DFB-Hallenpokal der Frauen 1995

am 05.02.1995 in Koblenz

Vorrunde

 

Gruppe 1

TSV Siegen FC Rumeln-Kaldenhausen
0:4
TuS Ahrbach SG Praunheim
3:2
TSV Siegen SG Praunheim
2:3
TuS Ahrbach FC Rumeln-Kaldenhausen
4:2
TSV Siegen TuS Ahrbach
4:7
SG Praunheim FC Rumeln-Kaldenhausen
4:6

Spiele
S
U
N
Tore
Punkte
1.
TuS Ahrbach
3
3
0
0
14:8
6:0
2.
FC Rumeln-Kaldenhausen
3
2
0
1
12:8
4:2
3.
SG Praunheim
3
1
0
2
9:11
2:4
4.
TSV Siegen
3
0
0
3
6:14
0:6

 

Gruppe 2

Grün-Weiß Brauweiler VfL Sindelfingen
3:4
Eintracht Rheine FSV Frankfurt
2:2
Grün-Weiß Brauweiler FSV Frankfurt
4:2
Eintracht Rheine VfL Sindelfingen
1:2
Grün-Weiß Brauweiler Eintracht Rheine
3:3
FSV Frankfurt VfL Sindelfingen
6:2

Spiele
S
U
N
Tore
Punkte
1.
VfL Sindelfingen
3
2
0
1
8:10
4:2
2.
FSV Frankfurt
3
1
1
1
10:8
3:3
3.
Grün-Weiß Brauweiler
3
1
1
1
10:9
3:3
4.
Eintracht Rheine
3
0
2
1
6:7
2:4

 

Halbfinale

TuS Ahrbach FSV Frankfurt
4:5
VfL Sindelfingen FC Rumeln-Kaldenhausen
4:5

 

Spiel um Platz 3

TuS Ahrbach VfL Sindelfingen
8:3

 

Finale

FSV Frankfurt FC Rumeln-Kaldenhausen
6:2

 

Praunheim beim Hallenfußball

Die große Flutwelle hätte beinahe verhindert, dass die besten deutschen Frauenmannschaften am nächsten Sonntag in der Koblenzer Sporthalle Oberwerth in der Halle Fußball spielen. Doch bis zum Mittwoch hatte sich die Hochwasserlage am Deutschen Eck so weit entspannt, dass der zweiten Austragung des „Hallen-Cups“ der Frauen nichts mehr im Weg steht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Turnierorganisator Detlev Tank, Trainer des Bundesligaklubs TuS Ahrbach, konnten ihre Suche nach einer Ersatzhalle einstellen.

In dieser zweiten Ausgabe des DFB-Hallenpokals der Frauen, der im letzten Jahr offiziell ins Leben gerufenen deutschen Hallenmeisterschaft im Frauenfußball, treten die jeweils vier bestplatzierten Bundesligamannschaften der Gruppen Nord und Süd an, innerhalb ihrer Gruppe spielte jede Mannschaft einmal gegen jede andere, die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die Halbfinals. Das Turnier beginnt um 10 Uhr, das Endspiel um 16.50 Uhr. Turnierorganisator Detlev Tank, der Ahrbach trainiert, erwartet fast alle Spielerinnen der Nationalmannschaft: „Bei uns werden die Besten nicht so geschont wie bei den Männern." Enttäuscht ist Tank allerdings über die bescheidene Siegprämie, die der DFB ausgelobt hat: „Die 2000 Mark für den Sieger sind etwas dünn, als Dorfverein konnten wir im letzten Jahr genau so viel aufbringen." Der Verlierer des Endspiels erhält 1000, der Dritte nur noch 500 Mark.

In Gruppe 1 trifft die SG Praunheim mit dem TSV Siegen, dem TuS Ahrbach und dem FC Rumeln-Kaldenhausen die erwartet schweren Gegner. Zudem sind die Praunheimerinnen nicht mit einem ausgeprägten Selbstvertrauen angereist, denn in der Liga bleiben Erfolgserlebnisse zuletzt aus - vier Ligaspiele hintereinander wurden nicht gewonnen, zudem verabschiedete man sich mit einem 1:3 gegen Siegen im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal.

Im ersten Spiel geht es für das Team von Trainerin Monika Staab gegen den Ligakonkurrenten TuS Ahrbach der in den Bundesliga Staffel Süd sechs Punkte vor den Praunheimerinnen auf dem zweiten Platz rangiert und den Gegner aus Frankfurt im Westerwald im direkten Aufeinandertreffen auf dem grünen Rasen eine 5:0-Klatsche beibrachten. Auch in der Halle hat Ahrbach dann die Nase vorne und sind knapp mit 3:2.

In der zweiten Partie hat es die SG dann mit dem amtierenden deutschen Meister TSV Siegen zu tun. Hier gelingt Praunheim die Revanche für das verlorene Pokalspiel - mit 3:2 wird die Partie gewonnen. Damit kommt es im letzten Gruppenspiel zum Show-down. Die Gegnerinnen des FC Rumeln-Kaldenhausen, die in der Bundesliga Staffel Nord derzeit ungeschlagen auf dem zweiten Platz rangieren, weisen ebenso wie die Praunheimerinnen 2:2 Hallenpunkte auf, der Sieger des Spiels löst das Ticket fürs Halbfinale. Insgesamt zehn Tore fallen in dieser Partie, zum Leidwesen der SG aber sechs davon für die Gegnerinnen. Das Hallenabenteuer der SG Praunheim ist damit früh beendet.

Nun gilt es für Trainerin Monika Staab, ihr Team wieder zu motivieren, denn nun geht es um die Vorbereitung für den Restart der Frauenfußball-Bundesliga nach dem Ende der Winterpause; sieben Spieltage stehen noch aus. Die SG Praunheim mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 11:11 als Tabellendritter ins Rennen und muss sich zum Ziel setzen, diesen dritten Platz nach hinten abzusichern. Denn der SC Klinge Seckach, der VfL Sindelfingen und der VfR 09 Saarbrücken folgen mit identischer Punkteausbeute nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf den Plätzen.

 

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