Hallenmasters '96 in Frankfurt |
1. Platz
Termin: 06. und 07.01.1996
Zuschauer: 6.000 (erster Tag), 5.000 (zweiter Tag)
Vorrunde Eintracht Frankfurt
SC Freiburg 2:2Eintracht Frankfurt Fenerbahce Istanbul 6:0Eintracht Frankfurt FV Bad Vilbel 3:1Halbfinale Eintracht Frankfurt VfB Stuttgart 4:1Finale Eintracht Frankfurt 1860 München 2:0
Eintracht gewinnt Zuhause Zum sechsten Male hat die Frankfurter Eintracht das heimische Hallenturnier gewonnen und mit den 150 Siegpunkten das Masters Turnier am 27./28. Januar in Dortmund mit Sicherheit erreicht. Zudem strich die Mannschaft 25.000 Mark an Preisgeld ein. Endspielgegner 1860 München bekam 15.000 Mark und 100 Punkte. Becker und Bindewald sorgten für den 2:0-Erfolg. Die Eintracht vermochte sich wie in Essen (Dritter) und Leipzig (Sieger)zu steigern. „Das war schon eindrucksvoll von meinen Jungs“, sagte Trainer Körbel. Die Eintracht stellte auch den besten Torschützen, der 22 Jahre alte Amateur Frank Grimm traf fünfmal. Zum besten Spieler wurde der Stuttgarter Balakow, zum besten Torhüter Holger Zimmer vom FV Bad Vilbel gewählt. Der FV sicherte sich durch ein 4:3 im Neunmeterschießen gegen Stuttgart Platz drei. 11.000 Zuschauer verfolgten das Turnier an beiden Tagen. Am Sonntag vermißte man die zuvor lautstarken türkischen Fans. Die klatschten auch eifrig mit, als erste gelungene Szene in der ersten Minute des ersten Gruppenspiels am Samstag viel versprach. Das konnte im weiteren Turnierverlauf nicht gehalten werden. Der Bulgare Balakow und der Brasilianer Elber scherbelten den Ball so gekonnt durch die Reihen der Münchener Löwen, daß Elber ihn nur ins leere Tor zu schieben brauchte. Vielleicht verführte der Auftakt den VfB zum Irrglauben, alle Gegner schwindelig spielen zu können. Die Münchener aber hatten gleich nach dem frühen Schock den Stuttgartern Grenzen aufgezeigt und sicherten sich die Halbfinalteilnahme schon am Samstag. Da stand auch fest, daß der MSV Duisburg die Koffer packen konnte. Daß der VfB und nicht Split ins Halbfinale einzog, war weniger das Verdienst des VfB als das von Torwart Ziegler, der in der Schlußminute das 2:2 festhielt. Es bescherte dem VfB bei Punktgleichheit das bessere Torverhältnis. In der anderen Gruppe brach das große Staunen aus über den FV Bad Vilbel, der viel aus seiner Außenseiterrolle machte. Ihm kam zupaß, daß er am Anfang auf die Spieler von Fehnerbace Istanbul traf, die mit Ausnahme des früheren Frankfurters Erol Bulut dem wirren Treiben in kleiner Halle hilflos ausgeliefert waren. So verloren sie vor 500 türkischen Fans auch gegen die Eintracht 6:0. Bad Vilbel schockte auch den SC Freiburg, bei dem Torwart Schmadtke zu den Feldspielern und beim 2:2 gegen die Eintracht auch zu den Torschützen zählte, mit dem „18-Sekunden-Tor" von Enis Dzihic. Dzihic traf noch zum 2:0. Die Eintracht hatte die Formation aufgeboten, die in Essen Platz drei erkämpfte, ergänzt um Dickhaut, Bunzenthal und Neuzugang Ned Zelic, der allerdings wegen einer Fußverletzung nur in einer Partie mitwirkte. Von der Formation, die in Leipzig Turniersieger geworden war, fehlten Flick, Ekström und Hennig. Beim 2:2 gegen Freiburg hatte die Eintracht Glück, daß Hagner mit fulminantem Drehschuß kurz vor Schluß der Ausgleich gelang. Gegen Istanbul war es dagegen leicht zu glänzen. Die Eintracht stoppte dann auch die Underdogs aus Bad Vilbel (3:1). Im Halbfinale war die Freude groß, als Ivica Mornar, den die Fans mit Sprechchören feierten, wenn er nur den spärlich behaarten Schädel über die Bande streckte, mit der ersten Ballberührung das Führungstor gegen den VfB Stuttgart schoß. 4:1 hieß es am Ende. Im anderen Halbfinale gewann München mühsam gegen die müden Bad Vilbeler mit 4:2. (FR)
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