Hamburger SV - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 15. Spieltag

1:1 (1:1)

Termin: Sa 20.12.2025, 15:30 Uhr
Zuschauer: 57.000
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Sölden)
Tore: 1:0 Lokonga (19.), 1:1 Larsson (27.)

 

 

>> Spielbericht <<

Hamburger SV
Eintracht Frankfurt

  • Heuer Fernandes
  • Capaldo
  • L. Vuskovic
  • Elfadli
  • Mikelbrencis
  • Lokonga
  • Remberg
  • Muheim
  • Philippe
  • Königsdörffer
  • Baldé

 


  • Zetterer
  • Collins
  • R. Koch
  • Amenda
  • Kristensen
  • Larsson
  • Dahoud
  • Brown
  • Doan
  • Bahoya
  • Knauff

 

Wechsel
  • Jatta für Mikelbrencis (60.)
  • Soumahoro für Elfadli (61.)
  • Fabio Vieira für Baldé (70.)
  • Pherai für Königsdörffer (87.)
  • Gocholeishvili für Philippe (88.)
Wechsel
  • O. Höjlund für Bahoya (46.)
    Uzun für Larsson (71.)
    Baum für Kristensen (71.)
    Ngankam für Knauff (82.)
    Buta für Baum (84.)
Trainer
  • Merlin Polzin
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Punkteteilung in Hamburg

Der HSV und Frankfurt trennen sich in einem umkämpften Traditionsduell 1:1 (1:1). Hugo Larsson erzielt den Ausgleich (26.) und letzten Eintracht-Treffer 2025.

Mit vier Neuen in der Startelf ging die Eintracht am Samstagnachmittag in die letzte Partie des Kalenderjahres 2025: Aurèle Amenda, Jean-Mattéo Bahoya, Nathaniel Brown und Hugo Larsson. Arthur Theate fehlte gelbgesperrt, Mario Götze erkältet, Farès Chaibi und Ellyes Skhiri weilen beim Africa Cup. Zu den Optionen, die Cheftrainer Dino Toppmöller auf der Bank hatte, zählten unter den Eigengewächsen erstmals Alexander Staff sowie zum zweiten Mal Marvin Dills und Fousseny Doumbia.

Fast 20 Minuten lang passierte wenig im Volksparkstadion, da sich beide Teams fast vollständig neutralisierten. Dann kam der HSV nach einem Missverständnis im Frankfurter Spielaufbau im Strafraum an den Ball und bestrafte diesen Fehler prompt mit dem 0:1 aus hessischer Sicht (19.). Am Ende war es Albert Sambi Lokonga, der die Kugel im kurzen Eck unterbrachte. Fünf Minuten später folgte der nächste scharfe Ball in den Sechzehner der Eintracht durch Fabio Baldé, diesmal war aber Michael Zetterer vor Ransford Königsdörffer zur Stelle.

Wenige Augenblicke später setzten die Frankfurter das erste offensive Lebenszeichen durch Robin Koch nach einem Einwurf von Rasmus Kristensen, aber noch ohne wirkliche Gefahr. Die gab es dafür in der 26. Minute und auch die Adlerträger nutzten ihre erste echte Chance für den ersten Treffer. Ausgangspunkt war ein langer Diagonalball von Nnamdi Collins, den Nathaniel Brown direkt abnahm und mustergültig ins Zentrum zu Hugo Larsson beförderte, der die Kugel aus kurzer Distanz im Kasten unterbrachte.

Nun nahm dieses traditionsreiche Duell deutlich Fahrt auf, eine Minute später hätte der HSV fast die abermalige Antwort parat gehabt. Rayan Philippes Abschluss klatschte an die Latte, ehe Brown einen weiteren Versuch vor der Linie klärte. Beide Mannschaften konnten in der Folge immer mal wieder für verheißungsvolle Momente sorgen, ohne dass dabei allerdings größere Gelegenheiten heraussprangen. Entsprechend endete der immer munter werdende erste Durchgang beim Stand von 1:1.

Zur zweiten Hälfte ersetzte Oscar Højlund bei der Eintracht Jean-Mattéo Bahoya. Die Umstellung zeigte Wirkung, denn die Eintracht hatte mit dem neu gewonnenen Übergewicht im Zentrum jetzt deutlich mehr vom Spiel und ließ den HSV nur noch selten zur Entfaltung kommen. Nachdem Larsson bei einem Schussversuch noch geblockt wurde (57.), hatte Ansgar Knauff zwei Minuten später die erste richtig gute Möglichkeit im zweiten Durchgang. Dessen akrobatischen Fallrückzieher im Fünfmeterraum fischte Daniel Heuer Fernandes gerade noch so aus dem langen Eck (59.).

