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SGS Essen - Eintracht
Frankfurt |
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Bundesliga 2024/2025 - 5. Spieltag
1:3 (1:0)
Termin: So06.10.2024, 14:00 Uhr
Zuschauer: 2.168
Schiedsrichterin: Angelika Söder (Schwarzenbruck)
Tore: 1:0 Kowalski (18., Foulelfmeter), 1:1 Freigang (61.), 1:2 Reuteler (83.), 1:3 Freigang (87.)
SGS Essen |
Eintracht Frankfurt |
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Trainer
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Spiel an der Hafenstraße gedreht Die Eintracht dreht bei der SGS Essen einen Rückstand und gewinnt durch zwei späte Tore noch 3:1 (0:1). SGE-Trainer Niko Arnautis veränderte seine Startelf auf keiner Position, ließ die Elf wie beim 3:0-Sieg über Wolfsburg auflaufen. Erstmals bei einem Pflichtspiel auf der Bank saß U20-Spielerin Tomke Schneider. Die Frankfurterinnen taten sich in der Anfangsphase schwer, Lücken im kompakten SGS-Mittelfeld zu finden. Der erste Vorstoß über Géraldine Reuteler nach knappen acht Minuten landete noch im Toraus (9.), der von Laura Freigang war da gefährlicher: Die Nationalstürmerin traf allerdings SGS-Keeperin Sophia Winkler (12.). Die Gäste aus Hessen wurden stärker, hatten mehr Spielkontrolle. Die Essenerinnen blieben aber unbequem und hatten gefährliche Vorstöße, Kapitänin Sara Doorsoun hielt Ramona Maier vom Torschuss ab (16.), klärte zur Ecke. Die Führung erzielte aber die SGS Essen: Natasha Kowalski traf aus elf Metern (18.), Schiedsrichterin Angelika Söder hatte kurz zuvor einen Kontakt im Strafraum als Foul gewertet und auf den Punkt gezeigt. Angestachelt durch den Rückstand zeigten sich die Adlerträgerinnen giftig in den Zweikämpfen, Barbara Dunst und Elisa Senß probierten es aus der Distanz (23. und 27.). Nach einer halben Stunde wurde Essen offensiver, die Ex-Frankfurterin Paulina Platner köpfte nach einer Ecke den Ball an die Latte (34.). Die Partie gestaltete sich nun offener: Reuteler traf beim Konter nur Winklers Fuß (35.), kurz darauf hatte die Schweizerin die nächste gute Möglichkeit aus spitzem Winkel (37.), es blieb aber beim 0:1 zur Pause. Den ersten Schuss nach dem Seitenwechsel gab Sophia Kleinherne ab (48.), der Ball ging aber recht deutlich übers Tor. Die Frankfurterinnen nahmen nun wieder das Heft in die Hand, Elisa Senß verlängerte einen Freistoß nur knapp neben den Kasten (53.) und Dunsts Schuss konnte Winkler abfangen (57.). Es war aber zu wenig, um den Ausgleich zu erzwingen, gleichzeitig war die SGE-Defensive immer wieder gefordert, Schüsse abzublocken oder gefährliche Situationen zu klären. Doch Frankfurt drückte weiter und es wurde knapper für Essen: Erst verpasste Anyomi (58.), kurz darauf Senß aus spitzem Winkel (59.). Nach einer knappen Stunde war es so weit, der verdiente Ausgleich fiel: Laura Freigang fiel ein abgeblockter Schuss vor die Füße, die Stürmerin musste nur noch einschieben (61.). Fast wäre dies Pia Wolter gelungen, doch der nach einer Freistoßfinte bei ihr gelandete Ball landete in den Händen von Winkler im SGS-Kasten (67.). Auch Essen spielte auf Sieg, nach einem Eckstoß musste Pia Wolter auf der Linie klären (74.). Die Verteidigerin probierte es auf der Offensivseite mit einem Fallrückzieher ans Außennetz (76.), Doorsoun verzog kurz darauf aus der zweiten Reihe (78.) und auch Dunst zielte zu zentral (83.). Erst eine punktgenaue Flanke der zur Pause eingewechselten Nina Lührßen auf Reutelers Kopf am hinteren Pfosten brachte die verdiente Führung (84.). Freigang erzielte nach schöner Kombination über Reuteler und Carlotta Wamser noch das 3:1 (87.). Wamser hätte sogar noch einen weiteren Treffer hinzufügen können (90.+1). Stimmen zum Spiel Niko Arnautis: Es war heute das erwartet schwere Spiel, gerade in der ersten Halbzeit war die SGS sehr kompakt und hat leidenschaftlich verteidigt. Wir hatten zwar durch Laura Freigang die erste Chance auf die Führung, bekommen dann aber prompt per Elfmeter das Gegentor, so wird es noch schwerer. In der einen oder anderen Umschaltsituation waren wir dann nicht so gut, wie wir hätten sein müssen. Rund um die Strafräume waren wir nicht so konsequent, konnten uns nicht immer durchsetzen. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir mit noch mehr Intensität und Konsequenz die Partie drehen werden. Das ist uns gelungen, wir haben das 1:1 gemacht und Essen hatte es dann enorm schwer. Wir haben heute einige gute Impulse durch Einwechslungen setzen können und hatten wieder ein starkes Kollektiv zu bieten, sodass das 2:1 und 3:1 noch gefallen ist. Hinten raus war der Sieg auch hochverdient. Barbara Dunst: Wir wussten aus der Vorsaison, dass Essen ein sehr unangenehmer Gegner ist. Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwergetan, die richtigen Räume zu finden und das Passtempo hochzuhalten. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht. Vor allem aber haben wir an uns geglaubt und wollten die Partie unbedingt drehen, um den Sieg gegen Wolfsburg zu bestätigen. Die Liga wird immer ausgeglichener, da heißt es gegen jedes Team, voll durchziehen und Mentalität beweisen. Wir müssen daran festhalten, dass wir eine Mannschaft sind, die Rückstände drehen kann. SGS-Trainer Markus Högner: Glückwunsch, der Sieg von Frankfurt war verdient. Die Eintracht hat nochmal einen Schritt nach vorne gemacht im Vergleich zur vergangenen Saison, ist heute cool geblieben. Ich kann meinem Team aber keinen Vorwurf machen, wir hatten das Zentrum dicht gemacht und vor der Pause nicht viel zugelassen. Und wenn der Ball aufs Tor kam, war Sophia Winkler zur Stelle, die ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Der Schlüssel war am Ende, dass wir die Entlastungsangriffe und einige Ballbesitzphasen nach dem Ausgleich nicht mehr hatten.
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Bericht und Fotos von www.eintracht.de
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