SGS Essen - 1. FFC Frankfurt

Bundesliga 2019/2020 - 20. Spieltag

2:1 (0:0)

Termin: 17.06.2020, 18:00 Uhr
Zuschauer: ./.
Schiedsrichter: Karoline Wacker (Backnang)
Tore: 0:1 Hegering (52., Eigentor), 1:1 Schüller (72.), 2:1 Dunst (82., Eigentor)

 

>> Spielbericht <<

SGS Essen
1. FFC Frankfurt

  • Stina Johannes
  • Alida Dzaltur
  • Lena Ostermeier
  • Marina Hegering
  • Elisa Senß
  • Ramona Petzelberger
  • Lena Oberdorf
  • Jana Feldkamp
  • LOea Schüller
  • Nicole Anyomi
  • Turid Knaak

 


  • Bryane Heaberlin
  • Janina Hechler
  • Verena Hanshaw
  • Laura Störzel
  • Sandrine Mauron
  • Barbara Dunst
  • Tanja Pawollek
  • Laura Freigang
  • Géraldine Reuteler
  • Yvonne Weilharter
  • Shekiera Martinez

 

Wechsel
  • Grutkamp für Feldkamp (59.)
  • Nesse für Anyomi (84.)
  • Lange für Schüller (90.)
Wechsel
  • Panfil für Mauron (55.)
  • Feiersinger für Martinez (55.)
  • Gidion für Hechler (86.)
  • Emmerling für Weilharter (86.)
Trainer
  • Markus Högner
Trainer
  • Niko Arnautis

 

 

FFC verspielt Führung in Essen

Der 1. FFC Frankfurt verliert 1:2 bei der SGS Essen und rutscht vorerst um einen Rang nach unten.

Beim zweiten Spiel der englischen Woche im Schlussspurt der Saison 2019/20 während des Corona-bedingten Sonderspielbetriebes ging es für den 1. FFC Frankfurt am 20. Spieltag am Mittwochabend in den Ruhrpott zur SGS Essen. Nach dem Sieg über den MSV Duisburg von Freitagabend folgte eine 1:2 (0:0)-Niederlage nach Führung.

Verzichten mussten die Hessinnen bekanntermaßen auf Sjoeke Nüsken, die sich beim Spiel gegen den MSV Duisburg einen Riss des Außenbandes am rechten Knie zugezogen hatte und rund acht Wochen ausfallen wird, sowie auf Sophia Kleinherne (Leistenzerrung). Die Österreicherin Yvonne Weilharter an ihrer Stelle in der Innenverteidigung feierte ihr Startelf-Debüt in der Frauen-Bundesliga, Shekiera Martinez startete in der Spitze. Die Gastgeberinnen begannen die Partie forsch, aber leichte Fehler und kleinere Unlänglichkeiten beziehungsweise Ungenauigkeiten auf beiden Seiten verhinderten klare Torchancen, bis Lea Schüller aus der Drehung die Kugel in den Himmel ballerte (7.). Kurz darauf verstolperte die deutsche Nationalspielerin – aus FFC-Sicht zum Glück –, da sie sonst alleine auf den FFC-Kasten zugelaufen wäre. Doch nach einer knappen Viertelstunde kamen die Frankfurterinnen besser in die Begegnung, störten rechtzeitig und verhinderten einen geordneten Spielaufbau der SGS – die allerdings den nächsten Schuss aufs FFC-Tor abgab (16.). Die Stürmerin war es auch, die nach einem guten Pass und einem versuchten Heber fast Bre Heaberlin überlistet hätte (20.).

Auf der Gegenseite bekamen FFC-Kapitänin Tanja Pawollek sowie Géraldine Reuteler die Chance (23.), im Nachgang an die zweite Ecke hatte auch Martinez die Chance auf den Abschluss aus dem Strafraumgewühl heraus (24.). Einige Verletzungsunterbrechungen und Fehler im jeweiligen Spielaufbau ließen das Match zu einer eher zähen wie zerfahrenen Angelegenheit werden. Die Chancenhoheit nach etwas mehr als einer halben Stunde lag bei Essen, bei denen Lena Oberdorf nach einem Eckball gerade noch am Treffer gehindert werden konnte (34.) – mitten in eine Phase, in der die SGS wieder der unbequemere Gegner wurde. FFC-Torjägerin Laura Freigang bekam eine Reuteler-Flanke nicht mehr genug gedrückt (42.), die dickste Chance hatte sie in der Nachspielzeit, als Verena Aschauer den Ball liegend zur FFC-Nationalspielerin in den Rückraum spielte (45.+1). Über einen Rückstand zur Pause hätte sich der FFC nicht beschweren dürfen, auf der einen Seite – ein Tor hatte allerdings auch keine der beiden Mannschaften verdient.

