Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - x. Spieltag

4:6 (0:5)

Termin: Sa 27.09.2025, 18:30 Uhr
Zuschauer: 54.042
Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)
Tore: 0:1 Koch (11.), 0:2 Knauff (15.), 0:3 Burkardt (35.), 0:4 Chaïbi (39.), 0:5 Uzun (45.+1), 0:6 Koch (47.), 1:6 Castrop (72.), 2:6 Tabakovic (78.), 3:6 Engelhardt (83.), 4:6 Ranos (90.+9)

 

 

>> Spielbericht <<

Borussia Mönchengladbach
Eintracht Frankfurt

  • Nicolas
  • Diks
  • Elvedi
  • Chiarodia
  • Scally
  • Reitz
  • Engelhardt
  • Ullrich
  • Stöger
  • Castrop
  • Machino

 


  • Kaua Santos
  • Collins
  • R. Koch
  • Theate
  • Brown
  • Skhiri
  • Chaibi
  • Uzun
  • Doan
  • Knauff
  • Burkardt

 

Wechsel
  • Tabakovic für Chiarodia (38.)
  • Neuhaus für Stöger (38.)
  • Sander für Machino (61.)
  • Netz für Reitz (61.)
  • Ranos für Ullrich (82.)
Wechsel
  • Buta für Collins (57.)
  • M. Götze für Uzun (57.)
  • Wahi für Burkardt (71.)
  • O. Höjlund für Doan (71.)
  • Amenda für Brown (78.)
Trainer
  • Eugen Polanski
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Ein wilder Ritt

Die Eintracht siegt in Mönchengladbach mit 6:4 (5:0) und feiert den dritten Saisonsieg. Koch mit seinem ersten Doppelpack, Knauff, Burkardt, Chaibi und Uzun treffen.

Cheftrainer Dino Toppmöller schickte seine Mannschaft im 4-1-4-1-System auf den Rasen im BORUSSIA-PARK. Vor Kaua Santos verteidigte mit Collins, Kapitän Koch, Theate und Brown dieselbe Viererkette wie bei der 3:4-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin. Ellyes Skhiri startete als einziger Sechser anstelle von Hugo Larsson. Der Tunesier kam somit zu seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Saison. In der Offensive begannen Uzun und Chaibi zentral, während Ritsu Doan auf dem rechten Flügel wirbelte. Ansgar Knauff über links sowie Jonathan Burkardt in der Spitze komplettierten die Startelf anstelle von Jean-Mattéo Bahoya und Elye Wahi.

Die Hessen erwischten den effizienteren Start. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Chaibi versuchte sich Doan aus der Distanz und verfehlte das Tor von Gladbach-Schlussmann Moritz Nicolas um einen guten Meter (7.). Für die Führung sorgte dann der Spielführer: Robin Koch verwertete eine Eckballhereingabe von Chaibi mustergültig und nickte früh in der Begegnung zum 1:0 ein (10.).

Ein weiterer Freistoß, bei dem Doan und Chaibi einen Plan schmiedeten, fand zunächst keinen Abnehmer in der Box, gelang jedoch über Umwege erneut zu Doan. Mit ordentlich Druck servierte der Japaner den Ball Knauff, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste, in der Zentrale auf dem Silbertablett. Für Knauff war es der zweite Treffer der laufenden Bundesligasaison (15.). Von den Hausherren kam derweil noch nicht viel: Jens Castrop probierte sich, doch Santos begrub die Kugel sicher in seinen Armen (19.).

Auf der anderen Seite herrschte hingegen Dauerbetrieb vor dem Gladbacher Kasten. Uzun schoss zweimal knapp links daneben (29., 34.) und legte dann für Burkardt auf, der sich im Zweikampf mit Elvedi durchsetzte und das runde Leder an Nicolas vorbeidrückte (35.). Fohlen-Coach Eugen Polanski sah sich in seiner Not gezwungen doppelt zu wechseln: Er brachte Neuhaus und Tabakovic für Stöger und Chiarodia.

Keine zwei Minuten dauerte es jedoch, da klingelte es erneut im Gladbacher Tor. Knauff schickte Doan auf die Reise, der wiederum Chaibi in der Zentrale bediente. Der Algerier erhöhte auf 4:0 (40.) aus Eintracht-Sicht. Damit aber nicht genug: Uzun wurde bei seinem Abschluss nach Hackenvorlage Chaibis nicht gestört und sorgte mit seinem Treffer ins obere rechte Eck dafür, dass die Eintracht mit einem 5:0-Vorsprung in die Pause.

