1. FC Heidenheim - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 9. Spieltag

1:1 (1:0)

Termin: Sa 01.11.2025, 15:30 Uhr
Zuschauer: 15.000
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Tore: 1:0 Zivzivadze (32.), 1:1 Kristensen (55.)

 

 

>> Spielbericht <<

1. FC Heidenheim
Eintracht Frankfurt

  • Ramaj
  • Busch
  • P. Mainka
  • Siersleben
  • Föhrenbach
  • Niehues
  • Ibrahimovic
  • Schöppner
  • Honsak
  • Schimmer
  • Zivzivadze

 


  • Zetterer
  • Kristensen
  • R. Koch
  • Theate
  • Doan
  • Skhiri
  • Brown
  • Larsson
  • Uzun
  • Wahi
  • Knauff

 

Wechsel
  • Traoré für Honsak (63.)
  • Beck für Niehues (70.)
  • Pieringer für Schimmer (70.)
  • Dorsch für Zivzivadze (70.)
  • Kölle für Busch (90.+1)
Wechsel
  • M. Götze für Uzun (26.)
  • Burkardt für Brown (63.)
  • Collins für Doan (63.)
  • Bahoya für Knauff (76.)
  • Batshuayi für Wahi (76.)
Trainer
  • Frank Schmidt
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Punkteteilung in Heidenheim

Die Eintracht holt auf dem Schlossberg nach Pausenrückstand ein 1:1. Den Endstand erzielt Rasmus Kristensen (55.).

Vier Tage nach dem kräftezehrenden Pokalabend gegen Borussia Dortmund veränderte Dino Toppmöller seine erste Elf auf drei Positionen. Ellyes Skhiri, Elye Wahi und Can Uzun begannen anstelle von Farès Chaibi, Jonathan Burkardt und Mario Götze.

Die Eintracht kam gut rein in dieses Duell mit dem 1. FC Heidenheim, hatte in den ersten zehn Minuten eine deutliches Übergewicht in Sachen Ballbesitz, fand aber noch nicht wirklich zu zwingenden Torchancen. Bester Versuch war eine Flanke von Ansgar Knauff von der rechten Seite, die Ramaj vor Hugo Larsson herunterpflückte (9.).

Mit fortlaufender Spieldauer gelang es den Heidenheimern, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Vor allem über deren rechte Offensivseite und oft unter Beteiligung von Arijon Ibrahimovic versuchten die 1846er, die Eintracht in Bedrängnis zu bringen. Das gelang den Hausherren zumindest in Ansätzen, etwa beim Kopfball von Mathias Honsak nach einer Flanke von der rechten Seite (13.).

Vor den Toren passierte dann erstmal relativ wenig. Zwar brachte Elye Wahi einen Ball im gegnerischen Gehäuse unter, zuvor hatte aber Schiedsrichter Christian Dingert die Szene abgepfiffen. In der 26. Minute musste Dino Toppmöller erstmals wechseln, Mario Götze kam für den angeschlagenen Can Uzun.

Der nächste Rückschlag folgte kurz darauf. Heidenheim spielte einen Konter konsequent zu Ende und ging durch Bude Zivzivadze nach Vorlage durch Ibrahimovic in Front (32.). In der Folge kämpfte sich die Eintracht gegen Ende des ersten Durchgangs Stück für Stück zurück ins Spiel. Götze geblockt (41.), Wahi zu ungenau (45.) und Zetterer sicher gegen Zivzivadze – dann war Pause.
Mit Dampf zum Ausgleich

Mit ordentlich Dampf kamen die Hessen nach der Pause aus der Kabine. Zunächst war es Rasmus Kristensen, der aus spitzem Winkel mit einer Mischung aus Abschluss und Hereingabe Ramaj zu einer Rettungstat zwang. Bei der daraus resultierenden Ecke hatten dann alle Frankfurter schon den Torschrei auf den Lippen, doch der mustergültige Kopfball von Skhiri klatschte an die Latte (46.).

Während Heidenheim erstmal versuchte, den Adlerträgern das Leben weiterhin schwer zu machen, schafften diese, sich dennoch immer mal wieder in Position zu bringen. In der 54. Minuten etwa wurde ein Versuch von Hugo Larsson zur Ecke geklärt, eine Minute später zappelte der Ball dann endgültig im Netz. Nathaniel Brown fand Rasmus Kristensen, der mit einem wuchtigen Kopfball sein erstes Saisontor in der Bundesliga und den Ausgleich markierte (55.).