Nun reagierte auch HSV-Coach Merlin Polzin mit einem Doppelwechsel (61.). Auf der anderen Seite kamen Elias Baum und Can Uzun für Rasmus Kristensen und Hugo Larsson (71.). Der Gastgeber kam immer seltener in die gegnerische Hälfte, während die Hessen sich dem zweiten Treffer weiter annäherten. Einmal versuchte es Dahoud aus der Distanz (74.), dann verhinderte Bakary Jatta den fast sicher geglaubten zweiten Frankfurter Treffer gegen Nathaniel Brown auf der Linie (77.). In der 80. Minute konnte sich der Aufsteiger doch mal aus der Umklammerung der SGE befreien und erzielte tatsächlich das vermeintliche 2:1, allerdings kassierte der Video Assistant Referee das Tor aufgrund einer knappen Abseitsstellung wieder ein.

Es war der Startschuss für eine spannende Schlussphase inklusive neunminütiger Nachspielzeit, denn während die Eintracht weiter auf die gefühlt überfällige Führung spielte, lauerte der HSV weiter auf den entscheidenden Nadelstich. Allein, es wollte keiner der beiden Kontrahenten ein weiterer Einschuss gelingen, sodass letztlich für beide Vereine ein Zähler mehr unter dem Weihnachtsbaum liegt.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Aufgrund der zweiten Halbzeit sind es zwei Punkte zu wenig, wir hatten unsere Möglichkeiten. Wir hatten aber auch etwas Glück, dass Hamburgs Treffer beim einzigen Konter wegen Abseits zurückgenommen wurde. In der ersten Hälfte war es ein zerfahrenes Spiel von beiden Mannschaften, wir hatten zu wenig Spielkontrolle und nur wenige Ballbesitzphasen, hinzu kamen viele einfache Ballverluste. Hamburg hat zu Hause immer seine Punkte geholt, sie haben mit viel Drang begonnen. Wir hatten nicht immer die Ruhe und waren nicht immer clever genug. Das Gegentor ist unnötig, ein individueller Fehler. Nach der Pause war es deutlich besser, wir hatten mehr Struktur und haben bis auf diesen einen Konter nichts zugelassen. Das müssen wir in jedem Spiel von Anfang an auf den Platz bringen. Wir haben 25 Punkte und nicht viel an Boden verloren, wir sind in Schlagdistanz. Mit der Punktausbeute können wir schon zufrieden sein.

Robin Koch: Natürlich wollten wir drei Punkten holen und uns mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden. In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, gerade mit Ball hatten wir zu wenige Lösungen und waren nach vorne viel zu ungefährlich. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht, aber uns nicht belohnt. Von daher ist es gefühlt ein bisschen zu wenig. Wir wollten von hinten raus aufbauen, auch über die Sechs. Risiko müssen wir immer abschätzen. Fehler können passieren im Fußball, auch wenn es bei uns in diesem Jahr zu viele waren. Wir können die Winterpause gut gebrauchen. Wir haben einige Verletzte. Ich hoffe, die Jungs kommen nächstes Jahr schnell wieder zurück. Auch die, die fit sind und extrem viel gespielt haben. Also: ein paar Tage abschalten und dann ins neue Jahr starten.

Merlin Polzin (Cheftrainer Hamburger SV): Es ist ein gerechtes Ergebnis in einem umkämpften Spiel. Wir haben etwas gebraucht, um reinzukommen, haben dann aber gute Lösungen gefunden und konnten gegen den Ball das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten – den Gegner auch mal stressen und höher angreifen. Das Gegentor haben wir zu einfach hergegeben, das ärgert mich. In der zweiten Halbzeit haben wir alle gesehen, dass wir gegen einen starken Gegner gespielt haben, es war eine große Herausforderung für uns. Die Jungs haben alles reingeschmissen. Am Ende war uns dieser eine Moment, wie wir es zuletzt häufiger vor der Nordtribüne gezeigt haben, nicht vergönnt. Es war ein Jahresabschluss, der verdient und angemessen ist. Wir wollten so auf dem Rasen auftreten, dass sich die Jungs und Mädels auf der Tribüne mit dem Team verbunden fühlen.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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