SC Freiburg - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 7. Spieltag

2:2 (1:2)

Termin: So 19.10.2025, 15:30 Uhr
Zuschauer: 34.700
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore: 1:0 Scherhant (2.), 1:1 Burkardt (18.), 1:2 Burkardt (38.), 2:2 Grifo (87.)

 

 

>> Spielbericht <<

SC Freiburg
Eintracht Frankfurt

  • Atubolu
  • Kübler
  • Ginter
  • Lienhart
  • Makengo
  • M. Eggestein
  • Manzambi
  • Beste
  • Höler
  • Scherhant
  • Adamu

 


  • Kaua Santos
  • Kristensen
  • Amenda
  • R. Koch
  • Theate
  • Larsson
  • Chaibi
  • Uzun
  • Doan
  • Brown
  • Burkardt

 

Wechsel
  • Y. Suzuki für Höler (64.)
  • Matanovic für Adamu (64.)
  • Grifo für Scherhant (75.)
  • Günter für Makengo (75.)
  • Dinkci für Manzambi (81.)
Wechsel
  • Skhiri für Chaibi (65.)
  • M. Götze für Uzun (65.)
  • Knauff für Doan (74.)
  • O. Höjlund für Larsson (80.)
  • Bahoya für Burkardt (80.)
Trainer
  • Julian Schuster
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Burkardt-Doppelpack beim Remis

Die Eintracht spielt 2:2 (2:1) in Freiburg. Jonathan Burkardt hatte die Partie nach frühem Rückstand (2.) gedreht (18./38.), Grifo gleicht spät aus (87.).

Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller nahm im Vergleich zur Heimniederlage vor der Länderspielpause gegen den FC Bayern München drei Änderungen in der Startelf vor: Rasmus Kristensen rotierte nach ausgestandener Oberschenkelverletzung genauso ins Team wie Aurèle Amenda (erster Startelfeinsatz 2025/26) und Farès Chaibi, dafür nahmen Ellyes Skhiri und Jean-Mattéo Bahoya auf der Bank Platz. Mit den personellen Veränderungen veränderte Toppmöller auch die taktische Grundformation von einem 4-2-3-1 auf eine 5-3-2-Grundordnung.

Vor den 34.700 Zuschauern im ausverkauften Europa-Park-Stadion in Freiburg erwischten die Gastgeber den perfekten Start: Nach einem Fehlpass von Koch im Aufbau schaltete Manzambi schnell und bediente den durchstartenden Scherhant, der frei vor SGE-Keeper Kaua Santos unhaltbar ins lange Eck abschloss (2.).

In der Folge suchten die Adlerträger nach einer schnellen Antwort, doch Chaibi übersah in einer aussichtsreichen Situation den besser postierten Doan, stattdessen wurde sein Schuss aus 16 Metern geblockt. In der 18. Minute war es dann so weit: Nach einem hohen Ballgewinn von Burkardt kam die Kugel über Chaibi und Uzun mit etwas Glück zurück zu dem Stürmer, der die Kugel mit einem starken Kontakt aus der Luft annahm und aus spitzem Winkel wuchtig ins lange Eck einnetzte.

In einer munteren und ausgeglichenen ersten Halbzeit waren dann wieder die Breisgauer an der Reihe: Nach einem Eckball von Beste kam Höler zum Kopfball, aber Santos packte sicher zu (26.). Auf der Gegenseite hatte Burkardt nach einem langen Einwurf von Kristensen die nächste Frankfurter Chance, bei dem Schuss aus 15 Metern war SC-Schlussmann Atubolu zur Stelle (33.).

