Bayer 04 Leverkusen - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2025/2026 - 3. Spieltag

3:1 (2:0)

Termin: Fr 12.09.2025, 20:30 Uhr
Zuschauer: 30.210
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore: 1:0 Grimaldo (10.), 2:0 Schick (45. +4, Elfmeter), 2:1 Uzun (52.), 3:1 Grimaldo (90. +8)

 

>> Spielbericht <<

Bayer 04 Leverkusen
Eintracht Frankfurt

  • Flekken
  • Quansah
  • Badé
  • Tapsoba
  • Vazquez
  • Palacios
  • Andrich (59.)
  • Grimaldo
  • Tella
  • M. Tillman
  • Schick

 


  • Zetterer
  • Kristensen
  • Collins
  • R. Koch
  • Theate
  • O. Höjlund
  • Chaibi
  • Doan
  • Uzun
  • Bahoya
  • Burkardt

 

Wechsel
  • Aleix Garcia für Palacios (15.)
  • E. Fernandez (90. +2) für M. Tillman (62.)
  • Kofane für Tella (82.)
  • Tape für Schick (82.)
Wechsel
  • Brown für Kristensen (10.)
  • Batshuayi für O. Höjlund (71.)
  • Knauff für Bahoya (83.)
  • Dahoud für Burkardt (83.)
  • Wahi für Uzun (83.)
Trainer
  • Kasper Hjulmand
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Turbulente Niederlage in Leverkusen

Frankfurt unterliegt Bayer 04 mit 1:3 (0:2). Can Uzun erzielt den Anschluss (52.), die Werkself erhält zwei Platzverweise.

Mit zwei Änderungen in der Startelf ging die Eintracht in das Freitagabendspiel bei Bayer Leverkusen. So rückte der vor der Länderspielpause angeschlagene Jonathan Burkardt zurück, außerdem ersetzte Oscar Højlund den mit einem Magen-Darm-Infekt unpässlichen Hugo Larsson. Erstmals in dieser Saison schaffte es Kaua Santos nach überstandener Kreuzbandverletzung ins Aufgebot. Ebenso auf der Bank saß zum esten Mal Fousseny Doumbia, ein Abwehrtalent aus der U21.

Nach einer ereignislosen Anfangphase folge nach nicht mal zehn Minuten der doppelte Nackenschlag für die SGE. Erst verletzte sich Rasmus Kristensen ohne Einwirkung des Gegners und machte Platz für Nathaniel Brown. Wenige Augenblicke später setzte Alejandro Grimaldo einen direkten Freistoß an den Innenpfosten, von wo der Ball erst gegen Michael Zetterers Hinterkopf und dann ins Tor prallte (10.). Auch die Werkself musste kurz nach der Führung notgedrungen wechseln, Aleix García ersetzte Exequiel Palacios.

Für die Eintracht lief auch in der Folge erstmal wenig zusammen, stattdessen hatte weiterhin Leverkusen die klareren Aktion und die Torchancen. Nathan Tella setzte einen Abschluss nach flinkem Solo genauso über die Querlatte wie auch Patrik Schick eine wuchtigen Schuss von der Strafraumkante (17., 23.). Während die Hessen weiterhin nicht so recht in die Partie fanden, stand vor allem Zetterer im Fokus und fischte unter anderem einen Abschluss von Schick aus dem Toreck (31.).

Nach über einer halben Stunde meldeten sich dann auch die Adler erstmals offensiv zu Wort. Erst setzte Can Uzun einen schwer zu verwertenden Ball neben das Tor, dann ging ein Kopfball von Burkardt nach Flanke von Jean-Mattéo Bahoya knapp über die Latte (36., 37.). So entwickelte sich gegen Ende der ersten Hälfte ein offeneres Spiel, das jedoch auf beiden Seiten die ganz großen Momente schuldig blieb. Zumindest bis zur Nachspielzeit, als Schick vom Punkt auf 0:2 aus Frankfurter Sicht stellte, nachdem Robin Koch im Strafraum Gegenspieler Tella regelwidrig zu Fall gebracht hatte.

Die Adlerträger kehrten scheinbar unbeeindruckt auf den Rasen zurück. Plötzlich hatten die Gäste in der BayArena das Momentum auf ihrer Seite und kamen durch Can Uzun relativ zügig zum Anschluss. Nach einem Eckball versuchte Edmond Tapsoba zu klären, der jedoch Uzun vor die Füße fiel, der das Leder mit vollem Risiko abnahm und an Mark Flekken vorbei im Gehäuse unterbrachte (52.). Eine Minute zuvor war Koch nach einem ruhenden Ball aus dem Halbfeld zum Kopfball gekommen und auch Farès Chaibi seinen ersten Torschuss der Partie abgegeben.

Die Eintracht blieb am Drücker und hatte obendrein ab der 59. Minute einen Mann mehr auf dem Feld. Nach einem gelbwürdigen Foul hatte Schiedsrichter Deniz Aytekin den bereits verwarnten Robert Andrich des Feldes verwiesen. Zwei Zeigerumdrehungen darauf fiel fast der Ausgleich durch einen spektakulären Distanzschuss von Nnamdi Collins, der allerdings ans Lattenkreuz klatschte. Konträr zum ersten Durchgang hatte nun die Werkself alle Hände voll zu tun sich der gegnerischen Angriffe zu erwehren.

