1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2024/2025 - 8. Spieltag

1:1 (0:1)

 

Termin: So. 27.10.2024, 17:30 Uhr
Zuschauer: 22.012
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Tore: 0:1 M. Götze (14.), 1:1 Hollerbach (66.)

 

>> Spielbericht <<

1. FC Union Berlin
Eintracht Frankfurt

  • Rönnow
  • Doekhi
  • Vogt
  • Diogo Leite
  • Trimmel
  • Kemlein (65. Schäfer )
  • R. Khedira
  • Rothe (65. Skov)
  • Jeong (65. Jordan)
  • Vertessen (84. Benes)
  • Hollerbach (76. Skarke)

 


  • Trapp
  • Kristensen (38. Dina Ebimbe)
  • Tuta
  • R. Koch
  • Theate (77.)
  • Skhiri
  • Larsson
  • M. Götze (65. Chaibi)
  • Knauff (82. Amenda)
  • Ekitiké (65. Matanovic)
  • Marmoush (81. Brown)

 

Trainer
  • Bo Svensson
Trainer
  • Dino Toppmöller

 

 

Umkämpftes Remis in Berlin

Union und die Eintracht trennen sich 1:1 (0:1). Götze erzielt die Frankfurter Pausenführung (14.), die Adler überstehen eine wilde Schlussphase in Unterzahl.

Drei Tage nach dem 1:0-Heimsieg in der UEFA Europa League gegen Riga tauchten sechs neue Gesichter in der Startelf auf. Oder um den Vergleich zum vorherigen Bundesligaspiel in Leverkusen zu nehmen: Ellyes Skhiri und Ansgar Knauff begannen anstelle von Junior Dina Ebimbe und Niels Nkounkou. Letzterer war wegen einer allergischen Reaktion in Frankfurt geblieben.

Im Stadion An der Alten Försterei gehörten Eintracht Frankfurt die ersten Torchancen: Nach einem langen Ball von Arthur Theate nahm Omar Marmoush Tempo auf, wurde beim Abschluss im Strafraum aber im letzten Moment von Kevin Vogt geblockt (4.). Kurz darauf setzte Theate nach einer Ecke am zweiten Pfosten artistisch zum Seitfallzieher an, verfehlte den Kasten aber knapp (5.). Im Gegenzug verfehlte Tom Rothe nach Vorarbeit von Benedict Hollerbach im Getümmel aus kurzer Distanz ebenfalls das Gehäuse (6.).

In der 14. Minute ging die Eintracht nach einer Standardsituation in Führung: Diogo Leite und Christopher Trimmel bekamen eine Ecke von Marmoush nicht geklärt, über Theate und Hugo Ekitiké flipperte die Kugel zu Skhiri, der aus sechs Metern abschloss; der noch leicht abgefälschte Schuss landete schließlich bei Götze, der den Ball am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Das 1:0 für die Gäste durch den Jubilar, der sein 300. Bundesligaspiel bestritt.

Nach der frühen Führung kontrollierten die Gäste zunächst mit viel Ballbesitz und aufmerksamen Ballgewinnen das Geschehen, ehe Union in der Offensive mehr wagte: Zunächst zog Yorbe Vertessen aus über 20 Metern ab und zwang Kevin Trapp zu einer ersten Parade (29.). In der 35. Minute hatten die Eisernen dann die beste Chance der ersten Halbzeit: Vertessen setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und passte von der Grundlinie in den Rückraum, wo Rothe in Rücklage aus sieben Metern zu hoch zielte.

Die Eintracht, bei der Kristensen verletzungsbedingt vorzeitig Platz für Dina Ebimbe machte (38.), kam ihrerseits kurz vor der Pause durch zwei Kopfbälle von Tuta nach aufeinanderfolgenden Ecken zu weiteren Gelegenheiten, doch Union-Keeper Frederik Rönnow war zur Stelle (45.). Nachdem Knauff in der vierten Minute der Nachspielzeit aus 14 Metern neben das Tor schoss, pfiff Schiedsrichter Harm Osmers zur Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte erneut Rothe aufseiten des Gastgebers für Gefahr: Nach einer Flanke von Vertessen setzte der Außenbahnspieler den Ball per Seitfallzieher aber deutlich neben das Tor (47.). Großes Glück hatte die Eintracht bei einer Direktabnahme von Trimmel aus 20 Metern, die am Innenpfosten landete (50.).

