Eintracht Frankfurt - FC Liverpool

UEFA Champions League 2025/2026 - Ligaphase, 3. Spieltag

1:5 (1:3)

Termin: Mi 22.10.2025, 21:00 Uhr
Zuschauer: 58.700
Schiedsrichter: Francois Letexier (Frankreich)
Tore: 1:0 Kristensen (26.), 1:1 Ekitiké (35.), 1:2 van Dijk (39.), 1:3 Konaté (44.), 1:4 Gakpo (66.), 1:5 Szoboszlai (70.)

 

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt
FC Liverpool

  • Zetterer
  • Amenda
  • R. Koch
  • Theate
  • Kristensen
  • M. Götze
  • Larsson
  • Brown
  • Doan
  • Bahoya
  • Knauff

 


  • Mamardashvili
  • Frimpong
  • Konaté
  • van Dijk
  • Robertson
  • Szoboszlai
  • C. Jones
  • Wirtz
  • Gakpo
  • Isak
  • Ekitiké

 

Wechsel
  • Burkardt für Bahoya (59.)
  • Collins für Kristensen (59.)
  • Chaibi für M. Götze (64.)
  • Uzun für Doan (64.)
  • Skhiri für Knauff (76.)
Wechsel
  • Bradley für Frimpong (19.)
  • Chiesa für Isak (46.)
  • Mac Allister für Gakpo (74.)
  • Salah für Ekitiké (74.)
  • Gomez für Konaté (74.)
Trainer
  • Dino Toppmöller
Trainer
  • Arne Slot

 

 

Deftig

Die Eintracht geht zwar durch Kristensen gegen die Reds in Führung (26.), unterliegt aber nach fünf LFC-Toren binnen 35 Minuten mit 1:5 (1:3).

Im Vergleich zum 2:2 in Freiburg rotierten vier Spieler in die erste Elf. Im Tor startete Michael Zetterer, außerdem begannen Ansgar Knauff, Mario Götze und Jean-Mattéo Bahoya. Dafür nahmen Kaua Santos, Jonathan Burkardt, Farès Chaibi und Can Uzun zunächst auf der Bank Platz. Auf Seiten des LFC kam es zum Wiedersehen mit gleich mehreren ehemaligen Akteuren aus der Bundesliga, darunter der natürlich mit einem warmen Applaus willkommen geheißene Hugo Ekitiké.

Die von Dino Toppmöller taktisch etwas umgestellte SGE, die erstmal ohne klassischen Stürmer begann, startete mutig in diese Partie und holte quasi vom Anstoß weg nicht nur die erste Ecke, sondern hatte durch Bahoya auch die erste gute Torchance. Der Franzose wurde per klugem Steckpass von Ritsu Doan in Richtung Liverpool-Tor auf die Reise geschickt, scheiterte aus etwas zu spitzem Winkel aber an Giorgi Mamardashvili im Kasten der Engländer (7.). Nur eine Minute später dann die erste Gelegenheit für den amtierenden englischen Meister, doch Alexander Isak wollte es im direkten Duell mit Michael Zetterer etwas zu lässig machen. In der zehnten Minute dann das nächste schwedisch-deutsche Duell, diesmal fischte Zetterer einen Schuss aus dem kurzen Eck.

Nach der ersten Viertelstunde wurden die Gäste aus Liverpool dann merklich dominanter und hatten deutlich mehr vom Spiel. Gegen die mit einer defensiven Fünferkette agierende Eintracht taten sich die Kicker von der Merseyside allerdings schwer, ihre optische Überlegenheit in klare Torchancen umzumünzen. Stattdessen war es SGE, die sich die nächste nennenswerte Torchance erspielte – und in Führung ging (26.). Nach einem Ballgewinn von Brown gegen Wirtz spielten die Hessen einen Konter aus dem Lehrbuch, den Rasmus Kristensen nach Zuspiel von Mario Götze aus spitzem Winkel im langen Eck versenkte.

Wirklich geschockt vom Rückstand zeigten sich die Gäste nicht und kamen in der 32. Minute zu ihrer bis dahin besten Chance. Der früh für den verletzten Frimpong eingewechselte Bradley war aus kurzer Distanz zum Kopfball gekommen, fand aber seinen Meister im stark parierenden Zetterer. Nur zwei Minuten später waren es wieder die Frankfurter, die über die linke Seite eine Lücke in der Hintermannschaft der Reds fanden, doch die Ablage von Brown fand im Strafraum keinen Abnehmer. Stattdessen machte Liverpool das Spiel schnell und kam im Gegenzug zum Ausgleich durch Hugo Ekitiké (35.), der – in der eigenen Hälfte gestartet – seinen Gegenspielern enteilte und cool einschob.