Mit fortschreitender Spieldauer gelang es Bayer etwas besser, den Spielfluss der Eintracht zu hemmen. Was auch an einer längeren Unterbrechung im Spiel lag, bei welcher der eingewechselte Michy Batshuayi und Gegenspieler Loïc Badé nach einem Zusammenprall behandelt werden mussten. In der 83. Minute wechselte Cheftrainer Dino Toppmöller dreifach und schickte Ansgar Knauff, Elye Wahi und Mo Dahoud ins Rennen.

Die erste Großchance danach gehörte wiederum den Hausherren, doch Zetterer konnte den fast schon sicher geglaubten Gegentreffer durch den ebenfalls eingewechselten Axel Tape mit einer herausragenden Parade verhindern. In der Folge verlagerte sich das Geschehen dann wieder in den Hälfte von Bayer, doch unter anderem ein Versuch von Wahi fand nicht mehr den Weg ins Tor (89.). Auch der zweite Platzverweis gegen den Gastgeber, den eingewechselten Ezequiel Fernández, half nicht, die Niederlage abzuwenden, zumal Grimaldo per Freistoß der Schlusspunkt gehörte – 3:1 für Bayer Leverkusen.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, waren fahrig und nicht wach genug. Wir kriegen die Gegentore alle durch Standards. Der Ballverlust vor dem 2:0 darf uns nicht passieren. In der zweiten Hälfte hatten wir eine gute Phase und haben uns aufgebäumt, aber das reicht nicht und ist am Ende zu wenig. Bayer hat sich in der Folge weiter zurückfallen lassen. Dann war es insgesamt zu wenig von uns. Wir haben auch zu langsam Fußball gespielt, keine Spieler überspielt und immer nur von Mann zu Mann gepasst. In Überzahl waren wir zu wild und zu hektisch und haben verdient verloren. In der Situation vor dem Elfmeter kann so ein Foul passieren im Eins-gegen-eins, aber davor dürfen wir den Ball nicht so verlieren. Da hat es der Verteidiger dann immer schwer im direkten Duell. Wir hatten diesmal nicht die Ruhe im Spiel und haben Leverkusen das gegeben, was sie haben wollten. So konnten sie lauern und schnell umschalten. Wir müssen mehr in die Dynamik kommen und mehr Spieler überspielen. Uns erwarten viele Mannschaften, die tief stehen werden, an diesen Dingen müssen wir arbeiten. Wir haben noch viel zu tun und wissen, was unsere Schwächen sind. Es war eine schlechte Leistung, wir haben vermissen lassen, was es benötigt, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Daraus müssen wir lernen.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Wir wissen, dass Leverkusen einen Umbruch hatte, aber sie haben in den vergangenen beiden Jahren den deutschen Fußball mitdominiert. Wenn man gegen eine Topmannschaft spielt, dann brauch man eine Topleistung – das haben wir nicht geschafft. Dabei sind wir eigentlich gut reingekommen. Der Schlüsselmoment war das Freistoßtor von Grimaldo sowie gleichzeitig die Verletzung von Rasmus Kristensen. Anschließend hat sich Leverkusen etwas zurückgezogen. Wir hatten viel Kontrolle, aber keine guten Entscheidungen mit dem Ball. Leverkusen war gefährlich im Umschalten. Irgendwie war die Entstehung des Elfmeters bezeichnend, es war ein sehr unglücklicher Moment. Die Reaktion der Mannschaft nach der Pause hat mir sehr gut gefallen, wir hatten eine gute Energie und Power. Wir wollten unbedingt einen schnellen Anschlusstreffer, dann waren wir leider nicht mehr zwingend genug, um Leverkusen vor Probleme zu stellen. Trotz drei Standardtoren war es ein verdienter Sieg für Leverkusen. Das insgesamt größte Problem war, dass wir mit Ball technisch zu unsauber waren. Die Struktur hat gepasst, aber wir hatten nicht den letzten Punch und keine Power zum Tor – wir haben es nicht geschafft, das gegnerische Tor zu bedrohen. Dabei geht es auch um Entscheidungsfindung. Gegen einen tiefen Block braucht man eine hohe Spielgeschwindigkeit, die hatten wir aber nicht.

Kasper Hjulmand (Cheftrainer Bayer 04 Leverkusen): Wir sind sehr, sehr froh – wir haben drei Punkte. Frankfurt spielt einen sehr guten Fußball, es war sehr schwer für uns. Sie haben uns zu Beginn vor viele Probleme gestellt und sind hoch angelaufen. Wir hatten zu viele Ballverluste, dennoch haben wir uns einige Chancen erarbeitet – hinter den Ketten war Platz. Die Mannschaft hat insgesamt einen tollen Charakter gezeigt, viel Energie. Erst das Gegentor, dann nur noch zehn, dann nur noch neun Spieler. Die tollen Freistoßtore von Grimaldo haben den Unterschied gemacht. Wir haben viel zu verbessern, aber so kann man starten.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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