SSC Neapel - Eintracht Frankfurt

UEFA Champions League 2025/2026 - Ligaphase, 4. Spieltag

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Termin: Di 04.11.2025, 18:45 Uhr
Zuschauer: 45.840
Schiedsrichter: Joao Pinheiro (Portugal)
Tore: ./.

 

 

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SSC Neapel
Eintracht Frankfurt

  • V. Milinkovic-Savic
  • di Lorenzo
  • Rrahmani
  • Buongiorno
  • Miguel
  • Lobotka
  • Zambo Anguissa
  • McTominay
  • Politano
  • Höjlund
  • Elmas

 


  • Zetterer
  • Collins
  • R. Koch
  • Theate
  • Kristensen
  • Larsson
  • Chaibi
  • Brown
  • M. Götze
  • Bahoya
  • Burkardt

 

Wechsel
  • David Neres für Politano (65.)
  • Lang für Lobotka (74.)
Wechsel
  • Knauff für Bahoya (65.)
  • Skhiri für Larsson (79.)
  • Amenda für Brown (90.+3)
  • Dahoud für Chaibi (90.+3)
Trainer
  • Antonio Conte
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Punktgewinn in Neapel

Eintracht Frankfurt und die SSC Napoli trennen sich am vierten Spieltag der Champions-League-Ligaphase torlos.

Eintracht Frankfurt bei der SSC Napoli, im Vergleich zum 1:1 in der Bundesliga in Heidenheim fanden sich in der UEFA Champions League am frühen Dienstagabend nicht weniger als fünf Neue in der ersten Elf von Dino Toppmöller. So setzte der Coach etwa auf Mario Götze für den verletzten Can Uzun, während ganz vorne Jonathan Burkardt startete. Außerdem neu dabei: Jean-Mattéo Bahoya, Farès Chaibi und Nnamdi Collins. Bei den Neapolitanern, die seit Wochen von größeren und kleineren Verletzungen heimgesucht werden, fehlte unter anderem Kevin de Bruyne, dafür startete der zuletzt angeschlagene, für Neapel aber als Taktgeber essentielle Stanislav Lobotka.

Im Stadio Diego Armando Maradona war es die Eintracht, die in der dritten Minute den ersten Abschluss der Partie verzeichnete. Der frühe Versuch von Bahoya war allerdings kein Problem für Vanja Milinkovic-Savic im Tor der SSC. Es sollte für längere Zeit auch der einzige gefährliche Torabschluss der Hessen bleiben, Neapel übernahm das Kommando im eigenen Haus. Dabei sprang auch die eine oder andere Chance heraus, doch unter anderem scheiterte der auf der linken, offensiven Außenbahn in die Startformation gerückte Eljif Elmas erst am eigenen Mitspieler, dann an Michael Zetterer (11., 13.). Dennoch hatte die SSC Napoli mit 66 zu 34 Prozent ein deutliches Übergewicht in Sachen Ballbesitz, doch die Adlerträger waren defensiv wachsam. Frankfurts Offensivbemühungen waren indes ohne Durchschlagskraft.

Mit fortlaufender Spieldauer schienen sich die Adlerträger zusehends mit ihrer Rolle anzufreunden und ließen Neapel kaum mehr wirklich gefährlich vor das eigene Tor kommen. Stellvertretend für die fehlenden Mittel bei den Italienern war ein eher aus der Verlegenheit entstandener Versuch von Frank Anguissa aus der zweiten Reihe, der aber deutlich über das Tor der Gäste ging (40.). Weil auch Scott McTominey noch nicht wirklich viel gelingen wollte, ging es mit einem hochverdienten Remis in die Pause.

Personell unverändert, dafür mit einer etwas forscheren Eintracht begann der zweite Durchgang. Die Frankfurter standen zunächst etwas höher und versuchten, die SSC weiter vom eigenen Tor fernzuhalten. Dabei entwickelten die Hessen auch Torgefahr, wobei weder ein Götze-Kopfball nach Burkardt-Flanke noch ein nicht voll getroffener Schuss von Chaibi die Hausherren in Verlegenheit brachten (49., 52.). Die Partie wirkte insgesamt deutlich offener, die Eintracht hatte mehr Spielanteile, während die ganz großen Torraumszenen auf beiden Seiten allerdings weiterhin Mangelware blieben.

