Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 1991/1992 - 30. Spieltag

2:2 (1:1)

Termin: Sa 28.03.1992 15:30
Zuschauer: 52.500
Schiedsrichter: Wieland Ziller (Laußnitz)
Tore: 0:1 Anthony Yeboah (4.), 1:1 Michael Zorc (10.), 2:1 Gerhard Poschner (50.), 2:2 Ralf Falkenmayer (54.)

 

 

>> Spielbericht <<

Borussia Dortmund Eintracht Frankfurt

  • Stefan Klos
  • Günter Kutowski
  • Michael Schulz
  • Michael Lusch
  • Thomas Helmer
  • Thomas Franck
  • Stephane Chapuisat
  • Michael Zorc
  • Gerhard Poschner
  • Knut Reinhardt
  • Flemming Povlsen

 


 

Wechsel

  • Frank Mill für Gerhard Poschner (67.)
  • Steffen Karl für Michael Lusch (86.)

Wechsel

Trainer

  • Ottmar Hitzfeld

Trainer

 

 

Ein echtes Spitzenspiel

Es gibt Tage, an denen die Bundesliga beweist, warum sie als eine der spannendsten Ligen der Welt gilt – und das Duell zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt am Samstag war genau so ein Tag. Im Westfalenstadion boten die beiden Titelanwärter einen fußballerischen Leckerbissen, der die Fans mitriss. „Schade eigentlich, dass es nur eine Meisterschale gibt. Verdient hätten sie nämlich beide“, fasste Eintracht-Torwart Uli Stein treffend zusammen.

Von der ersten Minute an versprach das Spiel, ein Ereignis zu werden, an das man sich zurückerinnert. Es gab keine Abtastphase, kein vorsichtiges Taktieren – stattdessen stürzten sich beide Teams mit Herz, Wille und spielerischer Klasse in die Partie. Bereits nach vier Minuten sorgte Anthony Yeboah für den ersten Höhepunkt, als ihm sein Gegenspieler Kutowski nicht folgen konnte und er mit einem strammen Schuss die Frankfurter Führung erzielte. Das Westfalenstadion verstummte für einen Moment, nur um kurz darauf wieder laut zu werden. Denn die Dortmunder ließen sich vom frühen Rückstand nicht beeindrucken. sechs Minuten später hämmerte Michael Zorc den Ball nach einer sehenswerten Kombination zum 1:1 unter die Latte und brachte die Borussen zurück ins Spiel.

Damit war der Grundstein für einen leidenschaftlichen Schlagabtausch gelegt, der den hohen Erwartungen gerecht wurde. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und kombinierten technische Brillanz mit bedingungslosem Einsatz. Die Atmosphäre im Stadion trug ihren Teil dazu bei: 53.000 Fans, die ihre Teams unermüdlich anfeuerten, sorgten mit Fahnen, Gesängen und bengalischem Feuer für eine Kulisse, die diesem Spitzenspiel die passende Bühne bot. Ausgebremst wurde die Partie lediglich durch einen plötzlichen Schneeschauer, der den Rasen in eine rutschige Bühne verwandelte. Doch auch auf dem glatten Untergrund blieb das Spiel hochklassig

Die zweite Halbzeit begann so intensiv, wie die erste geendet hatte und nach fünf Minuten gingen die Dortmunder in Führung, als Poschner aus abseitsverdächtiger Position den herausstürzenden Stein überwand. Doch die Eintracht bewies Moral: Keine vier Minuten später staubte Ralf Falkenmayer in seinem 300. Bundesligaspiel nach einem Fehler des Dortmunder Torhüters Stefan Klos zum 2:2 ab.

Auch in der Folge ging es rasant weiter, Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten. Besonders beeindruckend war, wie beide Mannschaften trotz der Intensität nie den spielerischen Faden verloren. Frankfurts Uwe Bein glänzte mit präzisen Freistößen, von denen einer die Latte traf und ein anderer von Klos in höchster Not aus dem Winkel gefischt wurde. Yeboah und Andreas Möller sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Dortmunder Tor, während auf der anderen Seite Spieler wie Chapuisat, Zorc und Povlsen ihrerseits für gefährliche Aktionen sorgten.

Dennoch fielen keine weiteren Tore, so dass es bis Schlusspfiff beim 2:2 blieb – ein Ergebnis, das dem Spielverlauf gerecht wurde und bei beiden Teams den Wunsch nach mehr hinterließ. Spieler und Trainer beider Mannschaften äußerten sich nach der Partie ehrgeizig: „Wir wollen Meister werden“, verkündeten sie unisono.

 

 

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