Nun war der LFC endgültig im Spiel und traf wenig später durch Kapitän Virgil Van Dijk, der bei einem Eckball nicht zu halten war und per Kopf traf, auf 1:2 (39.). Diesmal waren es die Frankfurter, die nach dem Rückstand um eine schnelle Antwort bemüht waren, doch der Abschluss des von Doan im Strafraum angespielten Bahoya konnte von einem Verteidiger abgeblockt werden. Statt des Ausgleichs gab es noch vor der Pause das dritte Gegentor für die SGE, wieder per Kopf nach einem Eckball, diesmal vom anderen Innenverteidiger Ibrahima Konaté (44.).

Mit dem gleichen Bild wie vor der Pause ging es in den zweiten Durchgang. Liverpool präsentierte sich weiterhin dominant und hatte das Spiel im Griff, während sich bei den Hausherren erstmal die eine oder andere Ungenauigkeit im Passspiel einschlich. Nachdem Zetterer den direkt getretenen Freistoß von Wirtz zur Ecke klärte (56.), zeigten die Reds, warum sie zu den Mitfavoriten im Wettbewerb gezählt werden müssen. Während die Eintracht durch die Einwechslungen von Burkardt, Collins, Chaibi, Uzun und Skhiri versuchte, doch noch mal frische Impulse zu setzen, spielte Liverpool sein Spiel unbeeindruckt weiter und erhöhte, obwohl Zetterer einige Male Schlimmeres verhinderte. Erst vollendete Cody Gakpo einen Angriff zum 1:4 (66.), bevor vier Minuten später ein Distanzschuss von Dominik Szoboszlai für das 1:5 aus hessischer Sicht sorgte.

Mit dieser komfortablen Führung im Rücken schalteten die Gäste einen Gang zurück und ließen auch die Eintracht etwas mehr gewähren. Die Toppmöller-Elf blieb bemüht, tat sich gegen die Reds allerdings schwer, noch mal gefährlich vor das Tor von Mamardashvili zu kommen. Die beste Chance hatte Chaibi noch mal mit einem Schlenzer, der allerdings knapp neben das Tor ging (84.). Somit blieb es an diesem nasskalten Abend in der Königsklasse beim 1:5 aus Frankfurter Sicht. Auch, weil Zetterer noch einige Male zur Stelle war.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Liverpool hat uns den Schneid abgekauft, weil sie die Zweikämpfe gewonnen haben. Das ist eine der besten Mannschaften Europas. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Wir müssen daran arbeiten und ansprechen, wie wir in die Zweikämpfe kommen. Da können wir individuell und als Team noch viel lernen. Wir müssen schnell unsere Schlüsse ziehen aus den vielen Gegentoren. Natürlich sind zwei Türme wie van Dijk und Konaté schwer zu verteidigen. Da muss man schauen, wie man vielleicht dafür sorgt, dass sie nicht so einlaufen können. Wir müssen seriöser werden und dem Gegner auch mal wehtun wollen. Es ist nicht ganz einfach. Wir haben eine junge Mannschaft, die noch lernen muss. Wir müssen erwachsener werden, individuell und als Mannschaft.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Ich hatte das Gefühl, dass wir einen guten Start hatten. Die erste Ecke nach wenigen Sekunden, wir hatten Zugriff, waren mit Ball ordentlich, hatten gute Aktivität in den richtigen Zonen und in den Zweikämpfen. So schießen wir auch das erste Tor, wir machen es top in der Entstehung und im Abschluss. Insgesamt gesagt: Wir waren gut im Spiel. Dann ist es zu einfach, als Robertson Heki schickt. Da müssen wir Spieler blocken, so wie es van Dijk und Konaté gegen Knauff gemacht haben. Die Gegentore vor der Pause haben uns den Stecker gezogen. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so aktiv, nicht mehr so gut mit Ball, haben uns schwerer getan, das Selbstbewusstsein war weg. Bei aller Schärfe und Kritik sollten wir wissen, gegen wen wir gespielt haben. Diese Jungs haben erst dafür gesorgt, dass Liverpool hierherkommt. Aber natürlich müssen wir besser verteidigen. Die zweite Halbzeit ist ganz normal, dass man sieht, was die Ereignisse zuvor mit einer jungen Mannschaft machen. Das gute Gefühl war dann natürlich weg. Es geht jetzt darum, das Gefühl des Sieges wiederzubekommen. Dafür müssen wir am Samstag wieder alles geben, schärfer sein und den Ball besser attackieren.

Arne Slot (Cheftrainer Liverpool FC): Wir haben uns vorher viele Spiele der Eintracht angeschaut. In keinem haben sie taktisch so gespielt wie hier. Die erste Chance des Gegners hat direkt zu einem Tor geführt. Am Ende war es die einzige. Mit einer 3:1-Führung ist es einfacher, das Spiel zu kontrollieren, als bei einem 0:1-Rückstand. Wir erzielen diese Führung, weil wir zwei Standards verwandeln. Das ist, warum ich sage, dass Standards so wichtig sind. Wenn das nicht passiert, steht es 1:1 zur Pause und das Spiel wird ganz anders bewertet. Hugo Ekitikés Tor war speziell. Du konntest sein Tempo sehen. In den vergangenen Wochen hatten wir viele Chancen, aber wenig ging rein. Jetzt hat es geklappt.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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