Es dauerte bis zur 68. Minute, bevor diesmal Napoli zu einer nennenswerten Aktion im gegnerischen Strafraum kam. Beim Abschluss von McTominay bekam allerdings der an diesem Abend stark aufspielende Robin Koch noch den Fuß dazwischen und klärte die Kugel zur Ecke, die ebenfalls ungefährlich blieb. Fünf Minuten später dann die bis dato beste Chance der Partie für den zuvor eingewechselten Ansgar Knauff, der etwas überraschend im Strafraum frei zum Schuss kam, aber seinen Meister im Keeper der Italiener fand (73.). Nun nahm die lange so von stabiler Defensivarbeit geprägte Partie noch einmal an Fahrt auf. In der 76. Minute dann die größte Chance für Neapel. Über den eingewechselten Noa Lang, der sich gegen Kristensen durchsetzte, kam das Leder von links in den Strafraum, wo Elmas auf Anguissa durchsteckte, der in allerletzter Sekunde von Artur Theate am Torschuss gehindert wurde.

In der letzten Viertelstunde war dieses Duell dann endgültig völlig offen. Auf der einen Seite Miguel Gutierrez fast mit einem Eigentor nach einer Flanke von Mario Götze (80.), auf der anderen Seite brachte abermals McTominay einen SSC-Konter über Anguissa nicht im Tor unter, weil Chaibi ihn im letzten Augenblick noch störte (83.). Brenzlig im Strafraum der aufoperfungsvoll kämpfenden Hessen wurde es noch einmal bei einer Ecke in der Nachspielzeit, doch Zetterer war gleich mehrmals zur Stelle. So verdienten sich die Adlerträger, bei denen in der Schlussphase noch Aurèle Amenda und Mo Dahoud ins Spiel kamen, am Ende einen verdienen Zähler beim amtierenden italienischen Meister.

Stimmen zum Spiel

Dino Toppmöller: Es war mit Sicherheit ein taktisch geprägtes Spiel. Wir wussten, dass hier unser Defensivspiel die wichtigste Spielphase wird. Neapel agiert viel mit falschen Füßen auf den Seiten, Außenverteidigern, die viel nach vorne gehen, und sie haben physisch eine gute Präsenz. Wir haben körperlich extrem dagegenhalten müssen und haben das getan. Darüber haben wir uns den Punkt verdient. Etwas mehr Kontrolle über Ballbesitz und Entlastung nach vorne hätte ich mir natürlich gewünscht, aber wir wissen auch, gegen wen wir gespielt haben: den italienischen Meister und aktuellen Tabellenführer. Es war eine sehr reife und sehr erwachsene Defensivleistung. Deswegen nehmen wir mit diesem Punkt auch ein sehr positives Gefühl mit, weil wir gesehen haben, gegen europäische Hochkaräter ohne Gegentor bleiben zu können.

Robin Koch: Es war das erwartete Spiel. Napoli ist mit die beste Mannschaft in Italien, wir wussten, dass es hier schwer wird. Über 90 Minuten haben wir es gut verteidigt. Vorne war es für uns schwer, Neapel hat wenig zugelassen. Wir wollten hier schon gewinnen und hätten gerne drei Zähler mitgenommen, aber so, wie das Spiel jetzt gelaufen ist, mit mehr Ballbesitz für Neapel, geht das Remis in Ordnung. Wichtig ist, dass wir defensiv gut standen – wir nehmen am Ende verdient den Punkt mit.

Antonio Conte (Cheftrainer SSC Napoli): Wir sind auf einen Gegner aus der Bundesliga getroffen, der einen sehr defensiven Ansatz gewählt hat. Glückwunsch an die Eintracht. Aber wenn wir so in Deutschland gespielt hätten, hätte jeder von typischem italienischem Fußball gesprochen. Wir suchen nach anderen Lösungen. Frankfurt hat verteidigt, trotzdem hatten wir Chancen. Wenn man nicht trifft, besteht die Möglichkeit zu verlieren. Deshalb war es auch wichtig, kein Gegentor bekommen zu haben. Meine Jungs haben viel geackert. Wir sind gegen ein Bundesligateam dominant aufgetreten. Die Spieler haben alles gegeben, natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Hätten wir die Chancen verwertet, würde jeder hier vom wichtigen Sieg für Napoli sprechen. Das ist nicht der Fall.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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