1. FFC Frankfurt - FCR 2001 Duisburg

DFB-Pokal 2006/2007 - Finale

4:1 i. E. (1:1; 1:1, 1:1)

Termin: 26.05.2007 im Olympiastadion, Berlin
Zuschauer: 20.000 (Vorspiel zum Männerfinale)
Schiedsrichter: Moiken Jung (Worms)
Tore: 1:0 Renate Lingor (3., Foulelfmeter), 1:1 Sonja Fuss (45.)
Elfmeterschießen: 1:0 Birgit Prinz, Vanessa Martini (gehalten), 2:0 Sandra Smisek, 2:1 Sonja Fuss, 3:1 Louise Hansen, Patricia Hanebeck (gehalten), 4:1 Petra Wimbersky

 

 

>> Spielbericht <<

1. FFC Frankfurt
FCR 2001 Duisburg

  • Ursula Holl
  • Judith Affeld
  • Steffi Jones
  • Tina Wunderlich
  • Kerstin Garefrekes
  • Renate Lingor
  • Saskia Bartusiak
  • Pia Wunderlich
  • Sandra Smisek
  • Birgit Prinz
  • Petra Wimbersky

 


  • Kathrin Längert
  • Anne van Bonn
  • Annike Krahn
  • Sonja Fuss
  • Corina Schröder
  • Vanessa Martini
  • Fatmire Bajramaj
  • Patricia Hanebeck
  • Nicole Bender
  • Simone Laudehr
  • Inka Grings

 

Wechsel
  • Meike Weber für Renate Lingor (56.)
  • Katrin Kliehm für Judith Affeld (71.)
  • Louise Hansen für Pia Wunderlich (80.)
Wechsel
  • Verena Hagedorn für Simone Laudehr (12.)
  • Viola Odebrecht für Verena Hagedorn (81.)
  • Lena Holdfeld für Kathrin Längert (90.)
Trainer
  • Hans-Jürgen Tritschoks
Trainer
  • Thomas Obliers

 

Frankfurt triumphiert im Elfmeterschießen

Die Frauen des 1. FFC Frankfurt haben sich im Berliner Olympiastadion zum sechsten Mal den DFB-Pokal gewonnen – doch der Weg dorthin war ein wahrer Krimi. Erst im Elfmeterschießen fiel die Entscheidung gegen den FCR Duisburg.

Die favorisierten Hessinnen, die mit einer beeindruckenden Bilanz von 20:0 Toren ins Finale eingezogen waren, erwischten einen Traumstart. Bereits in der dritten Minute brachte Renate Lingor per Foulelfmeter den FFC in Führung. Doch Duisburg, das zuvor Titelverteidiger Turbine Potsdam ausgeschaltet hatte, ließ sich nicht beeindrucken. Mit ihrer ersten nennenswerten Chance glich Sonja Fuss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte überraschend aus.

Nach 13 Minuten öffnete der Himmel seine Schleusen – ein starkes Gewitter mit Hagel machte den Platz schwer bespielbar und beeinflusste den Spielfluss beider Teams. Trotzdem boten sich auf beiden Seiten Chancen zur Entscheidung. Fuss hatte in der 72. Minute die große Gelegenheit zur Duisburger Führung, verfehlte jedoch knapp. Auch Kerstin Garefrekes hätte das Spiel in der regulären Spielzeit entscheiden können, ihr Kopfball ging jedoch nicht ins Netz (78.).

Einen besonderen Rekord stellte Tina Wunderlich auf: Die Verteidigerin stand im neunten Finale in Folge und verpasste dabei keine einzige Pokalminute – ihre Erfahrung sorgte für Stabilität in Frankfurts Abwehr.

Im Duell der Top-Torjägerinnen der Bundesliga konnte sich keine entscheidenden Vorteile erspielen. Während Birgit Prinz (21 Saisontreffer) die Duisburger Defensive mehrfach beschäftigte, blieb Inka Grings (22 Tore) hinter ihrer gewohnten Form zurück. Nach einer überstandenen Oberschenkelverletzung fehlte ihr noch die letzte Spritzigkeit. In der 48. Minute scheiterte sie aus kurzer Distanz an Holl, und kurz vor Abpfiff ließ sie eine weitere Großchance ungenutzt.

Das folgende Elfmeterschießen wurde dann eine klare Sache für die Frankfurterinnen. Besonders dank Ersatz-Torhüterin Ursula Holl, die zwei Strafstöße entschärfte, durfte das Team vor rund 25.000 Zuschauern jubeln, nachdem Petra Wimbersky den entscheidenden Elfmeter für den FFC verwandelt hatte. „Das war natürlich ein Riesengefühl, die zwei Dinger zu halten“, sagte Holl nach der Partie.

Die Siegerehrung nahm Nationaltrainerin Sylvia Neid vor. Nun hat Frankfurt sogar die Chance auf das Double, denn in der kommenden Woche kann die Mannschaft auch die Meisterschaft perfekt machen.

Am Ende dürfen beide Finalisten eine Prämie von 70.000 Euro vom DFB kassieren – eine Summe, die Duisburgs Vorstandschef Ferdinand Seidelt als unzureichend kritisierte. „100.000 Euro pro Team wären eine gerechtere Lösung gewesen. Der Unterschied von 1:22 im Vergleich zu den Männermannschaften ist nicht mehr zeitgemäß.“

 

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