Wenige Minuten später war der deutsche Nationalstürmer wieder zur Stelle und brachte die Eintracht in Führung. Nach einem Ballverlust von Makengo sah Uzun den clever aus dem Abseits zurückgelaufenen Chaibi im Strafraum, der Algerier passte klug in den Rückraum, wo Burkardt den Ball aus sieben Metern über die Linie bugsierte (38.). Mit der 2:1-Führung für die SGE ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Die Freiburger kamen zum zweiten Durchgang mit Schwung aus der Kabine und direkt wieder gefährlich vors Tor der Adlerträger. Kübler chippte den Ball aus dem Halbfeld in Richtung zweiter Pfosten, wo Manzambi zum Kopfball kam, die Kugel aber nicht richtig traf und neben das Tor setzte (47.). Wenig später zog Manzambi aus der zweiten Reihe ab, Amenda fälschte noch entscheidend ab, so dass der Ball knapp am linken Pfosten vorbeistrich (54.). Während von der SGE in dieser Phase nach dem Seitenwechsel wenig in der Offensive zu sehen war, köpfte Höler auf Seiten der Gastgeber nach einer Flanke von Makengo übers Tor (60.).

Es dauerte bis zur 72. Minute, ehe die Frankfurter mal wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum vordringen konnten: Nach einer feinen Flanke des eingewechselten Götze klärte Ginter im letzten Moment vor dem einschussbereiten Burkardt. Kurz darauf köpfte Amenda nach einem weiten Einwurf über den Kasten (74.).

In der Schlussphase agierte die Eintracht aus einem tiefstehenden Deckungsverbund, ließ keine Freiburger Chancen zu und hatte im eigenen Ballbesitz zudem mehr Spielkontrolle als in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit. Dennoch kam der SC zum Ausgleich – per direktem Freistoß. Der eingewechselte Grifo schlenzte den ruhenden Ball zur Überraschung von Santos ins kurze Eck (87.).

In der Nachspielzeit hatte Brown noch eine gute Gelegenheit für die SGE, verfehlte mit seinem Versuch aus 15 Metern das Tor aber knapp (90.+2). Noch brenzliger wurde es auf der anderen Seite, als Ginter nach einer Flanke plötzlich am zweiten Pfosten auftauchte und aus spitzem Winkel den anderen Pfosten traf (90.+4). Danach war Schluss – der SC Freiburg und die Eintracht teilen sich am Ende gerecht die Punkte, auch wenn das Remis aufgrund des späten Treffers der Gastgeber besonders unglücklich aus Sicht der Adlerträger ist.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Grundsätzlich bin ich enttäuscht, weil wir zwei einfache Gegentore bekommen haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit zwar nichts zugelassen, müssen aber eigentlich aufs dritte Tor gehen. Dann ist das Thema erledigt. Stattdessen kassieren wir den Ausgleich. Dass du so ein Gegentor bekommst, ist natürlich ärgerlich.

Jonathan Burkardt: Das sind 100 Prozent zwei verlorene Punkte. Es tut weh, so spät den Ausgleich zu bekommen. Zwei mehr oder weniger individuelle Fehler bringen uns zwei Gegentore, das ist ärgerlich. Wir haben das Spiel kontrolliert, haben kompakter gestanden, haben defensiv keine großen Chancen zugelassen. Diesmal hat es gut gepasst. Alles in allem ist es die Haltung der Mannschaft, das war ein Schritt nach vorne in der Hinsicht. Beim ersten Tor habe ich Glück, dass der tiefe Ball zu mir abgefälscht wird. Der erste Kontakt ist gut, der Abschluss auch. Beim zweiten Tor kriege ich Schubser von Nene, weil ich zu spät höre, dass er „Leo“ ruft. Es war nicht das schönste Tor, aber Tor ist Tor. Ich bin glücklich über den Doppelpack. Aber natürlich ist es schade, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.

Julian Schuster (Cheftrainer SC Freiburg): Wir starten perfekt ins Spiel und so wie wir es uns erhofft haben: über Balleroberungen gefährlich zu werden. Wir haben ein paar Momente gebraucht, um defensiv genau reinzufinden. Ich kann akzeptieren, wenn der Gegner Momente hat, in denen er Tore gut herausspielt. Aber das lässt sich von unseren Gegentoren vor der Pause nicht behaupten. Dann bedarf es gegen ein offensivstarkes Frankfurt ungemeiner Disziplin, Konzentration und Geduld. Dafür sind wir belohnt worden, haben hinten raus sogar noch die große Chance durch Ginter. Ich sehe es so wie Dino Toppmöller: Das Unentschieden ist gerecht. Weniger hätte sich nicht gut angefühlt. Es war wichtig, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Nehmen wir mit. Weiter geht’s.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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