Die Eintracht war nun klar überlegen und auch in den Zweikämpfen giftiger als Heidenheim. Vorne zielten erst Larsson und Wahi etwas zu hoch, dann prüfte auf der anderen Seite Julian Niehues erneut Zetterer. Bei den Gästen kam nach gut einer Stunde unter anderem mit Burkardt eine zweite echte Spitze ins Spiel.

Der zweitbeste Torschütze der laufenden Bundesligasaison machte rasch auf sich aufmerksam. In der 69. Minute fiel ein abgefälschter Kopfball des Nationalstürmers noch auf die Querlatte, vier Minuten später legte er per Hacken für einen Abschluss von Knauff ab.

Eine Viertelstunde vor dem Ende kamen Michy Batshuayi und Jean-Mattéo Bahoya für Elye Wahi und Ansgar Knauff – noch mehr Power für drei Punkte. In Minute 78 war es abermals Burkardt, der eine schwer zu nehmende Hereingabe ans Außennetz setzte. Auch ein Kopfball von Robin Koch kam wenige Minuten später nicht gefährlich auf den Kasten(84.).

Während die Heidenheimer Kräfte schwanden, suchte die Eintracht weiter nach der Lücke im Defensivverbund des Tabellensiebzehnten. Auch aus der Distanz klappte es nicht, auch wenn Ramaj gegen den strammen Strahl von Arthur Theate alle Hände voll zu tun hatte (86.). Es war die letzte nennenswerte Gelegenheit, weshalb Eintracht Frankfurt mit einem Punkt ins Herzen von Europa zurückkehrt.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Wir haben in der ersten Halbzeit zu langsam Fußball gespielt, uns nicht gut bewegt. Heidenheim hat das gut verteidigt. Warum der Schiedsrichter bei unserem Tor abgepfiffen hat, weiß ich nicht. Bei einer Führung wäre es einfacher gewesen. Nach der Pause machen wir es besser, spielen auf ein Tor, Heidenheim hat viele Beine dazwischen. Trotzdem haben wir Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Letztlich haben wir zwei Punkte verschenkt. Wir müssen schauen, dass wir gegen tiefstehende Gegner deutlich schneller Fußball spielen. Insgesamt können wir mit dieser Woche nicht zufrieden sein.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Wir wussten, dass es ein umkämpftes Spiel über 90 Minuten wird. Das war es dann auch. Intensiv, beide Mannschaften sind extrem viel gelaufen, über 120 Kilometer. Wir wollten unbedingt drei Punkte mitnehmen. In der ersten Halbzeit hat uns der Punch zum Tor und die Entschlossenheit gefehlt. Die zweite Halbzeit war richtig gut. Das war eine Willensleistung nach dem Spiel am Dienstag. Wir haben gedrückt, die Latte und Diant waren im Weg. Can Uzun hat eine Problematik im Oberschenkel. Das ist extrem bitter, weil er großen Einfluss auf unser Spiel hat. Sonntagfrüh wird er ein MRT bekommen, dann wissen wir mehr. Vor dem Tor von Wahi kann ich kein Foul erkennen. Das ist für uns extrem ärgerlich, weil das Spiel ansonsten eine andere Wendung nimmt. Vor allem für Wahi. Das müssen wir akzeptieren und ich möchte betonen, dass ich dadurch nicht die kämpferische Leistung der Heidenheimer schmälern möchte.

Frank Schmidt (Cheftrainer 1. FC Heidenheim 1846): Wir wollten drei Punkte holen. Wir hatten die ersten 20, 25 Minuten einige aussichtsreiche Situationen. Aber in Sachen Ballkontrolle, Situationen zu Ende spielen und Raum nutzen hatten wir Probleme. Dennoch haben wir uns belohnt mit dem 1:0. Wir hatten danach noch ein, zwei richtig gute Möglichkeiten, aber nicht die Ruhe und die Klarheit. In der zweiten Halbzeit wusste nach dem Lattenkopfball in der 46. Minute jeder, dass wir weiter hinten reingedrückt werden. Die Konter in Überzahl haben wir nicht genutzt. Nach dem 1:1 haben wir Probleme bekommen, da konnten wir nicht alles verhindern. Dennoch: wir hatten Mut und die Mannschaft hat alles reingeworfen. Diant Ramaj war in herausragender Form mit und gegen den Ball. In den letzten Minuten wollten wir das 2:1, der Zeitpunkt wäre perfekt gewesen. Ich muss der Mannschaft ein riesiges Kompliment machen nach dieser Woche. Wir wollen uns aber auch nicht zu sehr feiern, wir hätten das Spiel gerne gewonnen.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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