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1. FFC Frankfurt - FF
USV Jena |
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Bundesliga 2012/2013 - 1. Spieltag
2:1 (0:1)
Termin: 02.09.2012, 11:00 Uhr
Zuschauer: 2.370
Schiedsrichter: Riem Hussein (Bad Harzburg)
Tore: 0:1 Utes (25.), 1:1 Schiewe (70., Eigentor), 2:1 Laudehr (87.)
1. FFC Frankfurt |
FF USV Jena |
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FFC quält sich zum Erfolg Von wegen Schützenfest: Der 1. FFC Frankfurt muss zum Auftakt der Frauen-Fußball-Bundesliga lange zittern. Der Siegtreffer zum 2:1 gegen Jena fällt erst drei Minuten vor Schluss. Vor allem in der ersten Halbzeit offenbart der FFC große Mängel. Geohrfeigt hätte er sich wahrscheinlich, wenn er sich beim Gedanken an den Ärger über einen verlorenen Punkt am Morgen ertappt hätte, verriet Daniel Kraus. Der Trainer des FF USV Jena dürfte sich wie viele der 2370 Zuschauer im Stadion am Brentanobad beim Saisonauftakt des 1. FFC Frankfurt in der Frauen-Bundesliga verwundert die Augen gerieben haben. Statt eines Schützenfestes des Luxuskaders, bei dem sieben deutsche Nationalspielerinnen in der Startelf standen, gab es beim mühsamen 2:1 (0:1) des Meisterschaftsanwärters reichlich Diskussionsbedarf. „Auf solche Spiele habe ich schlichtweg keine Lust“,
mahnte FFC-Trainer Sven Kahlert angefressen. Der 41-Jährige machte
sich keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. Dabei ging
es ihm gar nicht um die diszipliniert verteidigenden Spielerinnen aus
Jena. „90 Prozent der Teams in der Liga stehen tief gegen uns“,
sagte auch Saskia Bartusiak. Woher die Nervosität bei solch erfahrenen Spielerinnen kommen mag, konnte sich Kahlert ebenso wenig erklären, wie die Tatsache, dass kein Ruck durch das Team ging. Zur Pause stand es dann auch völlig überraschend 0:1, nachdem Susann Utes nach einer Ecke aus fünf Metern ungestört einnicken durfte (25.). Bis zur Halbzeit brachten es die neue Sturmhoffnung Sandrine Brétigny auf einen Latten- (6.) und Melanie Behringer auf einen Pfostentreffer (44.), während die wackelige Bartusiak nach einem zu kurzen Rückpass und einer Notbremse an der Stürmerin Iva Landeka zu Recht Rot sah (37.). „Wir sind immer unsicherer geworden. Spielerisch kann es nur besser werden“, sagte Neuzugang Bianca Schmidt. Dass die drei Punkte am Main blieben, war auf eine deutliche Portion Mehraufwand und Biss in der zweiten Hälfte zurückzuführen. Simone Laudehr rückte neben Kim Kulig ins Mittelfeld vor die notgedrungen formierte Dreierkette um Babett Peter, Bianca Schmidt und Meike Weber. Trotzdem musste beim 1:1 Carolin Schiewe mithelfen, die eine Flanke von Brétigny unglücklich ins eigene Tor abfälschte (70.). Danach hätte die Französin selbst für den Sieg sorgen können, scheiterte aber aus vier Metern an der Torfrau, ehe Laudehr drei Minuten vor Schluss nach einer Flanke von Kerstin Garefrekes zum 2:1 einköpfte. „Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir jetzt schon einmal einen Rückstand gedreht“, resümierte Kahlert. Das Team dürfe das in Zukunft aber auch gerne früher regeln, sagte Manager Siegfried Dietrich. (FR Online 03.09.2012)
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