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FC Bayern München
- 1. FFC Frankfurt |
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DFB-Pokal 2012/2013 - 2. Hauptrunde
5:3 i.E.
(1:1, 0:1 0:0, 0:0)
Termin: 07.10.2012, 14:00 Uhr
Zuschauer: 530
Schiedsrichter: Christine Baitinger (Magstadt)
Tore: 0:1 Schmidt (91.), 1:1 Wenninger (113.)
Elfmeterschießen: 1:0 Hagen, Laudehr verschießt, 2:0 Lotzen, 2:1 Marozsán, 3:1 de Pol, 3:2 Kulig, 4:2 Cross, 4:3 Bartusiak, 5:3 Lewandowski
FC Bayern München |
1. FFC Frankfurt |
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Aus der Traum für den FFC Der 1. FFC Frankfurt scheidet im DFB-Pokal gegen den Titelverteidiger FC Bayern nach Elfmeterschießen aus. Zur tragischen Figur avanciert Nationalspielerin Simone Laudehr. Manager Dietrich will trotzdem weiter auf Trainer Dahm setzen. Lähmendes Entsetzen, gespenstische Stille, entgeisterte Gesichter: Wird diese Szenerie allmählich zum Dauerzustand beim 1. FFC Frankfurt? Binnen acht Tagen hatte der Frauen-Bundesligist beinahe drei albtraumartige, wenn auch völlig unterschiedliche Erlebnisse zu überstehen. Am Sonntagnachmittag ist im Sportpark Aschheim nach dem Skandalspiel von Potsdam und dem Torfluch gegen Gütersloh nun noch ein unglückliches Ausscheiden im DFB-Pokal hinzugekommen. Letztlich besiegelte ein verschossener Strafstoß von Simone Laudehr – die Nationalspielerin setzte die Kugel neben das Tor – die 4:6 (1:1, 0:0-)Niederlage nach Elfmeterschießen beim Pokalverteidiger FC Bayern München. Besonders tragisch für die ehemalige Duisburgerin, die gerade von einer Viruserkrankung genesen war und gleich den ersten Versuch vom Kreidepunkt vergab. Anschließend leistete sich niemand einen Fehlschuss mehr – ausgerechnet die ehemalige Frankfurterin Gina Lewandowski verwandelte den finalen Elfer. Während die FCB-Fußballerinnen danach ähnliche Jubelarien wie am 12. Mai nach dem Pokalsieg gegen die Frankfurterinnen anstimmten, konnten die Verantwortlichen den frühen Abschied von dieser Bühne kaum fassen. „Die Mannschaft hat sich gut präsentiert“, sagte Manager Siegfried Dietrich, „aber wir machen aus unseren Chancen zu wenig Tore. Wir müssen nun die volle Konzentration auf die Bundesliga legen.“ Dietrich sprach als Investor noch an Ort und Stelle dem Interimstrainer Philipp Dahm das Vertrauen aus, auch wenn der „sportliche und wirtschaftlich Rückschlag“ einen Branchenführer schwer trifft, der ohnehin schon in der Champions League nicht mitmischen darf. Dass sich der Frankfurter Luxuskader nur noch in einem Wettbewerb betätigen darf, klingt fast aberwitzig. Dahm wollte mit seinen Spielerinnen aber nicht grundsätzlich ins Gericht gehen. „Wir haben viel Druck gemacht, aber wir müssen andere Lösungen vor dem Tor finden.“ Ein Klagelied, das beinahe Woche für Woche erklingt. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte und gutklassige Partie. Sandrine Brétigny scheiterte aus kurzer Distanz (42.), Kim Kulig (48.), Dzsenifer Marozsan (72.) und Stürmerin Jessica Wich (80.) vergaben ebenfalls. Auf der Gegenseite klatschte ein Ball von Bayern-Spielerin Vanessa Bürki an die Latte (17.), wurde den Bayern ein Tor wegen Abseitsstellung verweigert (71.). Als die Verlängerung unausweichlich geworden war, schien der 1. FFC Frankfurt auf die Siegerstraße einzubiegen, als Verteidigerin Bianca Schmidt nach einem abgewehrten Laudehr-Schuss im Nachsetzen das Führungstor gelang (91.). Doch dann gelang Carina Wenninger (113.) nach einem Freistoß noch der viel umjubelten Ausgleich für den hochmotivierten Gastgeber. „Wieder hat uns eine dumme Standardsituation das Genick gebrochen“, klagte der sichtlich enttäuschte Dietrich, der vom Team nun unbedingt eine Trotzreaktion am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim VfL Sindelfingen einfordert. (FR Online vom 07.10.2012)
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