1. FFC Frankfurt - FF USV Jena

Bundesliga 2012/2013 - 1. Spieltag

2:1 (0:1)

Termin: 02.09.2012, 11:00 Uhr
Zuschauer: 2.370
Schiedsrichter: Riem Hussein (Bad Harzburg)
Tore: 0:1 Utes (25.), 1:1 Schiewe (70., Eigentor), 2:1 Laudehr (87.)

 

>> Spielbericht <<

1. FFC Frankfurt
FF USV Jena

  • Nadine Angerer
  • Babett Peter
  • Bianca Schmidt
  • Saskia Bartusiak (38.)
  • Melanie Behringer
  • Kim Kulig
  • Meike Weber
  • Kerstin Garefrekes
  • Fatmire Bajramaj
  • Sandrine Brétigny
  • Sandra Smisek

 


  • Klara Muhle
  • Ria Percival
  • Kathleen Radtke
  • Laura Brosius
  • Susann Utes
  • Vivien Beil
  • Iva Lažeta
  • Julia Arnold
  • Carolin Schiewe
  • Amber Hearn
  • Safi Nyembo

 

Wechsel
  • Laudehr für Smisek (46.)
  • Huth für Behringer (57.)
  • Crnogorcevic für Bajramaj (83.)
Wechsel
  • Seiler für Nyembo (75.)
  • Lagaris für Utes (88.)
Trainer
  • Sven Kahlert
Trainer
  • Daniel Kraus

 

FFC quält sich zum Erfolg

Von wegen Schützenfest: Der 1. FFC Frankfurt muss zum Auftakt der Frauen-Fußball-Bundesliga lange zittern. Der Siegtreffer zum 2:1 gegen Jena fällt erst drei Minuten vor Schluss. Vor allem in der ersten Halbzeit offenbart der FFC große Mängel.

Geohrfeigt hätte er sich wahrscheinlich, wenn er sich beim Gedanken an den Ärger über einen verlorenen Punkt am Morgen ertappt hätte, verriet Daniel Kraus. Der Trainer des FF USV Jena dürfte sich wie viele der 2370 Zuschauer im Stadion am Brentanobad beim Saisonauftakt des 1. FFC Frankfurt in der Frauen-Bundesliga verwundert die Augen gerieben haben. Statt eines Schützenfestes des Luxuskaders, bei dem sieben deutsche Nationalspielerinnen in der Startelf standen, gab es beim mühsamen 2:1 (0:1) des Meisterschaftsanwärters reichlich Diskussionsbedarf.

„Auf solche Spiele habe ich schlichtweg keine Lust“, mahnte FFC-Trainer Sven Kahlert angefressen. Der 41-Jährige machte sich keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. Dabei ging es ihm gar nicht um die diszipliniert verteidigenden Spielerinnen aus Jena. „90 Prozent der Teams in der Liga stehen tief gegen uns“, sagte auch Saskia Bartusiak.

Nein, er könne es einfach nicht verstehen, wieso sich sein Team dem Gegner anpasse, so Kahlert. In der Tat gab es nach einem spielfreudigen Beginn der Frankfurterinnen bis zur Halbzeit nur erschreckend wenig Bewegung, einfallslose Ballstafetten und eine unglaubliche Anzahl an Fehlpässen zu sehen. „Viel zu hektisch und ungeduldig waren wir da“, analysierte die etwas ratlos wirkende Simone Laudehr.

Woher die Nervosität bei solch erfahrenen Spielerinnen kommen mag, konnte sich Kahlert ebenso wenig erklären, wie die Tatsache, dass kein Ruck durch das Team ging. Zur Pause stand es dann auch völlig überraschend 0:1, nachdem Susann Utes nach einer Ecke aus fünf Metern ungestört einnicken durfte (25.). Bis zur Halbzeit brachten es die neue Sturmhoffnung Sandrine Brétigny auf einen Latten- (6.) und Melanie Behringer auf einen Pfostentreffer (44.), während die wackelige Bartusiak nach einem zu kurzen Rückpass und einer Notbremse an der Stürmerin Iva Landeka zu Recht Rot sah (37.). „Wir sind immer unsicherer geworden. Spielerisch kann es nur besser werden“, sagte Neuzugang Bianca Schmidt.

Dass die drei Punkte am Main blieben, war auf eine deutliche Portion Mehraufwand und Biss in der zweiten Hälfte zurückzuführen. Simone Laudehr rückte neben Kim Kulig ins Mittelfeld vor die notgedrungen formierte Dreierkette um Babett Peter, Bianca Schmidt und Meike Weber. Trotzdem musste beim 1:1 Carolin Schiewe mithelfen, die eine Flanke von Brétigny unglücklich ins eigene Tor abfälschte (70.).

Danach hätte die Französin selbst für den Sieg sorgen können, scheiterte aber aus vier Metern an der Torfrau, ehe Laudehr drei Minuten vor Schluss nach einer Flanke von Kerstin Garefrekes zum 2:1 einköpfte. „Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir jetzt schon einmal einen Rückstand gedreht“, resümierte Kahlert. Das Team dürfe das in Zukunft aber auch gerne früher regeln, sagte Manager Siegfried Dietrich. (FR Online 03.09.2012)

 

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