DFB-Hallen-Pokal 1997 Finale in München |
Hallenturnier 1996/1997
am 25. und 26.01.1997, jeweils 10.000 Zuschauer
Gruppe 1 | TSV 1860 München - Karlsruher SC | 3:2 |
1. FC Kaiserslautern - Borussia Dortmund | 3:2 |
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1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC | 2:0 |
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TSV 1860 München - Borussia Dortmund | 4:1 |
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TSV 1860 München - 1. FC Kaiserslautern | 2:2 |
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Borussia Dortmund - Karlsruher SC | 1:2 |
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Gruppe 2 | FC Bayern München - Fortuna Düsseldorf | 1:4 |
Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen (Mirko Dickhaut) |
1:1 |
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Fortuna Düsseldorf - Eintracht Frankfurt (Matthias Becker, Maurizio Gaudino) |
2:2 |
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SV Werder Bremen - FC Bayern München | 3:6 |
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FC Bayern München - Eintracht Frankurt (Maurizio Gaudino) |
1:1 |
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SV Werder Bremen - Fortuna Düsseldorf | 3:6 |
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Halbfinale | TSV 1860 München - FC Bayern München | 1:4 |
Fortuna Düsseldorf - 1. FC Kaiserslautern | 2:4 |
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Finale | 1. FC Kaiserslautern - FC Bayern München | 3:1 |
Tabelle Gruppe 2
Spiele | S | U | N | Tore | Punkte | ||
1. | Fortuna Düsseldorf | 3 | 2 | 1 | 0 | 12:6 | 7 |
2. | FC Bayern München | 3 | 1 | 1 | 1 | 8:8 | 4 |
3. | Eintracht Frankfurt | 3 | 0 | 3 | 0 | 4:4 | 3 |
4. | SV Werder Bremen | 3 | 0 | 1 | 2 | 7:13 | 1 |
Ungeschlagen ausgeschieden Die Frankfurter Eintracht hat beim zehnten Finale der Hallen-Masters-Runde in der Münchener Olympiahalle mit couragierten Leistungen überzeugt, auch wenn der Einzug ins Halbfinale knapp verpasst wurde. In drei Gruppenspielen gegen hochklassige Konkurrenz blieben die Hessen ungeschlagen, erzielten jedoch nicht die notwendigen Punkte, um weiterzukommen. Mit einem 1:1 gegen Werder Bremen, einem 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf und einem weiteren 1:1 gegen den FC Bayern München schied die Mannschaft als Gruppendritter aus. Besonders ärgerlich war das 2:2 gegen Düsseldorf. Nach Toren von Becker und Gaudino führten die Frankfurter bis kurz vor Schluss mit 2:1, ehe ein überhasteter Schuss von Flick den Düsseldorfern in den letzten Sekunden die Möglichkeit zum Ausgleich bot. Wenige Sekunden vor der Schlusssirene zappelte der Ball im Frankfurter Netz. „Das darf natürlich nicht passieren“, ärgerte sich Trainer Horst Ehrmanntraut und erklärte, dass diese Fehler in der Kabine analysiert und nachgestellt wurden. „Die Mannschaft muss aus solchen Situationen lernen.“ Im letzten Gruppenspiel am Sonntag gegen den Gastgeber FC Bayern München hätte ein Sieg das Halbfinale gesichert. Doch nach einem Abwehrfehler der Eintracht brachte Karsten Jancker die Bayern in Führung. Zwar gelang Maurizio Gaudino 34 Sekunden vor Schluss der verdiente Ausgleich, doch die Zeit reichte nicht mehr für einen Siegtreffer. „Dreimal ungeschlagen und trotzdem ausgeschieden – das ist ärgerlich, aber trotzdem eine Leistung, auf die wir aufbauen können“, resümierte Präsident Rolf Heller. Trotz des frühen Ausscheidens zog die Eintracht ein positives Fazit. „Wir haben gesehen, dass wir spielerisch mit den Erstligisten mithalten können“, sagte Heller. Besonders die Neuzugänge Houbtchev, Janßen und Kutschera, die erst über den Jahreswechsel zur Mannschaft gestoßen waren, zeigten, dass sie dem Team Stabilität verleihen können. „Zum Glück haben wir diese Spieler geholt, wie man hier in der Halle gesehen hat“, ergänzte Heller. Trainer Ehrmanntraut lobte den Einsatz seiner Mannschaft: „Man hatte mir gesagt, es fehle an Wille und Bereitschaft. Davon habe ich hier nichts gesehen – meine Spieler wollten jede Partie gewinnen.“ Während die Mannschaft in der Halle ihr Bestes gab, nutzten die Vereinsführung und das Management die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen. Präsident Heller und Schatzmeister Gaetano Patella führten zahlreiche Gespräche mit Vertretern des DFB und anderer Vereine. Dabei mussten sie auch Gerüchte entkräften, dass die jüngsten Transfers der Eintracht auf fragwürdige Weise finanziert worden seien. „Ich habe dem DFB glaubhaft dargelegt, dass wir lediglich Spieler ausgetauscht haben und nicht investiert haben“, erklärte Heller. Er betonte, dass die Verpflichtungen durch den Verkauf von Spielern wie Steffen Menze und Mattias Dworschak finanziert wurden. Mit dem Ende der Hallensaison richtet die Eintracht den Fokus auf die Rückrunde in der Zweiten Bundesliga. Trainer Ehrmanntraut sieht in den Leistungen beim Hallenmasters eine wichtige Grundlage: „Jetzt gilt es, die gezeigte Spielfreude und den Kampfgeist auf den Platz zu bringen.“ Der Rückrundenauftakt am 23. Februar gegen den VfB Lübeck wird der erste große Test für die Hessen, die sich weiterhin im Abstiegskampf befinden.
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