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs drückten die Hauptstädter die Adlerträger immer weiter hinten rein, Entlastung fehlte. Nach einer Hereingabe von Doekhi kam Hollerbach aus vollem Lauf zum Abschluss, doch Trapp war zur Stelle (59.).

In der 66. Minute war es geschehen: Die SGE verlor nach eigenem Freistoß den Ball, Skov schaltete den Turbo ein und bediente den mitgelaufenen Benedict Hollerbach, der frei freistehend einnetzte. Der Treffer zählte zunächst wegen einer möglichen Abseitsstellung nicht, auf Hinweis des Video Assistant Referee hatte das 1:1 schließlich doch Bestand.

Die Eintracht versuchte, prompt zu antworten, doch Rönnöw wehrte einen hart getretenen Freistoß von Marmoush ab (70.). Kurz darauf schloss der neben Farès Chaibi eingewechselte Igor Matanovic zu zentral ab, auch dieser Ball war kein Problem für den ehemaligen SGE-Schlussmann im Tor der Eisernen (73.).

Die Schlussphase mussten die Adlerträger in Unterzahl bestreiten. Theate sah nach einem Foul an András Schäfer Gelb-Rot (77.). Mit einem Mann mehr auf dem Feld hatten die Hausherren in den letzten Minuten viel Ballbesitz, kamen gegen konzentriert verteidigende Frankfurter aber kaum mehr gefährlich vors Tor – bis zur ersten Minute der Nachspielzeit: Union kombinierte sich über rechts nochmal in den Strafraum, László Bénes bediente Tim Skarke, der Trapp mit seinem satten Abschluss aus spitzem Winkel keine Abwehrchance ließ. Doch diesmal kassierte der VAR den Treffer wegen einer Abseitsposition im Vorfeld (90. +1 ). Am Ende brachten die Adlerträger nach einer konzentrierten und kampfbetonten Schlussphase in Unterzahl das 1:1-Unentschieden über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Dino Toppmöller: Was hier abgegangen ist, war typisch Alte Försterei. Es war das erwartet intensive Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir zunächst eine sehr gute Kontrolle und sind verdient in Führung gegangen. Später haben wir etwas die Kontrolle verloren und die Bälle zu leicht verloren. In der zweiten Halbzeit hat Union den Druck erhöht. Nach dem in der Entstehung unnötigen 1:1 und in Unterzahl haben die Jungs eine super Mentalität gezeigt und großartig verteidigt. Es ist ein absolut verdienter Punkt.

Kevin Trapp: Wir wussten genau, was hier auf uns zukommt. Ich weiß nicht, wie viele Teams hier noch gewinnen werden, es ist sehr schwer, auswärts bei Union zu bestehen. Dafür haben wir es gut gemacht. Wir hatten über 90 Minuten kaum Räume, der Gegner hat uns eins gegen eins fast überall auf dem Platz angelaufen. Man hatte wenig Zeit zur Entscheidungsfindung. Dafür haben wir es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und sind verdient in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte war es nicht mehr so gut, Union hat auch mit dem Publikum im Rücken noch mehr gedrückt, kam besser ins Spiel und zu Möglichkeiten. In Unterzahl wird es natürlich nochmal schwerer. Eine Niederlage am Ende wäre ein Nackenschlag gewesen, weil wir wirklich viel investiert haben. Es gibt immer Dinge, die wir besser machen müssen, gerade mit Ball ruhiger zu bleiben. Trotz allem können wir mit dem Punkt zufrieden sein.

Bo Svensson (Cheftrainer 1. FC Union Berlin): Wir haben uns sehr schwergetan, reinzufinden. Die Frankfurter waren in der ersten halben Stunde klar besser. In der zweiten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft und müssen das Spiel gewinnen. Frankfurt hat eine klasse Mannschaft mit einem guten Plan. Wir hatten richtig Probleme, haben uns aber reingebissen und das Spiel langsam auf unsere Seite gezogen. Das spricht für die Mannschaft.

 

>> Spieldaten <<

 

 

Bericht und Fotos von www.eintracht.de


 

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