Nach der Pause nahm die Eintracht den Gastgebern direkt den Wind aus den Segeln, als Brown mustergültig auf Koch servierte und dieser die Flanke ohne Mühe zentral vor dem Tor über die Linie drückte. Es war der erste Doppelpack für den Kapitän in seinem 148. Bundesligaspiel.

Weil danach beim VfL zunächst kein großes Aufbäumen erkennbar war und die Eintracht weiterhin solide verteidigte, aber nicht mehr die Intensität in der Offensive hatte, verflachte die Partie. Nachdem Götze zu seinem Comeback und Buta zu seinem 50. Bundesliga-Einsatz gekommen war (57.), konnte sich Kaua Santos binnen 20 Sekunden doppelt auszeichnen (64.) – erst flog er sehenswert, dann war er schnell unten, jeweils nach Kopfbällen.

Nachdem Chaibi nach einem kurz ausgeführten Freistoß den Pfosten traf (69.), blies Mönchengladbach zur Schlussoffensive und kam zum 1:6 (72.). Jens Castrop köpfte aus sechs Metern eine Scally-Flanke von der rechten Seite ein. Tabakovic erneut per Kopf (78.), Engelhardt aus dem Gewühl (83.) verkürzten auf 3:6. Vor dem letzten Treffer hatte Santos noch einen starken Reflex gezeigt, bei den Einschlägen hinter ihm war er letztlich chancenlos. Ranos (90.+9) mit dem dritten Gladbacher Kopfballtreffer stellte den Endstand zum 4:6 aus VfL-Sicht her.

Die Eintracht fährt somit nach einer überragenden ersten Halbzeit und mit einem Gang zurückgeschaltet nach der Pause den dritten Saisonsieg ein.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Das Ergebnis spiegelt ein Stück weit unseren Entwicklungsprozess wider. Dass wir gewisse Fähigkeiten und Qualität nach vorne haben und es auch defensiv und im Gegenpressing gut gemacht haben in der ersten Halbzeit, im Anlaufen gut waren und schöne Tore gemacht haben, ist ein Teil von uns. Aber wir haben noch nicht die Ruhe, solch ein Spiel runterzuspielen. Dann waren wir nicht mehr in der Struktur und so holst du einen Gegner über Standardsituationen zurück. Das zeigt, wie weit wir sind und wo wir noch Entwicklungspotential haben. In den letzten 25 Minuten hat uns vor allem die Konsequenz im Verteidigen gefehlt. Das müssen wir lernen.

Ansgar Knauff: Wir waren sehr scharf im Gegenpressing und hatten viel den Ball. Wir haben direkt das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben; wir wollten erstmal die Basics umzusetzen: intensives Anlaufen und Zweikämpfe annehmen. Mit diesem Push sind wir in unsere Ballbesitzphase gekommen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir uns gut nach vorne kombiniert und immer wieder Chancen erspielt, Tore erzielt. Was in der letzten halben Stunde passiert ist, darf uns auch beim Stand von 6:0 nicht passieren. Am Ende sind wir erstmal sehr froh, dass wir ein Auswärtsspiel in Gladbach gewonnen haben, was an sich nicht leicht ist. Aber wenn man den Spielverlauf sieht, sind wir bis zur 60. Minute zufrieden und danach war es nicht gut, einfach zu wenig. Deshalb war die Stimmung etwas gedämpft nach dem Spiel. Mit etwas Abstand werden wir uns sicher darüber freuen, drei Punkte geholt zu haben.

Eugen Polanski (Trainer Borussia Mönchengladbach): Wir haben 45 Minuten nicht stattgefunden, bei Frankfurt hat ehrlicherweise alles gepasst. Unsere Körpersprache nach dem 0:2 war ausschlaggebend dafür, dass wir zur Pause 0:5 zurücklagen. Ich kann Gegentore akzeptieren, aber nicht auf diese Art und Weise. Entschuldigung an die Fans, das ist absolut inakzeptabel. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass eine Mannschaft nach dem 0:6 nach der Pause normalerweise komplett auseinanderfällt. Das sind wir nicht. Wir haben in der Halbzeit an unsere Ehre und unser Auftreten appelliert. Wir wollten die zweite Halbzeit gewinnen. Die Tore lassen das Ergebnis etwas schöner aussehen, aber das hilft uns unterm Strich nicht.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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