verarbeitete einen langen Diagonalball und legte in den Strafraum, wo Beier zum 0:1 einschob. Eine kalte Dusche am frostigen Januarabend, von der sich die Adlerträger aber erholten. Uzun versuchte es, Gregor Kobel ließ abklatschen, aber Ebnoutalib kam nicht ganz ran (17.). Wenig später zog Ansgar Knauff aus spitzem Winkel ab, allerdings direkt in die Arme des BVB-Torstehers. Der Lohn für die Reaktion auf den Rückstand folgte nach gut 20 Minuten: Einen Kristensen-Einwurf verlängerte Arthur Theate, im Strafraum langte Serhou Guirassy gegen Robin Koch hin – Elfmeter. Uzun legte sich die Kugel zurecht und verwandelte sicher ins von sich aus linke Eck (22). Es war zugleich Uzuns neunte Torbeteiligung in der Liga in dieser Saison, sechs Tore und drei Vorlagen. Die Intensität auf beiden Seiten blieb in der Folge hoch, der Flutlichtfreitag bot – auch ohne in der Folge zunächst ausbleibende Torchancen – Unterhaltung. Die Eintracht hatte mehr vom Spiel, unter anderem mit 67 Prozent Ballbesitz zwischen der 15. und 30. Spielminute. Es blieb beim leistungsgerechten 1:1 zur Halbzeitpause, mit 0,9 zu 0,63 hatten die Adlerträger, engagiert und bissig auf dem Rasen, die Nase beim Expected Goals Wert vorne. Unverändert kehrten beiden Mannschaften aus der Kabine zurück, tonangebend war in der Anfangsphase die Eintracht. Ebnoutalib verfehlte per Kopfball nach Flanke von Hugo Larsson knapp (47.), dann rauschte eine Hereingabe von Brown durch den Fünfmeterraum, ohne dass ein Frankfurter Fuß noch drankam (48.). In der 54. Minute nahm Ebnoutalib nach einer Dortmunder Ecke Anlauf und sprintete mit dem Ball fast über das gesamte Feld, ehe der Ball bei Knauff landete, der aber mit seinem Schuss aufs kurze Eck am abtauchenden Kobel scheiterte. Zwei Zeigerumdrehungen später setzte Frankfurts Nummer sieben dann etwas zu hoch an (56.). Frankfurt als Dauergast im und rund um den BVB-Sechzehner. In der 63. Minute erlebte der Frankfurter Stadtwald dann ein weiteres Eintracht-Debüt, Arnaud Kalimuendo kam für Uzun ins Spiel – Spieler Nummer 497 mit dem Adler auf der Brust, der im Oberhaus eingesetzt wird. Der französische Stürmer hatte am vergangenen Mittwoch im Herzen von Europa unterschrieben. Fünf Minuten später stellte Dortmunds Felix Nmecha den Spielverlauf der zweiten Hälfte auf den Kopf, abgefälscht und mit Hilfe des Innenpfostens trudelte sein Schuss zum 1:2 ins Netz (68.). Doch die Eintracht antwortete erneut, und das mit einer Geschichte wie aus dem Bilderbuch: Younes Ebnoutalib, für seine Heimatstadt Frankfurt am Ball, lief nach Zuspiel von Kalimuendo auf Kobel zu, blieb eiskalt und glich aus (71.). Erstes Tor und erster Assist für die beiden Zugänge. Frische Beine kamen für die Schlussphase in einem von beiden Teams weiterhin intensiv geführten Match, Mario Götze und Mo Dahoud ersetzten Knauff und Højlund (77.), kurz darauf Nnamdi Collins Arthur Theate (83.). Beide Mannschaften wollten den Sieg. Eine Chance auf den fünften Treffer des Abends hatte Kalimuendo nach Zuspiel von Kristensen, der Ball zischte aber am kurzen Eck vorbei (86.). Auf der Gegenseite setzte Nico Schlotterbeck einen Kopfball wuchtig an die Latte (90.). Die Nachspielzeit hatte es dann in sich. Zunächst nahm Dahoud Maß und versenkte den Ball über den Innenpfosten im langen Eck – 3:2 für die Eintracht (90.+2). Doch in sprichwörtlich letzter Sekunde markierte Carney Chukwuemeka noch den Ausgleich (90.+5). Der Endstand einer Achterbahn der Emotionen. Stimmen zum Spiel Sportvorstand Markus Krösche: Es war ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Natürlich ist es ärgerlich, dass wir noch das 3:3 bekommen, im Großen und Ganzen war es eine gute Leistung von uns. Schade, dass wir uns dafür nicht belohnt haben. Es ist wichtig, dass wir genau diese Intensität auf den Platz bekommen – heute gegen einen sehr starken Gegner. Für Younes Ebnoutalib freut es mich. Er hat ein gutes Spiel gemacht, für die Mannschaft viel gegen den Ball gearbeitet, die Innenverteidiger gebunden und sich mit einem Tor belohnt. Es war ein gutes Zusammenspiel mit Arnaud Kalimuendo, der bei der Vorlage ein gutes Timing hatte. Kaua Santos hat ein sehr gutes Spiel gemacht, hat viele Flanken abgefangen und war mutig. Ansgar Knauff: Wir sind alle enttäuscht, dass wir die Leistung nicht krönen konnten. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gezeigt, Rückschläge weggesteckt und gehen kurz vor Schluss mit 3:2 in Führung. Wenn du dann noch ein Gegentor bekommst, fühlt sich das nicht gut an und wir ärgern uns. Der Gegner wirft alles nach vorne, wir sind ein bisschen zu hektisch geworden und müssen das ein bisschen ruhiger spielen. Daraus müssen wir lernen. Wir können insgesamt mit der Leistung zufrieden sein und darauf aufbauen. Im Pokal haben wir schon sehr gut gespielt gegen Dortmund. Wir wollten mit der gleichen Intensität wie damals rangehen, das ist uns gelungen. Wenn wir immer mit dieser Intensität spielen, wird’s für jeden Gegner schwierig. Wir waren in beiden Spielen gegen den BVB in dieser Saison näher am Sieg. Im dritten Spiel versuchen wir es zu drehen. Niko Kovac (Cheftrainer Borussia Dortmund): Wir haben einen tollen Auftakt gesehen, beide Mannschaften haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir hatten einen sehr guten Start, dann nach dem 1:0 die Kontrolle verloren über 15 Minuten. Danach hatten wir die Partie wieder ganz ordentlich in unseren Händen. In der zweiten Halbzeit war es ein Auf und Ab. Unterm Strich: Wenn du das späte 3:3 machst, bist du happy. Insgesamt hatten wir mehr Chancen als die Eintracht; dann hätte ich mir den Sieg gewünscht. Wir hatten viele gute Durchbrüche und Pässe in die Schnittstelle. Wenn wir manche Pässe besser spielen, können wir vielleicht noch mehr Chancen kreieren. Mit der Offensive bin ich heute zufrieden. Jetzt muss ich wieder auf die Defensive schauen, denn drei Gegentore ist nicht unser Standard.
|
Bericht und Fotos von www.eintracht.de
|