VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

Fuji-Cup 1992

0:2 (0:1)

Termin: 21.07.1992 in Worms
Zuschauer: 5.800
Schiedsrichter: Theobald (Wiebelskirchen)
Tore: 0:1 Bein (18.), 0:2 Bein (69)

 

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VfB Stuttgart Eintracht Frankfurt

  • Immel
  • Dubajic
  • Buchwald
  • Schäfer
  • Buck
  • Frontzeck
  • Strunz
  • Golke
  • Kögl
  • Gaudino
  • Walter

 


  • Stein
  • Binz
  • Bindewald
  • Roth
  • Klein
  • Weber
  • Bein
  • Gründel
  • Wolf
  • Schmitt
  • Kruse

 

Wechsel

  • Knup für Gaudino (74.)

Wechsel

  • Andersenfür Schmitt (46.)
  • Studer für Gründel (71.)
  • Kientz für Klein (82.)

Trainer

  • Christoph Daum

Trainer

 

Bein stellt dem Meister selbiges mit zwei Toren

„Guck mal, da kommt der Mann von Eintracht Frankfurt." Die jugendlichen Fans reichten Dragoslav Stepanovic gierig Papier und Kuli, auf daß der Eintracht-Trainer signieren möge. Außerdem wurde er auch noch ganz ordentlich mit Zigarillos versorgt. Kurzum, die Rückkehr Stepanovics an seine frühere Wirkungsstätte Worms geriet zur Wiedersehensfeier.

Und weil er sich auch mit VfB Stuttgarts Trainer Christoph Daum so gut versteht, folgte ein kleiner Plausch, bevor die Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt und VfB Stuttgart im Rahmen des Fuji-Cups ihre erste echte Standortbestimmung in Angriff nehmen konnten. Und Stepanovic, der vor der Partie noch bekannte, daß die Begegnung keinen großen Stellenwert für ihn habe, darf nach dem 2:0(1:0)-Erfolg gegen Stuttgart im Endspiel mit Kaiserslautern am Donnerstag in Trier gleich noch einmal eifrig Händeschütteln und seine Kicker testen.

Der japanische Sponsor verhalf der Nibelungenstadt Worms zu einem sportlichen Großereignis und VfB Stuttgarts Trainer Christoph Daum zur Erkenntnis, daß zu viele Ideen vor des Gegners Tor einer optischen Überlegenheit nicht zum Erfolg verhelfen müssen. Die Eintracht spielte zwar nur selten effektiv nach vorn, konnte sich in den entscheidenden Situationen aber auf die Stärke von Torhüter Uli Stein und die Cleverneß von Uwe Bein verlassen. Der Eintracht-Schlußmann klärte zweimal glänzend gegen Fritz Walter, der seinen 32. Geburtstag feierte, und Uwe Bein nutzte konsequent die einzig echte Torchance der Eintracht vor dem Wechsel, als er mit einem plazierten Flachschuß aus 15 Metern Eike Immel keine Abwehrchance ließ.

Der VfB wirkte in der Offensive zu verspielt, so daß zahlreichen ansehnlichen Ansätzen die Durchschlagskraft fehlte. Die Eintracht schien auch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte, die im Dauerregen ausgetragen wurde, ihr rationelles Spiel demonstrieren zu wollen, doch der Kopfballtreffer des eingewechselten Andersen bei seinem ersten Ballkontakt fand wegen Foulspiels keine Anerkennung. Ansonsten erhob sich Volkes Stimme nur noch, als sich ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner ankündigte, der Unparteiische aber keine Gefahr für die Bundesligakicker erkannte.

An der daraus resultierenden Dunkelheit konnte es aber freilich nicht gelegen haben, daß die von der Eintracht nun ausgeglichen geführte Partie von zahlreichen Fehlern geprägt war. Als nicht mehr viel zusammenlief, sah sich Uwe Bein nach Gründels Paß plötzlich nur noch Eike Immel gegenüber — und schob gegen den Deutschen Meister zur Entscheidung ein. So konnte Stepanovic zufrieden sein, denn seine Kicker zeigten ansteigende Form.


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