Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

DFB-Pokal 2025/2026 - 2. Hauptrunde

2:4 i.E (1:1, 1:1, 1:0)

Termin: Di 28.10.2025, 18:30 Uhr
Zuschauer: 59.300
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Tore: 1:0 Knauff (7.), 1:1 Brandt (48.)
Elfmeterschießen: 0:1 Silva, 1:1 Uzun, 1:2 Süle, Doan verschießt, 1:3 Chukwuemeka, 2:3 Batshuayi, 2:4 Nmecha, Chaibi verschießt

 

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt
Borussia Dortmund

  • Zetterer
  • Kristensen
  • R. Koch
  • Theate
  • Doan
  • Chaibi
  • Larsson
  • Brown
  • M. Götze
  • Knauff
  • Burkardt

 


  • Kobel
  • Anselmino
  • Anton
  • N. Schlotterbeck
  • Ryerson
  • Sabitzer
  • Bellingham
  • Svensson
  • Adeyemi
  • Brandt
  • Beier

 

Wechsel
  • Uzun für M. Götze (73.)
  • Skhiri für Larsson (73.)
  • Bahoya für Knauff (88.)
  • Batshuayi für Bahoya (120.)
Wechsel
  • Süle für Anselmino (46.)
    Guirassy für Adeyemi (77.)
    Fabio Silva für Beier (84.)
    F. Nmecha für Sabitzer (91.)
    Chukwuemeka für Brandt (91.)
Trainer
  • Dino Toppmöller
Trainer
  • Niko Kovac

 

 

Bitteres Ende vom Punkt

Die Eintracht unterliegt dem BVB in einem Pokalfight mit 3:5 nach Elfmeterschießen. Knauff hatte zur Führung getroffen (7.), Brandt ausgeglichen (48.).

Mario Götze und Hugo Larsson standen im Vergleich zum 2:0 gegen St. Pauli in der Startaufstellung, dafür saßen Can Uzun und Ellyes Skhiri zu Beginn auf der Bank. BVB-Coach Niko Kovac ging in Sachen Rotation noch einen Schritt weiter, bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wechselte er gleich auf fünf Positionen.

Nach gemächlichen ersten fünf Minuten startete das Spiel dann so richtig durch. Zunächst mit einer Gelegenheit für die Gäste, doch Adeyemi setzte seinen Schuss links neben das Tor (6.). Fast im Gegenzug dann auch die erste Torchance für die Eintracht - und die machte es besser! Ausgangspunkt war ein langer Ball von Robin Koch in die Dortmunder Hälfte, wo der BVB zu kurz abwehrte, Götze an die Kugel kam und maßgeschneidert in die Gasse zu Knauff spielte. Dieser blieb cool und schob den Ball überlegt an Gregor Kobel vorbei ins rechte Eck.

Beide Teams belauerten sich in der Folge, hatten durchaus ihre kleinen Momente, fanden aber erstmal kein Mittel mehr gegen die jeweils gut stehende Verteidigung des Gegners. Deutlich jenseits der Halbstundenmarke waren es dann wieder die Adlerträger, die für ein Raunen im ausverkauften Deutsche Bank Park sorgen konnten. Erst nahm sich Chaibi aus der Distanz ein Herz, dessen Versuch jedoch zur Ecke abgefälscht wurde. Dann probierte es Doan mit einem Schlenzer, der Kobel allerdings nicht in Verlegenheit bringen konnte (35., 38.). Da dieser wenig später auch bei einem wuchtigen Versuch von Arthur Theate aus großer Distanz zur Stelle war, blieb es bei der knappen, aber verdienten Führung zur Pause.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem frühen Tor, diesmal jedoch für die Gäste. Nach einer scharfen, flachen Hereingabe von rechts war es am Ende Julian Brandt, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie drückte (48.). Dem Ausgleichstreffer war wohl eine Abseitsstellung von Maximilian Beier vorausgegangen, in dieser Pokalrunde gab es jedoch noch keinen VAR. Die Eintracht schüttelte sich nur kurz und sorgte durch einen ans Außennetz gesetzten direkten Freistoß von Chaibi wenig später auch selbst erstmals für Torgefahr (54.). Nachdem zwischenzeitlich wenig Zwingendes zu verzeichnen war, hatte abermals Ansgar Knauff die bis dahin beste Chance für die Eintracht. Nach einer abgefangenen Hereingabe machte Michael Zetterer das Spiel mit einem weiten Abwurf schnell. Obwohl von gleich vier Dortmundern umzingelt, kam Knauff zum Abschluss und zwang Gäste-Keeper Kobel zu einer überragenden Parade, die den Doppelpack und die erneute Führung der Hausherren verhinderte (69.).

Borussia Dortmund unterliefen in der Folge immer mal wieder Ungenauigkeiten im Angriff und abgefangenen Zuspielen durch die Frankfurter. Aus einem eben solchen Ballgewinn entspann sich die nächste hessische Großchance. Diesmal war es ein satter Linksschuss von Doan, der an Kobel vorbei ging, aber nur die Querlatte traf (80.). Nur eine Minute später konnte der BVB-Keeper dann wieder eingreifen und lenkte einen Flachschuss des eingewechselten Can Uzun um den Pfosten. Die Eintracht war inzwischen die griffigere, gefährlichere Mannschaft, die vor allem über die eigene rechte Angriffsseite immer wieder durchbrechen konnte.