Pünktlich zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichterin Karoline Wacker zog ein Gewitter über Essen – Erinnerungen an das Spiel vor zwei Jahren kamen aus, als die Halbzeitpause rekordverdächtig lange wegen zwischenzeitlicher Unbespielbarkeit des Platzes andauerte. So schlimm war diesmal allerdings nicht, gleichwohl Regen und Wind unangenehm für die Teams auf dem Platz waren. Die Möglichkeiten durch diverse Eckbälle vergab Essen nach der Pause allesamt, während Sandrine Maurons Versuch aus der zweiten Reihe zu zaghaft war (52.). Dass der FFC ins seinem drittletzten Spiel als 1. FFC Frankfurt – der Fusionsvertrag mit Eintracht Frankfurt war am Tag zuvor unterzeichnet worden –, hatte das Team von Niko Arnautis einem Eigentor von SGS-Verteidigerin Marina Hegering zu verdanken, die vollkommen ohne Not nach einem leichten Stockfehler den Ball ins eigene Tor legte (53.). Ein Geschenk aus dem Nichts, das die Hessinnen gerne annahmen. Danach hatten sie Glück: Denn Schüller vergab die Riesenchance zum Ausgleich (57.). Anschließend folgte eine Phase, in der die FFC-Defensive viel Mühe hatte, Chancen der Essenerinnen zu verhindern, doch sie schaffte es einen Fuß, Kopf oder im Falle von Heaberlin in der 63. Minute Hand dazwischen zu bekommen. Gleichzeitig war es aber auch Unvermögen der Gastgeberinnen, die einzelne Situationen zu ungenau ausspielten oder besser positionierte Mitspielerinnen übersahen.

Den verdienten Ausgleich erzielte schließlich Schüller nach einer ähnlichen Situation wie beim 1:1 im Hinspiel, die einen langen Ball hinter der FFC-Abwehrreihe ersprintete und überlegt die Kugel ins lange Eck legte (72.). Der lange Ball war zuvor von Len Oberdorf millimetergenau geschlagen worden. Für die FFC-Offensive war zu selten ein Durchkommen durch die mit Oberdorf und Hegering zwei Nationalspielerinnen gespickte SGS-Innenverteidigung. Eine Reuteler-Flanke verpasste die in der Mitte einspringende Laura Feiersinger knapp (77.). Die Flankengeberin selbst verpasste kurze Zeit Darauf aus aussichtsreicher Position (80.), die erneute Führung wäre durchaus möglich gewesen. Nun war der FFC wieder etwas am Drücker – und legte sich nach einem Konter die Kugel selbst ins eigene Netz: Turid Knaak wurde zwar als Torschützin gelistet, aber Barbara Dunst hatte den Ball entscheidend ins lange Eck unhaltbar abgefälscht (82.). Trotz einiger Offensiv-Ansätze gelang es dem FFC nicht mehr, noch den 2:2-Ausgleich zu erzielen.

Für den nun Tabellenfünften – punktgleich mit Turbine Potsdam – 1. FFC Frankfurt geht es bereits am Sonntag mit einem weiteren Auswärtsspiel weiter: Am 21. Juni geht es gegen den Tabellendritten, die TSG Hoffenheim. Anstoß ist um 13.00 Uhr.

Stimmen zum Spiel

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis: „Wie schon in den vergangenen Jahren war es ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe meiner Meinung nach, wo Kleinigkeiten entschieden haben. Es ist ärgerlich, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren. Wir müssen an diesen Spielen wachsen, normalerweise müssen wir die Führung oder wenigstens einen Punkt über die Zeit bringen, dürfen nicht ein bis zwei Gegentore bekommen. Mindestens ein Remis wäre möglich gewesen. Auch nach dem Ausgleich hatte Géry Reuteler die Chance auf die erneute Führung. Nun haben wir noch zwei schwere Spiele gegen Hoffenheim und Freiburg vor uns und wollen unsere Punktzahl aus der Vorsaison egalisieren oder bestenfalls überbieten, wofür wir noch einen Zähler benötigen. Wir sind auf einem guten Weg!“

 

(Text von ffc-frankfurt.de)

 

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