|
Eintracht Frankfurt -
FC St. Pauli |
![]() |
Bundesliga 2025/2026 - 8. Spieltag
2:0 (1:0)
Termin: Sa 25.10.2025, 15:30 Uhr
Zuschauer: 59.500
Schiedsrichter: Robin Braun (Wuppertal)
Tore: 1:0 Burkardt (36.), 2:0 Burkardt (56.)
| Eintracht Frankfurt |
FC St. Pauli |
|
|
Wechsel
|
Wechsel
|
Trainer
|
Trainer
|
| Burkardt stellt die Weichen Die Eintracht gewinnt dank des Doppelpackers und einer konzentrierten Mannschaftsleistung mit 2:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli. An einem herbstlichen Samstagnachmittag empfing die Frankfurter Eintracht am achten Spieltag der Bundesliga den FC St. Pauli. Dabei änderte Cheftrainer Dino Toppmöller seine erste Elf auf vier Positionen im Vergleich zum Duell mit dem Liverpool FC und brachte Farès Chaibi, Ellyes Skhiri, Can Uzun und Jonathan Burkardt von Beginn an. Auch Gäste-Coach Alexander Blessin musste seine Startformation anpassen und auf Sechser James Sands verzichten. Das erste offensive Ausrufezeichen setzten die Hamburger, allerdings stand mit Martijn Kaars der vermeintliche Torschütze beim Zuspiel relativ deutlich im Abseits (4.). In der Folge hatte vor allem die Eintracht etwas vom Spiel, ohne zunächst zu nennenswerten Gelegenheiten zu kommen. Einzig in der achten Minute gelang es der SGE mal, einen sauber vorgetragenen Angriff bis in den Strafraum der Gäste zu spielen. Nach einer Ablage von Jonathan Burkardt bat Can Uzun die halbe Hintermannschaft zum Tänzchen, sein Schuss wurde aber letztlich zur Ecke geblockt. Wirklich brenzlig wurde es danach erstmal in keinem der beiden Strafräume. Dem Tor am nächsten kam noch Danel Sinani mit einem Distanzschuss, der letztlich aber deutlich am Tor von Michael Zetterer vorbei ging (21.). In der Folge dauerte es wieder über zehn Minuten, bevor erneut Uzun im Hamburger Strafraum geblockt wurde. Diesmal hatte Rasmus Kristensen den Angriff mit einem sehenswerten langen Ball auf Ansgar Knauff eingeleitet, der dann von der Grundlinie zurückgelegt hatte (32.). Vier Minuten später brach Jonathan Burkardt den Bann und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Adlerträger ein. Vorausgegangen war ein nicht festgehaltener Flankenball von FCSP-Keeper Nikola Vasilj, den Burkardt in bester Stürmermanier zur Führung über die Linie drücken konnte. In der 44. Minute prüfte dann abermals Burkardt den Schlussmann der Gäste, der den satten Abschluss von der Strafraumkante diesmal sicher parieren konnte. Personell unverändert aber mit merklich mehr Zug nach vorne startete die Eintracht in den zweiten Durchgang. Während Uzun es zwei Mal von links kommend mit seinem starken rechten Fuß versuchte (47., 50.), hatte Nathaniel Brown die erste Großchance des zweiten Durchgangs. In der 49. Minute war Ansgar Knauff rechts auf und davon und bediente im Zentrum den frisch gebackenen deutschen A-Nationalspieler, der jedoch am diesmal glänzend parierenden Vasilj scheiterte. Die Frankfurter blieben aber am Drücker und erhöhten kurze Zeit später auf 2:0. Ein punktgenauer weiter Diagonalball von Farés Chaibi fand im Strafraum Jonathan Burkardt, der sich erst stark gegen Hauke Wahl durchsetzte und dann auch den Keeper keine Chance ließ. Die Eintracht hatte die Partie nun im Griff und überließ auch den Gästen phasenweise das Spiel. Dennoch dauerte es es bis zur 69. Minute, ehe Michael Zetterer mal wieder ins