Eintracht Frankfurt - Werder Bremen

Bundesliga 1995/1996 - 30. Spieltag

1:0 (0:0)

Termin: Sa 27.04.1996 15:30
Zuschauer: 43.000
Schiedsrichter: Hans-Peter Best (Kämpfelbach)
Tore: 1:0 Markus Schupp (58.)

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Eintracht Frankfurt Werder Bremen


  • Oliver Reck
  • Hany Ramzy
  • Dieter Eilts
  • Mario Basler
  • Junior Baiano
  • Mirko Votava
  • Bruno Labbadia
  • Bernd Hobsch
  • Marco Bode
  • Michael Schulz
  • Thomas Wolter

Wechsel

Wechsel

  • Wladimir Bestschastnich für Michael Schulz (66.)

Trainer

Trainer

  • Dixie Dörner

Land in Sicht!

Der Punktgewinn beim FC Bayern hat noch einmal einen kleinen Hoffnungsfunken erzeugt. Kann er heute angefacht werden? Noch sind einige Konkurrenten in Schlagdistanz. Dazu ist heute aber zwingend ein Dreier im drittletzten Heimspiel fällig, außerdem ist die Eintracht bereits in der misslichen Lage, auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen zu müssen.

Für den heutigen Gegner ist in dieser Saison sicher nicht alles rund gelaufen, aber in den letzten Wochen hat vieles geklappt: drei Siege und drei Remis - Werder Bremen ist seit Wochen nicht zu besiegen.

Nach den Erfahrungen der Vorwoche versucht es Trainer Stepanovic mit einer defensiven Ausrichtung. Zum ersten Mal seit seiner schweren Jochbeinverletzung ist auch Kapitän Binz wieder auf dem Feld. Er feiert ein gelungenes Comeback und kann seinem Team auf der Liberoposition Halt geben. Auch die erfahrenen Rauffmann und Bommer sind nach Verletzungspause wieder auf dem Platz, dafür sitzt die Kreativkraft Okocha mit Muskelfaserriss nur auf der Tribüne.

Die Eintracht spielt daher ohne große Überraschungsmomente von hinten heraus, geht kein allzu großes Risiko ein, bedrängt so aber auch die Bremer nicht über die Maßen. Auch die Norddeutschen spielen ruhig und nicht zwingend auf Sieg. Zunächst nur auf Absicherung bedacht, gehen sie nur zögerlich und sehr gelegentlich zum Angriff über und kommen ebenso wenig zu aussichtsreichen Chancen wie die Eintracht.

Zum Erstaunen der Zuschauer wechselt Trainer Stepanovic nach ereignisarmer erster Hälfte dann sogar noch in eine defensivere Variante: Für den Stürmer Mornar, der allerdings ohnehin kaum einen Stich gemacht hatte, kommt nach dem Wechsel der junge Mittelfeldspieler Bunzenthal.

Diese defensive Aktion hat kurioserweise eine offensive Folge: im Angriff ergeben sich mehr Räume, zumal die Bremer Verteidiger zunächst nicht so recht wissen, wie sie auf das Fehlen eines Frankfurter Angriffsspielers reagieren sollen.

Der heute gut aufspielende Markus Schupp vermag dies bald zu nutzen; einen Pass vom stärksten Spieler im Adlertrikot, Rudi Bommer, kann er in der 58. Spielminute aufnehmen und an Oliver Reck vorbei zum 1:0 einschießen.

Die Bremer schaffen es anschließend für die verbleibende Restspielzeit nicht mehr, auf totale Offensive umzustellen und die Eintracht ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Weil auch Schiedsrichter Best nicht auf ein paar abschließende Schwalbenversuche hereinfällt, gelingt der Eintracht daher nach langer Durststrecke endlich wieder ein Sieg und ist damit noch nicht ganz verloren.

Die Ernüchterung folgt nach dem Schlusspfiff: Düsseldorf hat einen Auswärtspunkt geholt, Köln sogar in Stuttgart gewonnen. In der Tabelle ist daher der Sieg leider nur noch die Hälfte wert: Die Konkurrenz konnte nach Punkten nicht eingeholt werden, es bleibt bei Rang 16. (ae)

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