VfB Oldenburg - Eintracht Frankfurt

2. Bundesliga 1996/1997 - 34. Spieltag

1:2 (1:2)

Termin: 11.06.1997
Zuschauer: 2.500
Schiedsrichter: Zerr (Ottersweier)
Tore: 1:0 Thomas Goch (4.), 1:1 Mirko Dickhaut (36.), 1:2 Ralf Weber (45.)

 

>> Spielbericht <<

VfB Oldenburg Eintracht Frankfurt

  • Ralf Eilenberger
  • Alexander Woloschin
  • Andrew Uwe
  • David Sall
  • Maciej Janiak
  • Arne Tammen
  • Thomas Goch
  • Andreas Boll
  • Wieslaw Cisek
  • Horst Elberfeld
  • Collins Etebu

Wechsel

  • Jacek Janiak für Collins Etebu (46.)
  • Valentincic für Maciej Janiak (64.)
  • Gordes für Andreas Boll (75.)

Wechsel

Trainer

  • Hubert Hüring

Trainer

 

 

Ein ordentlicher Saisonabschluss

Mit einem 2:1-Sieg gegen den VfB Oldenburg schloss Eintracht Frankfurt ihre Premierensaison in der 2. Bundesliga erfolgreich ab. Nachdem die Mannschaft aus Hessen die Winterpause noch mit akuten Abstiegsängsten verbracht, beendete sie die Spielzeit schließlich auf einem soliden 7. Tabellenplatz mit 48 Punkten.

Das letzte Saisonspiel hatte für beide Teams keine größere Bedeutung mehr, dennoch wollte niemand als Verlierer vom Platz gehen. Der VfB Oldenburg, dessen Abstieg schon länger feststeht, wollte seinen Fans zum Abschied noch einmal eine gute Leistung bieten. Auf der anderen Seite wollten sich die Frankfurter nicht die entspannte Stimmung vermiesen lassen. So boten beide Mannschaften einen soliden Sommerfußball, auch wenn von vollem Einsatz keine Rede sein konnte.

Eintracht-Coach Horst Ehrmantraut zeigte sich „zufrieden mit diesem versöhnlichen Saisonabschluss“, auch weil er gleich sieben Spieler aufgeboten hatte, die im laufenden Jahr 1997 noch nicht in der Startelf gestanden hatten. Da zahlreiche Stammkräfte wie Gaudino, Güntensperger, Bindewald, Janssen und Houbtchev bereits im Urlaub waren, setzte Ehrmantraut auf Akteure wie Roth, Dickhaut, Komljenovic, Pejovic, Ekström, Becker und den eingewechselten Guht – allesamt Spieler, die den Verein verlassen werden. Für den jungen Oskar Corrochano bedeutete dieses Spiel zudem einen besonderen Moment: Er feierte sein Debüt in der 2. Bundesliga und war bereits der 30. eingesetzte Spieler der Frankfurter in dieser Saison.

Der VfB Oldenburg startete stark und ging schon in der 5. Minute durch Thomas Goch in Führung. Doch die improvisierte Mannschaft der Eintracht zeigte sich spielerisch gefestigter, ohne jedoch viele Chancen zu kreieren. Es mussten Standardsituationen her: Mirko Dickhaut traf in der 36. Minute per Freistoß aus 20 Metern zum 1:1, bei dem er den Ball gekonnt in den linken Winkel setzte. Kurz vor der Pause brachte Ralf Weber die Hessen mit einem weiteren Freistoß aus 25 Metern in Führung (45.). Für Weber, der nach einer 22-monatigen Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, war dies ein besonderer Moment.

Weber präsentierte sich in überraschend guter Form und zeigte, dass er in der kommenden Saison eine Führungsrolle im Mittelfeld übernehmen könnte. Nachdem sein mehrfach operierter Knöchel nun hält, scheint der frühere Nationalspieler auch mental wieder vollständig belastbar. Sein großes Laufpensum und präzise Pässe ließen die Abwesenheit von Gaudino kaum spüren. Beinahe hätte Weber in der 57. Minute sogar ein zweites Tor erzielt, doch sein Kopfball landete am Außenpfosten.

Die zweite Halbzeit bot insgesamt wenig Höhepunkte. Während die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal Druck machten, blieb Sven Schmitt im Tor der Eintracht souverän und ließ keinen weiteren Treffer zu. Damit blieb es beim knappen 2:1-Erfolg für die Frankfurter, der jedoch keineswegs so deutlich ausfiel wie das 8:0 im Freundschaftsspiel in Oldenburg Anfang 1994. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Frankfurtern nicht: Bereits am 25. Juni startet die Vorbereitung auf die nächste Saison, in der das Ziel ein Platz im oberen Tabellendrittel ist.

 

 

>> Spieldaten <<





© text, artwork & code by fg