Spielgeschehen eingreifen musste. Der ungefährliche Kopfball nach einem Freistoß stellte allerdings keine große Herausforderung dar. Zwar wechselte der FC St. Pauli mehrfach, doch wirklich gefährlich wurden die Kiezkicker dem Frankfurter Tor nicht. Auch weil beispielsweise der eingewechselte Oladapo Afolayan beim gewohnt robusten Rasmus Kristensen in besten Händen war. Zumindest bis zum 78. Minute, als der Flügelstürmer nach einem Konter der Hamburger dann doch mal Zetterer prüfte, bevor der Nachschuss des ebenfalls eingewechselten Connor Metcalfe deutlich über das Tor ging. St. Pauli versuchte in der Folge nach Kräften zu so etwas wie einer Schlussoffensive zu kommen, fand gegen die wachsamen Frankfurter aber kaum ein Durchkommen. Stattdessen bot sich der SGE nochmal eine Doppelchance. Eine der sich nun bietenden Konterchancen scheiterte in letzter Sekunde an einem Abwehrbein, dann parierte abermals Vasilj, diesmal gegen Ritsu Doan. Es waren die letzten Höhepunkte der Partie, die nicht nur für drei Punkte auf dem Frankfurter Konto sorgte, sondern die Ungeschlagenserie der Eintracht gegen die Hamburg auf fünf Partien ausbaute. Stimmen zum Spiel Dino Toppmöller: Wir wollten von außen auch Emotionalität reinbringen und dieses Spiel unbedingt gewinnen. Es war ein Arbeitssieg. St. Pauli war gut im Block, sie haben gut verteidigt, sie sind sehr gut im Vorwärtsverteidigen, es gab auf beiden Seiten wenig Torchancen zunächst. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten uns gegenseitig unterstützen, nach vorne verteidigen – das haben wir top gemacht – den Zweikampf intensiv führen, auch kurz vor der Trainerbank. Der von Rasmus war genau eine Szene, die das ganze Stadion sehen will. Die Spieler sind über den Punkt gegangen, das zeigen die Daten – und das mit nicht mal 72 Stunden Regeneration. Wir waren souverän, endlich haben wir mal wieder zu Null gespielt. Das war total wichtig. Vorne haben wir zwei Tore gemacht, wir können zufrieden nach Hause gehen. Das erste war ein typisches Jonny-Tor, er hat gelauert. Beim zweiten hat er die Ruhe, den Ball anzunehmen und diese Klasse, dass er wartet, bis der Ball nochmal runterfällt und ihn dann cool einzuschieben. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Highlight am Dienstag zu Hause gegen den BVB, es muss ein Pokalfight werden. Jonathan Burkardt: Wir sind sehr erleichtert, zu Null gewonnen und ein gutes Spiel gemacht zu haben. Wir haben defensiv zusammengestanden. So muss das sein. Deshalb sind die drei Punkte verdient. Vor dem 2:0 muss man zuerst den Pass loben. Der war Weltklasse über den Verteidiger gespielt, perfekt auf mich. Im Vordergrund steht, ohne Gegentor geblieben zu sein und gewonnen zu haben. Alexander Blessin (Cheftrainer FC St. Pauli): Es war nicht alles schlecht, wir haben uns nie aufgegeben. Teilweise haben wir es zu kompliziert gemacht: unkonzentriert, unsauber, erster Kontakt nicht gut. Aber es war zu wenig, wenn es darum geht, den letzten Schritt zu machen, die letzte Flanke oder den Schuss zu blocken. Mich stört die Art und Weise unserer Gegentore in letzter Zeit. Das sind zu einfache Gegentore, unsere Fehler werden sofort bestraft. Mir fehlt der letzte Schritt, um die Tore zu verteidigen. Wichtig ist, den Kopf klar zu bekommen. Da müssen wir sukzessive rauskommen.
|
Bericht und Fotos von www.eintracht.de
|