Von den Gästen war offensiv nur noch wenig zu sehen, auch ein Kopfball des eingewechselten Serhou Guirassy ging deutlich am Kasten vorbei (90.). In der Nachspielzeit mussten die Frankfurter und ihre Fans dann doch noch mal die Luft anhalten, denn der ebenfalls eingewechselte Fábio Silva prüfte noch einmal Zetterer im Eintracht-Tor mit einem Schuss durch Kristensens Beine. Somit ging dieses Zweitrundenpartie in die Verlängerung.

Die Toppmöller-Elf zwang den BVB auch in der Extrazeit weiterhin zu Fehlern und präsentierte sich präsent in den Zweikämpfen. Doch weder ein Kopfball von Doan (92.), noch ein krachender Distanzschuss von Farés Chaibi (102.), den Kobel mit der nächsten Glanzparade abwehrte, fanden ihr Ziel. In Minute 104 dann doch noch mal Alarm im Strafraum der SGE, letztlich ging Guirassys Fallrückzieher weit drüber.

Nach dem letzten Seitenwechsel des Abends war es dann vor allem ein Kampfspiel und lauern auf eine vielleicht letzte große Chance. Und genau so eine erschloss sich der SGE durch einen ruhenden Ball. Den Freistoß von der Strafraumkante brachte Ritsu Doan an den kurzen Pfosten, wo Jonathan Burkardt die Kugel zum vermeintlichen 2:1 über die Linie drückte, doch der Frankfurter Freudentaumel erstickte an der korrekt angezeigten Abseitsstellung des Angreifers (115.). In der 118. Minute dann noch mal Nico Schlotterbeck mit einem Versuch aus der Distanz, den Zetterer allerdings zur Ecke klären konnte. Es war die letzte Torchancen eines höchst spannenden Pokalkrimis, der seinen Showdown auf die dramatischste aller Arten erleben sollte.

Die finale Entscheidung fiel dann vor der Ostkurve, wo der eingewechselte Fábio Silva den BVB in Führung brachte, die von Can Uzun umgehend egalisiert wurde. Erstmals knapp wurde es dann beim Versuch des ebenfalls von der Bank gekommenen Niklas Süle, bevor Ritsu Doan den zweien Frankfurter Schuss über die Querlatte setzte. Nach einem erneuten Treffer durch Chukwuemeka hielt Joker Michy Batshuayi die Eintracht mit dem Treffer zum 2:3 weiter im Spiel. Auch Nmecha versenkte seinen Versuch, bevor Farés Chaibi in Gregor Kobel seinen Meister fand. Damit war die Entscheidung gefallen und der Frankfurter Weg im DFB-Pokal endete höchst dramatisch in der zweiten Runde.

Stimmen zum Spiel

Dino Toppmöller: Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen, wir waren die aktivere und bessere Mannschaft. Es war ein toller Pokalfight. Wir wollten diese Energie auf den Platz bringen, wollten Eintracht-Frankfurt-like sein, das haben wir gezeigt. Die vergangenen Wochen waren nicht einfach. Wichtig war, diese Antwort auf den Platz zu bringen. Das, was die Jungs auf den Platz und die Fans auf den Rängen gebracht haben, war insgesamt mit das Beste in dieser Saison. Laufbereitschaft, Kampfgeist – wir haben alles auf den Platz gebracht, was in den vergangenen Wochen auch eingefordert wurde. Es musste das Elfmeterschießen sein. Ich gehe mit dem Gefühl nach Hause, dass ich unfassbar stolz auf die Jungs bin. Es ist unfassbar, wie sie gelaufen sind. Ich habe ihnen vorher gesagt: Glaubt an eure Qualität, bringt diese Jugendlichkeit auf den Platz. Jetzt muss ich sie wieder aufbauen, weil ich glaube, dass wir nicht verdient ausgeschieden sind. Es wird nicht einfacher in den nächsten Wochen. Wir stehen wieder auf und weiter geht’s.

Kapitän Robin Koch: Das ist extrem bitter, die Jungs sind geknickt in der Kabine. Wir haben ein top Spiel gemacht, jeder auf dem Platz und auf den Rängen wollte es ziehen. Auch in der Verlängerung hatten wir es mehr verdient, haben nach vorne gespielt, schießen das Tor, was knapp Abseits war. Beim Elfmeterschießen ist immer Glück dabei, das war leider nicht auf unserer Seite. Von der Leistung über 120 Minuten können wir mit etwas Abstand viel mitnehmen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, jeder hat alles auf dem Platz gelassen. Wir haben sehr wenig zugelassen, waren mit Ball gut, hatten viel Energie, waren in den Zweikämpfen gut drin, haben immer nach vorne gepusht und uns Chancen erarbeitet. Zweite Runde DFB-Pokal, so ein Spiel – was hier los war, pusht uns nach vorne. Das hat uns getrieben. Natürlich sind die Beine müde, aber das war uns nicht anzusehen. Wir können uns immer auf unsere Fans verlassen. Es gibt der Mannschaft viel, wenn wir nach dem Spiel diesen Zuspruch bekommen.

Niko Kovac (Cheftrainer Borussia Dortmund): Es war ein Pokalfight. Das Spiel konnte nur durch das Elferschießen entschieden werden. Wir hatten einen guten Start, wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Es gab wenige Torchancen auf beiden Seiten. Eintracht hat es sehr gut gemacht, Kompliment. Das war mit das Beste, was ich in letzter Zeit gesehen habe – ein richtig gutes Spiel der Eintracht. Mit einem Mann weniger hätten wir das Spiel nicht gewonnen, da wären wir nicht ins Elfmeterschießen gekommen.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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