Osthessen-Auswahl - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1987/1988

0:13 (0:11)

Termin: 19.09.1987, 16:00 Uhr in Gundhelm
Zuschauer: 1.000
Schiedsrichter: Stoss (Marjos)
Tore: 0:1 Holger Friz (2.), 0:2 Dieter Schlindwein (4.), 0:3 Holger Friz (5.), 0:4 Janusz Turowski (8). 0:5 Dietmar Roth (10.), 0:6 Ralf Haub (11.), 0:7 Dirk Heitkamp (15., Elfmeter), 0:8 Armin Kraaz (17., Elfmeter), 0:9 Karger (20., Eigentor), 0:10 Volker Münn (30.), 0:11 Jaroslaw Biernat (31.), 0:12 Holger Friz (59.), 0:13 Holger Friz (81.)

 

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Osthessen-Auswahl Eintracht Frankfurt

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Gunde lacht nicht mehr: Wird Stein Ernst?

Für den Sonntag nach der blamablen Niederlage in Homburg hat der 1975 gegründete Eintracht-Fanclub im rund zehn Kilometer östlich von Schlüchtern gelegenen 600-Seelen-Dorf Gundhelm ein Freundschaftsspiel zwischen der Frankfurter Eintracht und einer Osthessen-Auswahl organisiert. Die reist freilich nicht vollzählig an, Manager Kraus, der den in der DDR weilenden Feldkamp vertritt und die Mannschaft zusammen mit dem erstmals seit seinem Bänderriss wieder anwesenden Co-Trainer Timo Zahnleiter betreut, gönnt etlichen Akteuren aus der ersten Reihe wie Detari, Smolarek und Körbel eine Pause.

Auf dem Platz demonstriert die zweite Garnitur der Eintracht zunächst einen fast unstillbar scheinenden Torhunger, bereits nach zwanzig Minuten steht es 9:0 für den Bundesligisten gegen die sichtlich überforderten Amateure. Anschließend lässt man es deutlich geruhsamer angehen, bis zur Pause fallen nur noch zwei Tore durch Volker Münn und Jaroslaw Biernat. Auch nach dem Seitenwechsel kommt die Eintracht nicht mehr in den Schwung der Anfangsphase, gegen die komplett durchgewechselte Auswahl trifft nur noch Holger Friz zweimal. Lediglich der vierfache Torschütze Friz sowie die Außenverteidiger Biernat und der erstmals wieder nach seiner Verletzung aus dem Bayernspiel auflaufende Roth überzeugen bei den Profis. Zahnleiter: "In der ersten Halbzeit war es recht passabel. Dann lief es nicht mehr so."

Als Zuschauer mit dabei ist Hans Gundelach. Obwohl sich seine Verletzung aus Homburg als nicht allzu schwerwiegend herausgestellt hat und er am Montag wieder das Training aufnehmen soll, ist Gundelach nicht allzu gut gelaunt. Grund sind die Gerüchte um eine mögliche Verpflichtung von Uli Stein. Zwar versichern Manager Kraus und Vizepräsident Mank der derzeitigen Nummer eins im Eintrachttor unisono, dass sie eine Verpflichtung des vom HSV beurlaubten und vom DFB noch gesperrten Torhüters ausschließen, Gundelach sieht sich aber als Bauernopfer der seiner Meinung nach bislang gescheiterten Frankfurter Einkaufspolitik: "Die vielen Millionen, die gewechselt wurden, haben sich nicht gelohnt. Die Eintracht steht nicht besser da als in den letzten Jahren. Jetzt werden vor allem in den Medien Gründe gesucht, warum das so ist. Ich finde es eine Gemeinheit, nur beim Torwart zu suchen - auch wenn ich Fehler gemacht habe. Mal sehen, wie lange der Verein das aushält. Ich kann es ja nicht beeinflussen. Ich verlasse mich auf Mank und Kraus. Das Präsidium und die Mannschaft stehen hinter mir."

Ganz so klar scheint das Nein zu Stein allerdings nicht zu sein. So betont HSV-Präsident Dr. Wolfgang Klein gegenüber der Abendpost-Nachtausgabe: "Ich würde es nicht ausschließen, dass die Frankfurter Eintracht Kontakt zu Uli Stein hat." Über einen möglichen Torhüter-Transfer habe er mit seinem Kollegen Dr. Klaus Gramlich aber noch nicht gesprochen: "Mag sein, dass die Manager untereinander Kontakt aufgenommen haben, die Sache auf ihrer Ebene abschließen und Herr Gramlich und ich dann nur noch den Vertrag unterzeichnen müssten." (fgo)

 

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